Vorbild für andere

Veröffentlicht: Donnerstag, 11. Oktober 2018 Drucken E-Mail

Rastatt (proh). Als „Jugendfreundlicher Verein“ zertifiziert sind der FV Ottersdorf 1935 und die GroKaGe Niederbühl. Sie haben sich beispielhaft zu einem verantwortungsvollen Umgang mit Alkohol verpflichtet und ein entsprechendes Zertifizierungsprogramm mit der Fachstelle Sucht durchlaufen. Am Mittwoch, 11. Oktober, zeichnete Bürgermeister Arne Pfirrmann die beiden Vereine bei einer kleinen Feierstunde im Foyer der Fruchthalle aus. Gemeinsam mit der kommunalen Suchtbeauftragten des Landkreises Rastatt Gudrun Pelzer sowie Wolfgang Langer und Veronika Bischof von der Fachstelle Sucht überreichte er Urkunden.

Als kleine Anerkennung erhalten die jugendfreundlichen Vereine nicht nur eine Urkunde, sondern auch eine so genannte Alkoholpräventionspauschale. Sie ist in den Vereinsförderrichtlinien der Stadt Rastatt festgelegt und beträgt fünf Euro pro aktivem Vereinsmitglied unter 18 Jahren. Im Juli 2017 hatte der Gemeinderat beschlossen, die ursprünglich festgelegten vier Euro pro Mitglied auf fünf Euro zu erhöhen. 

„Sie sind ein gutes Vorbild für andere“, lobte Pfirrmann die beiden ausgezeichneten Vereine und freute sich, dass es mit den beiden „Neuen“ nun insgesamt 27 als jugendfreundlich zertifizierte Vereine in Rastatt gibt: „Unserem Ziel von 30 Vereinen sind wir damit schon sehr nahe“. Die Stadt Rastatt fördert Vereine besonders, die als „Jugendfreundliche Vereine“ ausgezeichnet sind.

Über das „HaLt-Projekt“ (HaLt = Hart am Limit) bei der Fachstelle Sucht kann sich jeder Verein zertifizieren lassen, der an mindestens zwei gemeinsamen Gesprächen mit der Fachstelle Sucht teilnimmt, gemeinsam einen Regel- und Maßnahmenkatalog zur konsequenten Einhaltung des Jugendschutzes im Verein umsetzt, die Jugendschutzbestimmungen an passender Stelle aushängt und eine Schulungsveranstaltung besucht. Dies ist ebenso wie die Unterstützung durch die HaLT-Mitarbeiter für die Vereine kostenlos.

Jugendleiterinnen und Leiter haben ebenso wie Trainerinnen und Trainer in Sportvereinen eine wichtige Vorbildfunktion für Kinder und Jugendliche. Für viele Heranwachsende sind sie eine Bezugsperson und ein Vorbild. Gehen sie verantwortungsbewusst und kritisch mit Alkohol und Zigaretten um, hat dies einen positiven Einfluss auf das Verhalten der Kinder und Jugendlichen. 

Die kommunale Suchtbeauftragte Gudrun Pelzer zeigte sich begeistert, dass sich das Zertifizierungsprogramm mittlerweile so gut bei den Vereinen im Landkreis Rastatt etabliert hat. Bis heute haben 106 Vereine im Landkreis die Zertifizierung durchlaufen. Für ihre Aktivitäten zur Suchtprävention wurde die Stadt Rastatt bereits 2013 beim Bundeswettbewerb „Vorbildliche Strategien kommunaler Suchtprävention“ ausgezeichnet. 

Vereine, die am Zertifizierungsprogramm teilnehmen möchten, wenden sich an die Fachstelle Sucht des baden-württembergischen Landesverbandes für Prävention und Rehabilitation (bwlv), Lyzeumstraße 23, Telefon 07222 405879-0.

♥ siehe auch:

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Jugendfreundliche Vereine

(Quelle: StVw/HIN)