Prototypen für urbanes Leben

Erstellt: Mittwoch, 10. Oktober 2018

RPK (joER). "Steigende Mieten, kaum freie Flächen, aber ein großer Bedarf vor allem an günstigem Wohnraum", analysierte Karlsruhes Oberbürgermeister Dr. Frank Mentrup die aktuelle Lage auf der EXPO REAL, "Wenn Städte und Ballungsräume auch in der Zukunft noch von allen bewohnt werden sollen, gibt es nur die Möglichkeit, in die Höhe zu wachsen." Mentrup, Aufsichtsratsvorsitzender der TechnologieRegion Karlsruhe GmbH (TRK), betonte weiter: "Wir brauchen in Deutschland eine Debatte, wie moderner Wohnungsbau in der Höhe aussehen kann."

"In Asien herrscht noch immer eine Zeit des Aufbruchs: die Menschen stellen Fragen an die Zukunft. Neue Modelle und Prototypen für ein zukünftiges Leben werden entwickelt", so Scheeren zu seiner Erfahrung aus zwei Jahrzehnten in Asien. OB Mentrup: "Ich erwarte Impulse von Architekten wie Ole Scheeren, die bereits bewiesen haben, dass moderne Architektur, trotz Entwicklung in die Höhe, den Menschen ins Zentrum rückt und so sogar neue urbane Räume entstehen können." 

"Ein Lebensraum muss unterschiedliche Aspekte bewältigen. Er muss sich auf der einer Seite mit dem Ort und dem Kontext auseinandersetzen und auf der anderen Seite auch grundlegen- dere Fragen stellen, nach der Qualität des Lebens, nach den Qualitäten mit denen wir leben wollen. In diesem Sinn liegt auch unser Anspruch darin, Prototypen zu entwickeln, die diese Ideen verfolgen und vorantreiben, die nicht nur ortspezifisch sind, sondern auch in unterschiedlichen Zusammenhängen und Ausformen realisiert werden können."

Scheeren, der unter anderem am heutigen Karlsruher Institut für Technologie (KIT) studierte, stellte auf der EXPO REAL auch weitere Fragen ins Zentrum seiner Key Note: "Wie sehen Modelle des Umdenkens aus? Wie können neue Denkweisen auch den deutschen und europäischen Raum inspirieren und formen, angesichts der Herausforderungen, denen wir hierzulande auf dem Gebiet der Schaffung urbanen Wohn- und Lebensraumes gegenüberstehen?"

Der 47-jährige erläuterte seine Ideen anhand von aktuellen Bauprojekten in Singapur, Bangkok, Ho Chi Minh City, Peking, Vancouver und Frankfurt. Er zeigte auf, wie Lebensräume in Zukunft gestaltet werden können, wie Architektur den Stadtraum belebt und wie von ihm verwirklichte Gebäude für die Menschen, die darin wohnen und sie nutzen, eine Bereicherung darstellen.

Neben dem Oberbürgermeister der Stadt Karlsruhe und Vorsitzenden des Aufsichtsrats der TechnologieRegion Karlsruhe, Dr. Frank Mentrup, waren auch der IHK-Präsident Wolfgang Grenke sowie Staatssekretärin im baden-württembergischen Wirtschaftsministerium Katrin Schütz am Stand, um über die Investitionen der Zukunft und die Immobilien von morgen zu sprechen und sich auszutauschen.

"Die Expo Real ist ein hervorragender Anlass, um dort zu zeigen, welche wirtschaftliche Leistungskraft in Baden-Württemberg steckt und welche Entwicklungsmöglichkeiten und Perspektiven sich den hier ansässigen Unternehmen bieten. Und dass es sich lohnt, in Baden-Württemberg zu investieren", so Schütz.

EXPO REAL für Standortvermarktung Pflichttermin

Die Ausstellergemeinschaft informierte vom 8. bis 10. Oktober auf der EXPO REAL, der 21. Internationalen Fachmesse für Immobilien und Investitionen in München auf dem Stand der TechnologieRegion Karlsruhe über die Möglichkeiten, Innovationen und Produkte für Quartiere der Zukunft sowie über die Investitionsmöglichkeiten in der Region und erstmals auch am Wirtschaftsstandort Elsass.

"Die Immobilienwirtschaft boomt 2018 weiter – ideale Bedingungen für erfolgreiches Netzwerken und konkrete Geschäftsabschlüsse. Für uns als Standortvermarkter ist die EXPO REAL als führende B2B-Messe in Europa ein Pflichttermin, den wir seit Jahren erfolgreich mit unseren Partnern nutzen", erläutert Jochen Ehlgötz, Geschäftsführer der TechnologieRegion Karlsruhe GmbH. "Mit den vier neuen Partnern evohaus GmbH, der Vollack Gruppe, der IHK Karlsruhe sowie dem Wirtschaftsstandort Elsass konnten wir dem internationalen Publikum der Messe nun noch besser die Potenziale und Möglichkeiten der Region aufzeigen.

Unsere Schwerpunktthemen in der TRK Mobilität, Energie und Digitalisierung spielen alle eine wichtige Rolle in der zukünftigen Entwicklung von Immobilien und Zukunftsquartieren." Zukunftsquartiere machen es nötig, dass man in allen Phasen verschiedenste Kompetenzen bündelt - von der integrierten Planung bis zum nachhaltigen und kostengünstigen Betrieb. "Dass in der TechnologieRegion Lösungskompetenz für Zukunftsquartiere vorhanden ist, hat zum Beispiel unser Gesellschafter evohaus mit dem Quartier Franklin in Mannheim bewiesen", erläutert Ehlgötz.

Der Wirtschaftsstandort Rastatt präsentiert sich derzeit in München auf der ExpoReal, Europas größter Fachmesse für Immobilien und Investitionen. Noch bis Mittwoch, 10. Oktober, nutzen Rastatts Wirtschaftsförderer Jonathan Berggötz und Patrick Greis die Fachmesse für einen intensiven Austausch mit Ausstellern, langjährigen Partnern und potenziellen Investoren. Am gemeinsamen Messestand der Technologieregion Karlsruhe (TRK) sind neben Rastatt die Städte Karlsruhe, Baden-Baden, die Wirtschaftsregion Elsass, die Industrie- und Handelskammer und viele Unternehmen der Region vertreten.

Der Messestand bietet nicht nur eine kommunikative Plattform für Fachgespräche und Networking, sondern auch für Diskussionsrunden und Vorträge. So referierte am Montag, 8. Oktober, Stararchitekt Ole Scheeren am TRK-Messestand über die Zukunft urbaner Lebensräume. "Was wir hier bereits am ersten der drei Messetage an Inspirationen und Kontakten für den Wirtschaftsstandort Rastatt mitnehmen, begeistert mich sehr", betonte Wirtschaftsförderer Jonathan Berggötz. "Die Entwicklung in Rastatt wird ausgesprochen positiv wahrgenommen. Und unser gemeinsames Wirken in der Technologieregion ist ganz klar ein Erfolgsmodell."

Karlsruhe nimmt an "Urban Audit" teil

Rund 1'000 zufällig ausgewählte Karlsruher Bürgerinnen und Bürger ab 15 Jahren werden ab Montag, 15. Oktober, im Auftrag der Stadt Karlsruhe durch das Taunussteiner Marktforschungsunternehmen IFAK telefonisch befragt. Ziel der europaweiten Studie ist es, die Lebensqualität in den teilnehmenden Städten zu ermitteln und im deutschen und europäischen Vergleich darzustellen.

Neben München, Hamburg und Leipzig - die von der EU vorgegeben sind - beteiligen sich 22 weitere deutsche Kommunen auf freiwilliger Basis. Karlsruhe befindet sich dabei in der Gesellschaft von Darmstadt, Dresden, Düsseldorf, Frankfurt, Münster und Nürnberg. Innerhalb von Baden-Württemberg sind neben Karlsruhe auch Mannheim, Freiburg, Konstanz und Stuttgart vertreten.  

Die anstehende zweite Teilnahme der Stadt Karlsruhe nach 2015 wird nun erstmals auch Zeitvergleiche ermöglichen. Die Städte gewinnen so Informationen darüber, in welchen Bereichen die Bürgerinnen und Bürger mit ihrer Stadt zufrieden sind und wo es Defizite gibt. Unter anderem wird nach der Zufriedenheit mit öffentlichen Einrichtungen, mit der Luftqualität und der Sauberkeit in der Stadt gefragt. Doch auch die persönliche Zufriedenheit mit der beruflichen und finanziellen Situation sind von Interesse und sollen einen europaweiten Vergleich ermöglichen.

Die Teilnahme an der telefonischen Umfrage dauert etwa acht Minuten und ist freiwillig. Die Antworten werden unter strenger Einhaltung aller Datenschutzbestimmungen ausgewertet. Dabei wird die Anonymität der Befragten strikt gewahrt.  Rückfragen zu Urban Audit 2018 sind telefonisch unter 0721/133-1222 oder per eMail an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! möglich.

Energieeffizientes Bauen und Entsorgen

Der nächste "Energietisch" der Wirtschaftsregion Mittelbaden in Zusammenarbeit mit der Kompetenzstelle Energieeffizienz Mittlerer Oberrhein (KEFF) wird am Dienstag, 30. Oktober 2018 um 15 Uhr bei Weisenburger Bau und Hoffmann Entsorgung in Rastatt stattfinden. Der Klimawandel ist Realität, auch in Mittelbaden. Nicht nur Hitzerekorde haben seit Jahren Hochkonjunktur, sondern auch der Boom in der Baubranche.

Scheinbar überall stehen Baukräne in der Landschaft, klaffen Baugruppen in die Tiefe, werden Tunnel durch die Erde getrieben, oder es erheben sich Berge von Abbruchmaterial in den Himmel. Betrachtet man den enormen Ressourcenverbrauch des Bauwesens und die gleichzeitige Verknappung der Rohstoffe, so ist es wichtiger denn je, dass die Betrachtung des gesamten Lebenszyklus eines Gebäudes zum Standard wird.

Sowohl der Neubau als auch die Sanierung von Gebäuden bieten zahlreiche Ansatzpunkte Material- und Energieverbrauch zu senken und Kosten vor allem während der Nutzungsphase einzusparen. Warum die Schonung der natürlichen Ressourcen wichtig ist und wie Ressourceneffizienz den Unternehmen und der Umwelt nutzen kann, darüber referiert zum Auftakt der Veranstaltung Professor Mario Schmidt, der Direktor des Instituts für Industrial Ecology an der Hochschule Pforzheim. 

Anmeldung zum "Energietisch" unter Telefon 07222 381-3106 oder per eMail an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!.

(Quelle: RPK/sTvWRA/HIN)