ELR-Förderung im Landkreis

Erstellt: Donnerstag, 14. Februar 2019

LKR Rastatt (Hero). Der Ländliche Raum erhält im Rahmen des diesjährigen Entwicklungsprogramms Ländlicher Raum (ELR) eine Rekordsumme von 75 Millionen Euro. Gefördert werden sehr vielfältige Projekte in den vier Förderschwerpunkten Wohnen, Arbeiten, Grundversorgung und Gemeinschaftseinrichtungen. Das ELR stärkt gezielt die ländlichen Regionen in Baden-Württemberg. 442 Gemeinden wurden in diesem Jahr ausgewählt. Über 580'000 Euro aus dem Entwicklungsprogramm gehen dieses Jahr an insgesamt 14 Projekte im Wahlkreis Rastatt. 

"Im Rahmen der Programmentscheidung des Entwicklungsprogramms Ländlicher Raum haben wir dieses Jahr 442 Gemeinden ausgewählt. Von den nun angenommenen Projekten versprechen wir uns wichtige Impulse für die strukturelle Entwicklung unseres Ländlichen Raums", sagte der Minister für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz, Peter Hauk, bei der Bekanntgabe der Programmentscheidung des Entwicklungsprogramms Ländlicher Raum (ELR) 2019.

"Mit der bisher höchsten ELR-Programmentscheidung in der 24-jährigen Geschichte des ELR ist es uns gelungen, die Fördermittel noch einmal um knapp acht Millionen Euro gegenüber dem Vorjahr zu steigern. Die diesjährige Programmentscheidung umfasst 75'118'589 Millionen Euro", so der Minister.

"Die Landesregierung trägt mit der ELR-Förderung bedeutend zu gleichwertigen Lebensbedingungen im ganzen Land bei. Die ELR-Projekte haben zum Ziel, die Strukturen ländlich geprägter Orte nachhaltig zu verbessern", betont der Grüne Abgeordnete Thomas Hentschel. Die Abgeordnete des Wahlkreises Rastatt, Sylvia M. Felder MdL, freut sich über die bekannt gegebenen Förderentscheidungen im Entwicklungsprogramm Ländlicher Raum (ELR). 

Rund die Hälfte der Mittel 2019 werden für die Innenentwicklung der Kommunen und das Schaffen von Wohnraum verausgabt. Vor Ort im Wahlkreis werden 14 Projekte unterstützt mit einem Fördervolumen von 587'820 Euro. "Innen vor außen: So dämmen wir den Flächenverbrauch ein und stärken die Ortskerne", sagt Hentschel. "Die erfolgreiche ökologische Neuausrichtung des Programms wird auch 2019 konsequent fortgesetzt."

Gaggenau erhält Fördergelder in Höhe von 309'740 Euro, davon 20'000 Euro für ein Wohnprojekt in Hörden, 67'900 Euro für ein Arbeitsstätte in Ottenau und 221'840 Euro für das Schwimmbad in Sulzbach. Die Förderung in Gernsbach beträgt insgesamt 153'500 Euro, davon 64'210 Euro in Hilpertsau, 69'290 Euro in Lautenbach und 20'000 Euro in Reichental für Wohnprojekte. Weisenbach erhält 34'580 Euro für ein Grundversorgungsprojekt in Au im Murgtal. Auf Elchesheim-Illingen im nördlichen Landkreis entfallen 90'000 Euro. "Der ländliche Raum liegt uns Grünen am Herzen. Wir wissen, dass er große Herausforderungen zu bewältigen hat", erklärt Hentschel.

Deshalb habe die grün-geführte Landesregierung das Entwicklungsprogramm Ländlicher Raum (ELR) noch einmal um acht Millionen Euro aufgestockt. Mit der Rekordsumme von mehr als 75 Millionen Euro fördere Grün-Schwarz schwerpunktmäßig Innenentwicklung und Wohnraum - erstmals mit einem Extra-Förderzuschlag, wenn fürs Bauen Holz verwendet wird. 

In den Kommunen werden jeweils Wohnprojekte unterstützt. Aufgrund hoher Mieten und steigender Immobilienpreise fließt die Förderung vor allem in den Bau günstiger und moderner Wohnungen. Beim Bau wird auf Nachhaltigkeit durch die Verwendung von regenerierbaren Ressourcen wie Holz geachtet. Landesweit werden in diesem Jahr über 1'000 Projekte unterstützt mit einem Fördervolumen von 75 Millionen Euro unterstützt. Dies ist eine Steigerung um 8 Millionen im Vergleich zum Vorjahr.

In diesem Jahr gibt es drei Millionen Euro für die Grundversorgung - etwa Dorfläden, Dorfgaststätten oder lokale Handwerksbetriebe. Auch für Unternehmensentwicklung und Arbeiten im ländlichen Raum ist eine Vielzahl von Projekten bewilligt worden. MdL Hentschel: "Wir wollen, dass unsere Ortskerne lebendig und lebenswert bleiben. Dazu gehören wohnortnahe Versorgung und wohnortnahes Arbeiten." Das ELR ist in Baden-Württemberg das wichtigste Strukturentwicklungsprogramm für den Ländlichen Raum. Gefördert werden sehr vielfältige Projekte von Privatpersonen, Unternehmern und Gemeinden in den vier Förderschwerpunkten Wohnen, Arbeiten, Grundversorgung und Gemeinschaftseinrichtungen.

Wohnen und Holzbau

Die aktuelle Neuausrichtung des ELR zielt auf die Innenentwicklung der Kommunen im Ländlichen Raum und die Schaffung von zusätzlichem Wohnraum. "Da auch auf dem Land zeitgemäße Wohnungen und Häuser zunehmend Mangelware sind, war es mir im Zuge dieser Programmentscheidung sehr wichtig, dass mindestens die Hälfte der Fördermittel in den Förderschwerpunkt Wohnen fließt", teilte der Minister mit.

"Ergänzend dazu darf die ökologische Seite des Bauens nicht zu kurz kommen. Mit dem Förderzuschlag bei der Verwendung von Holz möchten wir diesen vielseitigen, angenehmen und vor allem CO2-speichernden Baustoff unterstützen", sagte Peter Hauk. Dass nun 20 Prozent der geförderten Projekte diesen Holz-Zuschlag erhalten, zeige, dass dieses zukunftsweisende Baumaterial bei vielen Baden-Württembergern eine hohe Akzeptanz genieße.

Unterstützung der Grundversorgung mit drei Millionen Euro

Die Gemeinschaftsaufgabe Agrarstruktur- und Küstenschutz ermöglicht seit letztem Jahr die Förderung für Kleinstunternehmen der Grundversorgung sowie von Basisdienstleistungen mit Bundesmitteln. Diese Mittel werden im Programmjahr 2019 erneut genutzt, um neben Dorfläden und Dorfgasthäusern auch lokale Handwerksbetriebe im Förderschwerpunkt Grundversorgung zu unterstützen. "Für uns ist der Erhalt wohnortnaher Einkaufsmöglichkeiten und Dienstleistungen ein zentrales Anliegen", betonte Minister Hauk.

Lebendige Schwerpunktgemeinden

Gemeinden, die unter Beteiligung ihrer Bürgerinnen und Bürger einen besonderen Entwicklungsbedarf nachweisen und zudem ein klares Zukunftskonzept vorlegen, können darüber hinaus für bis zu fünf Jahre als Schwerpunktgemeinde in das ELR aufgenommen werden. "Es freut mich zu sehen, welch positive Dynamik sich in den inzwischen 44 Schwerpunktgemeinden entfaltet", betonte der Minister.

"Insgesamt können wir dieses Jahr 1.251 Projekte in 787 Orten fördern. Mit der zur Verfügung stehenden Fördersumme von rund 75,1 Millionen Euro wird so über das Land ein Investitionsvolumen von 620 Millionen Euro initiiert", sagte Minister Hauk. Damit liegt das Investitionsvolumen im Vergleich zum Vorjahr um knapp 90 Millionen Euro höher.

"Mit der aktuellen Ausrichtung des ELR liegen wir richtig. Die hohe Zahl an Projektanträgen zeigt klar, welche Bedeutung das ELR im Ländlichen Raum hat. Die starke Resonanz in den Bereichen Wohnen und Holzbau verdeutlicht, wie sehr unsere inhaltliche Ausrichtung den aktuellen Bedarfen entspricht", so der Minister.

(Quelle: MLR.bw/HIN)