Indo-German Start-up

Erstellt: Freitag, 20. Juli 2018

Karlsruhe (proh). Welches Zusammenspiel von Akteuren, Infrastrukturen und Unterstützungsangeboten braucht es, damit ein gründungsfreundliches Klima oder gar ein ganzes Start-up Ökosystem entsteht? Diese Fragen standen im Fokus des von der Wirtschaftsförderung Karlsruhe gemeinsam mit dem Land Baden-Württemberg initiierten "Strategic Indo-German Start-up Round Table", der vergangene Woche in Karlsruhe stattfand. "Karlsruhe engagiert sich sich dabei sehr stark", so Sugandh Rajaram, der indische Generalkonsul aus München - und Gurjit Singh, der ehemalige indische Botschafter in Berlin ergänzte: "Das ist beeindruckend."

Indien ist in und um Karlsruhe längst präsent. Ob Kooperationen mit Handelskammern, Delegationsbesuche zur Markterkundung, Kontaktbüro in Pune, Vereinbarungen mit indischen Partnern in Sachen SmarterCity, Start-ups, Digitalisierung, "Make in India Mittelstand"-Kongress oder die "India Summer Days" in Karlsruhe: Seit Jahren besteht ein intensiver deutsch-indischer Austausch zwischen Baden-Württemberg und dem indischen Bundesstaat Maharashtra.

Deutsche und indische Vertreter aus Wissenschaft, Wirtschaft, Verwaltung und Politik, kamen zusammen, um sich intensiv rund um das Thema Start-up-Ökosysteme auszutauschen. Neben Rahmenbedingungen und Erfolgsfaktoren im Bereich Gründung und Gründungsförderung wurden auch verschiedene Best Practice-Beispiele aus Indien und Karlsruhe vorgestellt, sowie zahlreiche Anknüpfungspunkte für die weitere Zusammenarbeit identifiziert. Karlsruhe konnte sich hier erneut als hoch innovativer HighTech- und Gründerstandort präsentieren, an dem die Akteure rund um Gründungsförderung gut vernetzt sind.

Ob beim Auftakt der Veranstaltung in der Messe Karlsruhe oder bei der anschließenden Tour durch die Karlsruher Gründerzentren Perfekt Futur, Cyberlab, Pioniergarage oder Technologiefabrik, überall ging es um den Austausch rund um Start-up-Ökosysteme, um bestehende Netzwerke und Best Practice-Beispiele. Im Rahmen der Veranstaltung hatten zudem ausgewählte deutsche und indische Gründerkonzepte in einem Wettbewerb die Möglichkeit zur Präsentation. Ausgezeichnet für den besten Pitch wurde das Start-up Hypro aus dem indischen Pune, das für die Teilnahme am Start-up Gipfel BW im kommenden Jahr 1.750 Euro Reisekostenzuschuss erhält.

Seit Jahren besteht ein intensiver deutsch-indischer Austausch zwischen Baden-Württemberg und dem indischen Bundesstaat Maharashtra. Karlsruhe darf sich dabei durchaus als Wegbereiter dieser Entwicklung sehen, gibt es doch längst etliche Kooperationen und einen breitgefächerten Austausch über Wirtschaft und Wissenschaft hinaus. Ein guter Ansatz für die Wirtschaftsförderung Karlsruhe, die zur weiteren Intensivierung der Kooperationen gemeinsam mit dem Land Baden Württemberg den "Strategic Indo-German Start-up Round Table" organisierte.

"Karlsruhe hat sich längst einen Namen in Pune gemacht", betont Ralf Eichhorn von der Wirtschaftsförderung Karlsruhe: Ablesbar sei dies auch am steigenden Interesse an Karlsruhe. Michael Kaiser, Direktor der Wirtschaftsförderung, ergänzt: "Dabei bauen wir auf das langjährige Netzwerk zwischen Karlsruhe und Indien auf und setzen gemeinsam mit Baden-Württemberg auf die Themen Gründungsförderung und Internationalisierung".

Karlsruhe präsentiert Indien auf vielfältige Weise

Ganz gezielt fand die Veranstaltung parallel zu der hochkarätigen besetzten "6. Global Sustainable Finance Conference" statt, um den Austausch mit den internationalen Konferenzteilnehmern zu ermöglichen. Dadurch sollte eine nachhaltige Finanzwirtschaft gefördert werden. Parallel dazu hatte das von der Wirtschaftsförderung initiierte Zukunfts-Symposium Premiere - mit Fokus auf nachhaltige Lösungen aus der Region. Dabei präsentierte sich Karlsruhe als hoch innovativer HighTech-Standort, in der Wissenschaft und Wirtschaft gut vernetzt sind.

Für die indischen Gäste hatte die Wirtschaftsförderung Karlsruhe im Anschluss zudem ein weiteres Besuchsprogramm zusammen gestellt, zu dem auch ein Treffen mit Vertretern aus Unternehmen, Institutionen, Netzwerken und Verwaltung zählten. Zahlreiche Teilnehmer nutzten darüber hinaus die Gelegenheit für einen Besuch der India Summer Days in der Karlsruher Günther Klotz Anlage.

"Wir haben sogar das indische Wetter nach Karlsruhe gebracht", freute sich Indiens Generalkonsul Sugandh Rajaram bei der Eröffnung der "India Summer Days" im Juli 2018: "Es ist schön zu sehen, wie hier das große Interesse und die Passion für Indien gemeinsam in einem solch tollen Fest zum Ausdruck kommt." Ob "Patachira & Baul of Bengal", "Chau Dance", "Bhangra-Performance", Konzerte mit Sitar und Tabla, Bollywood-Zeitreise, Bharatanatyam- und Kathakali-Tänze: Indien wird durch dieses vielfältige Angebot in Karlsruhe zusehends präsenter.

"Wir haben viel geschaffen in den vergangenen Jahren", blickte Oberbürgermeister Dr. Frank Mentrup auf die Indien-Aktivitäten der Stadt zurück. Ausgehend von ersten Kontakten von Tourismus und Wirtschaftsförderung, habe sich "ein breites Netzwerk entwickelt - ob nach Pune, Mumbai oder Nagpur". Auch wenn Karlsruhe mit rund 310'000 Einwohnern für indische Verhältnisse eher eine Kleinstadt ist, haben l"wir ängst vielfältige und konkrete Verbindungen in vielen Bereichen - auch über das 'India Board Karlsruhe' ", so der Oberbürgermeister.

(Quelle: StVwKA/HIN)