Daimler-Erweiterung

Erstellt: Freitag, 07. September 2018

Rastatt (proh). Das Ende der "politischen Sommerpause" läutet die SPD-Fraktion im Rastatter Gemeinderat mit einem Bürgergespräch zur Daimler-Erweiterung ein. Da – so SPD-Fraktionsvorsitzender Joachim Fischer - der Diskussionsbedarf in der Bevölkerung mit Händen zu greifen sei, wird die SPD-Fraktion mit dem SPD-Ortsverein am Mittwoch, 12. September, Beginn: 19.30 Uhr, im Clubhaus des FV Ottersdorf eine öffentliche Veranstaltung zur Erörterung der Ergebnisse der Machbarkeitsstudie durchführen.  Dazu sind alle Interessierten eingeladen.

Nach einer Begrüßung durch die Ottersdorfer SPD-Stadträtin Nicole Maier-Rechenbach wird der langjährige frühere Landtagsabgeordnete und Stadtrat Gunter Kaufmann (SPD) das Impulsreferat halten. Kaufmann hatte für die Naturschutzverbände bei der Machbarkeitsstudie mitgearbeitet. Zudem wird von der Daimler AG Herr Thomas Geier, Werkleiter Standort Rastatt, teilnehmen und für Fragen zur Verfügung stehen.

SPD-Fraktionschef Joachim Fischer: "Wir wollen über alle Aspekte diskutieren. Uns interessiert auch, wie die Bürgerinnen und Bürger zu der auch von uns unterstützen Idee stehen, einen Teil des früheren Kasernengeländes Merceau am südlichen Stadtausgang zu nutzen – beispielsweise als Parkfläche mit Parkhäusern und einem elektrobetriebenen oder schienengebundenen Pendlerverkehr direkt in das Werk."

Das, so die SPD-Fraktion, würde den "ökologischen Fußabdruck" der Werkserweiterung deutlich verringern und Raum schaffen, zusätzlich zur bereits geplanten Verdichtung  weitere auf dem Werksgelände bisher für das Mitarbeiterparken genutzte Flächen für produktive Zwecke zu nutzen.  

SPD-Stadträtin Nicole Maier-Rechenbach (Ottersdorf): "Wir freuen uns auf das Gespräch insbesondere mit den Menschen aus dem Ried, denn wir tragen hier die Hauptlast des Pendlerverkehrs. Wenn das Parken auf Merceau dazu beiträgt, den Verkehr aus den Riedorten heraus zu verlagern und die Verkehrsbelastung zu verringern, wäre das eine Wohltat für die Menschen in Wintersdorf und Ottersdorf."

Um der interessierten Öffentlichkeit kompakt rund um die Machbarkeitsstudie zur geplanten Erweiterung des Mercedes-Benz Werkes Rastatt und die Erweiterungspläne zur Verfügung zu stellen, hat die Stadt Rastatt eine Internetseite freigeschaltet:

Unter standortzukunft.rastatt.de finden Bürgerinnen und Bürger unter anderem die Entwurfsfassung der Studie, Antworten auf häufig gestellte Fragen (FAQs) und auch ein Kontaktformular, über das Fragen direkt an die Verwaltung gestellt und Anregungen gegeben werden können. Nach der Sommerpause wird es weitergehen mit Beratungen und Entscheidungen zum Thema.

KIRCHE, WIRTSCHAFT UND UMWELT IM GESPRÄCH

Der Verkehr forciert den Klimawandel besonders stark. Die Agenda 2030 der Vereinten Nationen und der Weltklimavertrag von Paris lassen sich nur umsetzen, wenn Mobilität klimaneutral gestaltet wird. Wie kann eine solche Mobilität aussehen? Und wer zahlt welchen Preis? Wie lassen sich die Klimaschutzziele erreichen und sozialverträglich umsetzen?  

Be einem öffentlichen Fachtag im Rahmen der Bundestagung des Kirchlichen Dienstes in der Arbeitswelt (KDA) stellt das Fraunhofer IAO Szenarien aus der Studie Mobiles Baden-Württemberg vor – einschließlich einschneidender Auswirkungen auf Umsätze und Beschäftigungszahlen. Danach stehen Zukunftsperspektiven aus Sicht der Automobilwirtschaft und der Kommunen im Fokus, bevor am Nachmittag die Gestaltung der Veränderungsprozesse diskutiert wird.

Das Podium am Mittwoch, 19. September 2018, um 16 Uhr  im Tagungshaus St. Bernhard in Rastatt beteiligen sich Jochen Cornelius-Bundschuh, Landesbischof der Evangelischen Landeskirche in Baden, Brigitte Dahlbender, Landesvorsitzende Bund für Umwelt und Naturschutz (BUND), Thomas Geier, Werkleiter Mercedes-Benz-Werk Rastatt und Roman Zitzelsberger, Bezirksleiter, IG Metall Baden-Württemberg.

siehe auch ⇒ Mercedes-Benz-Erweiterung