Ressourceneffizienz

Erstellt: Dienstag, 16. Oktober 2018

Karlsruhe (proh). In Karlsruhe treffen sich rund 800 Fachleute aus Wirtschaft, Wissenschaft und Politik, um über Entwicklungen, Ideen und Problemlösungen im Bereich Ressourceneffizienz und Kreislaufwirtschaft zu diskutieren. Es gelte, wirtschaftliche Wertschöpfung und Naturverbrauch zu entkoppeln, erklärte Ministerpräsident Winfried Kretschmann. Am ersten Kongresstag zeichnet Ministerialdirektor Helmfried Meinel die drei Preisträger des diesjährigen KEFF-Gipfelstürmer-Awards aus.

Der Ressourceneffizienz- und Kreislaufwirtschaftskongress wird auch in diesem Jahr von der Landesagentur Umwelttechnik BWveranstaltet. Unterstützt und gefördert wird er durch Staatsministerium, Umweltministerium, Wirtschaftsministerium und Wissenschaftsministerium des Landes Baden-Württemberg sowie durch zahlreiche Verbände, Organisationen und Forschungseinrichtungen. Der Kongress bietet wie gewohnt eine Mischung aus Fachvorträgen, Diskussionsrunden und vertiefenden Arbeitsforen.

In Karlsruhe treffen sich am Mittwoch und am Donnerstag (17. und 18.10.) rund 800 Fachleute aus Wirtschaft, Wissenschaft und Politik, um über Entwicklungen, Ideen und Problemlösungen in den Bereichen Ressourceneffizienz und Kreislaufwirtschaft zu diskutieren.

"Der schonende Umgang mit Rohstoffen, ihre Rückgewinnung und Wiederverwendung, sind zentrale Zukunftsthemen. Von unserem Erfolg auf diesen Gebieten hängen wirtschaftliche Entwicklung und gesellschaftlicher Wohlstand ab", sagte Umweltminister Franz Untersteller im Vorfeld der Veranstaltung. Der Kongress in Karlsruhe ist bereits der siebte Ressourceneffizienz- und Kreislaufwirtschaftskongress des Landes Baden-Württemberg. Er gehört bundes- und europaweit zu den größten und bedeutendsten Kongressen zu diesem Thema.

"Wollen wir intelligent wachsen, gilt es, wirtschaftliche Wertschöpfung und Naturverbrauch zu entkoppeln. Dazu brauchen wir die Kreativität, den Mut und die Innovationsfreude unserer Unternehmen und unserer Wissenschaft", sagte Ministerpräsident Winfried Kretschmann: "Wir als Landesregierung versuchen, dafür die geeigneten Rahmenbedingungen zu schaffen.

Baden-Württemberg ist in herausragender Weise geeignet, um auf dem Gebiet der Ressourceneffizienz erfolgreich zu sein und für andere als Vorbild zu dienen." Das Land, so Kretschmann, sei eine der innovationsstärksten Regionen Europas und habe die besten Voraussetzungen, umweltfreundliche und ressourcenschonende Technologien zu entwickeln und marktreif zu machen.

"Das Querschnittsthema Ressourceneffizienz erfordert ein hohes Maß an Vernetzung", ergänzte Wissenschaftsministerin Theresia Bauer. "Unsere Hochschulen und Forschungseinrichtungen kooperieren daher eng mit den Unternehmen der Branche. Ziel muss es sein, neue Entdeckungen oder Innovationen schnell in die Anwendung zu bekommen, denn den Ressourceneinsatz vom Wachstum abzukoppeln ist eine der dringlichsten Aufgaben unserer Zeit."

Innovative Technologien für mehr Ressourceneffizienz ist eines der Schwerpunktthemen, mit dem sich der Ressourceneffizienz- und Kreislaufwirtschaftskongress in Karlsruhe befasst. Ein anderes ist die Digitalisierung.

Wirtschaftsministerin Nicole Hoffmeister-Kraut wies dabei auf das große Effizienzpotenzial hin, das sich Unternehmen mit Hilfe der Digitalisierung ihrer Produktionsprozesse und -technologien biete: "Die Digitalisierung beeinflusst die gesamte Wertschöpfungskette. So ermöglicht eine durchgehend digitalisierte Entwicklungskette beispielsweise, bereits in der Produktentwicklung materialsparende und energieeffiziente Lösungen zu planen. Die Digitalisierung erleichtert andererseits auch die Verbreitung ressourceneffizienter Nutzungskonzepte – wie die sogenannte Share Economy."    

Auch für Umweltminister Franz Untersteller muss die gesamte Wertschöpfungskette einbezogen werden, um Ressourcen nachhaltig zu schonen und Material und Energie effizient zu nutzen. Untersteller appellierte an die Verantwortung der Unternehmen: "Produktverantwortung reicht von der Ressourcengewinnung über Produktion und Nutzung bis zur Verwertung", sagte Untersteller.

"Konkret geht es beispielsweise darum, alternative Rohstoffe zu testen und Produkte so zu designen, dass die Rohstoffe leicht zurückgewonnen werden können. Unternehmen, die sich um hohe ökologische und auch soziale Standards bei der Herstellung ihrer Produkte bemühen, haben ein zusätzliches Verkaufsargument und mittelfristig einen Wettbewerbsvorteil."

Als Redner sind aus der Politik am ersten Tag (17.10.) unter anderem Ministerpräsident Winfried Kretschmann, Ministerialdirektor Helmfried Meinel aus dem Landesumweltministerium und die Staatssekretärin im Bundesumweltministerium, Rita Schwarzelühr-Sutter, dabei. Die baden-württembergische Wirtschaftsministerin Nicole Hoffmeister-Kraut ist am zweiten Tag als Rednerin vorgesehen.

(Quelle: UM.bw/HIN)