Möbelhaus für die Region

Erstellt: Freitag, 21. Dezember 2018

Rastatt (proh). Das ist ein Glanzlicht der interkommunalen Zusammenarbeit in der Region", erklärte Verbandsdirektor Gerd Hager anlässlich der Neueröffnung des Möbelhauses Ehrmann in Rastatt am 27. Dezember. "Durch den Schulterschluss von fünf Städten in ihrer Funktion als Mittelzentren können wir heute eine Bereicherung für die Einzelhandelslandschaft im südlichen Verbandsgebiet begrüßen", konstatiert Hager. Vorausgegangen war ein im Jahr 2013 gestarteter Entwicklungsprozess, in den der Regionalverband die jetzige Fläche am Woogsee eingebracht hat.

Der Möbelhausneubau in Rastatt ist derzeit mit einer Verkaufsfläche von rund 18.000 Quadratmetern der drittgrößte Einzelhandelsbetrieb in der Region. Noch größere Geschäfte gibt es im Oberzentrum Karlsruhe. Innenstadttypische Sortimente wie Heimtextilien und Deko-Artikel sind auf maximal 800 Quadratmetern zu finden.

Damit hält das Unternehmen die Vorgaben der Regionalplanung zum Schutz der umliegenden Innenstädte ein. "Wir freuen uns, dass dieses mittelständische Unternehmen den Sprung über den Rhein in unsere Region gewagt hat und hoffen auf eine ähnliche Verwurzelung wie bei unseren Nachbarn in Rheinland- Pfalz", wünscht Hager dem Unternehmen. Neben dem Möbelhaus in Rastatt betreibt der Anbieter seit einem Jahr ein Küchenstudio in Bruchsal.

Am Donnerstag, 27. Dezember ab 10 Uhr, wird dann die offizielle Eröffnung für das Möbelhaus Ehrmann in der Rauentaler Straße zelebriert. "Wir sind damit ein gutes Stück stärker aufgestellt als andere Mittelzentren", freut sich Oberbürgermeister Hans Jürgen Pütsch und hebt besonders die damit verbundene Aufwertung des Standortes Rastatt hervor. - und hält die Ansiedlung für einen wahren Glücksgriff, einen "Sechser im Lotto".

"Mit der Eröffnung dieses Einrichtungshauses in Rastatt endet in unserer Region das Ansiedlungskarussell in diesem Marktsegment. Unter dem Strich gibt es nur Gewinner", resümiert Hager. Ursprünglich war auf der Fläche zwischen dem nun eröffneten Möbelhaus und der Autobahn die Ansiedlung einer IKEA-Filiale mit zwei Fachmärkten vorgesehen gewesen.

Dieses Vorhaben hätte aufgrund seiner Sortimentsstruktur und seiner Verkaufsflächengröße zentrale Lagen in Rastatt und den umliegenden Zentren beeinträchtigt. Zwischenzeitlich wurde der Grundstein für ein IKEA-Einrichtungskaufhaus in Karlsruhe am Weinweg gelegt, das im Jahr 2020 eröffnen soll. Durch die Lage im Oberzentrum werden viele Verkehrsbewegungen vermieden und CO2-Emissionen vermindert.

Voraussetzung für die Niederlassung des Möbelhauses in Rastatt war ein im Frühjahr 2015 unterzeichneter Vertrag. Dieser greift eine vergleichbare Regelung in Baden-Baden auf. Nun werden erneut die benachbarten Mittelbereiche Baden-Baden, Bühl, Gaggenau mit Gernsbach und Rastatt planerisch als gemeinsames Marktgebiet für Möbel und Einrichtungsgegenstände betrachtet.

Dies war möglich, da die einzelnen Versorgungsräume für das Sortiment Möbel und Einrichtungen vergleichsweise klein sind und eng beieinander liegen. Zudem hat die Stadt Rastatt auf Grundlage des Vertrages die Bebauungspläne im Gewerbe- und Industriegebiet an die Ziele der Raumordnung angepasst. Damit sollen die Ansiedlungsmöglichkeiten weiterer zentrentypischer Sortimente wie Bekleidung und Schuhe in den Innenstädten gestärkt werden. Gleichzeitig werden Entwicklungsflächen für produzierende Industrie- und Gewerbeunternehmen gesichert.

"Wir expandieren und eröffnen 2018 unser neues 5-Sterne-Einrichtungshaus in Rastatt", so ein Sprecher des Möbelhauses. Hierbei werden Arbeitsplätze geschaffen, derzeit in folgenden Positionen: 

Gestalter für visuelles Marketing (m/w/d)
Mitarbeiter für unser Kinderland in Teilzeit (m/w/d) 
Möbelfachberater für unser Trendhaus (m/w/d) 
Tischler/Schreiner (m/w/d)
Fachkraft für Lagerlogistik (m/w/d) 

(Quelle: RPK/HIN)