Seit einem Jahr 'bwegt'

Erstellt: Donnerstag, 18. Oktober 2018

(Hero). Der Startschuss für "bwegt" fiel vor genau einem Jahr: Am 19. Oktober 2017 löste die Mobilitätsmarke für den Nahverkehr den bisherigen "3-Löwen-Takt" ab. Zum ersten Geburtstag von bwegt zeigt sich Verkehrsminister Winfried Hermann sehr zufrieden mit der seither positiven Entwicklung: "Durch die Einführung neuer Fahrzeuge und eines neuen Fahrplankonzepts auf der Murrbahn im Dezember 2017 konnten wir die Fahrgastzahlen um ein Drittel im Vergleich zum Vorjahr steigern. Für das erste Jahr mit bwegt ist das eine großartige Verbesserung."

Zum Start von bwegt im vergangenen Jahr verkündete Hermann ambitionierte Ziele. So sollen im "Zielkonzept 2025 für den Schienenpersonennahverkehr" die Fahrgastzahlen bis 2030 stark gesteigert werden. Aktuelle Zahlen für die Murrbahn, auf der im Dezember 2017 das erste Mal das Konzept zum Einsatz kam, belegen nun die positive Tendenz. Im Vergleich zum ersten Halbjahr 2017 ergibt sich bei den "Einsteigern" ein Plus von 34 Prozent. Die durchschnittliche Besetzung der Züge hat dagegen um 13 Prozent abgenommen.

Gründe hierfür sieht der Minister neben der besseren Taktung des Fahrplans auch in den neuen Zügen, die deutlich mehr Komfort mit Klimaanlagen, WLAN und Steckdosen bieten sowie Barrierefreiheit im Zug ermöglichen. "Das ist damit zu erklären, dass wir das Zugangebot ausgeweitet haben. Die Fahrgäste verteilen sich also auf mehr Züge. Das bedeutet mehr Platz und Komfort für die Reisenden und noch reichlich Platz für neue Fahrgäste", erläuterte Hermann. 

Der Erfolg im ersten Jahr folgte auf mehrere richtungsweisende Meilensteine der Kampagne, die hinter der neun Mobilitätsmarke für den SPNV steht. Erstmals präsentierte Minister Hermann der Öffentlichkeit das neue Konzept im Oktober 2017.Feierlich enthüllte er am Stuttgarter Hauptbahnhof das neue Logo der Züge im einheitlichen schwarz-gelbem Landesdesign und setzte mit bwegt den Startschuss für eine nachhaltige Mobilität in Baden-Württemberg.

Mit dem Fahrplanwechsel zum 10. Dezember 2017 ging das neue Konzept von bwegt dann erstmals auf die Schienen. Für Winfried Hermann das "persönliche Highlight im ersten Jahr bwegt".

Die Verkehrsminister der Länder dringen darauf, den Schienenverkehr rasch weiter zu elektrifizieren. Die Verkehrsministerkonferenz (VMK) in Hamburg stimmte am Donnerstag einem Antrag aus Baden-Württemberg zu, mit dem der Bund aufgefordert wird, „zeitnah das angekündigte Sonderprogramm zur Elektrifizierung einzuführen und dies mit ausreichenden finanziellen Haushaltsmitteln zu hinterlegen. Gleichzeitig unterstreichen die Länder den Wunsch, bei der Ausgestaltung des Förderprogramms und seiner Konditionen mitzuwirken.“

Landesverkehrsminister Winfried Hermann sagte: „Der umwelt- und klimaverträgliche Bahnverkehr muss dringend ausgebaut werden. Sonst kann die notwendige Verlagerung des Verkehrs von der Straße auf die Schiene nicht gelingen. Ich freue mich, dass der Bund nun auf der Verkehrsministerkonferenz zugesagt hat, rasch ein Finanzierungskonzept vorzulegen und die Länder zu Gesprächen über die weiteren Schritte einzuladen.“

Die VMK befürwortet in ihrem Beschluss die Ambitionen des Bundes, den Anteil elektrifizierter Schienenstrecken von derzeit ca. 60 Prozent auf 70 Prozent steigern und damit ein Ziel der Koalitionsvereinbarung erfüllen zu wollen. Gleichzeitig wird betont, wie wichtig die Umsetzung dieses Ziels für eine zukunftsorientierte Mobilität ist.

Die VMK weist zudem darauf hin, dass für die Finanzierung des Erhalts sowie des Ausbaus der Bundesschienenwege der Bund als Eigentümer verantwortlich ist. Dies bezieht auch notwendige Elektrifizierungsmaßnahmen mit ein. Das Land Baden-Württemberg ist mit seinem ⇒ Elektrifizierungskonzept und der darin enthaltenen Priorisierung für das Schienennetz gut auf das Sonderprogramm des Bundes vorbereitet.

Ab dem Fahrplanwechsel am 9. Dezember 2018 ist dann auch der neue "bwtarif" erhältlich. Mit nur einem Ticket können Fahrgäste dann nicht nur günstiger als heute über die Grenzen der Verbünde fahren, sondern die gesamte Fahrt mit Bussen und Bahnen ist bereits inbegriffen. Ein Plus an Komfort und für den Geldbeutel.

(Quelle: VM.bw/HIN)