Ein Land | Ein Ticket

Erstellt: Donnerstag, 12. Juli 2018

(Hero). BW-Tarif ergänzt bestehende Verbundtarife: Fahrgäste in Baden-Württemberg sparen künftig Zeit und Geld. Mit dem BW-Tarif können Nutzer ab 9. Dezember 2018 bei Fahrten, die über die Grenzen eines oder mehrerer Verkehrsverbünde hinausgehen, ihr jeweiliges Ziel mit nur noch einem Ticket erreichen. Grundlage für diese verbesserte Mobilität bildet der "Vertrag zur Anschlussmobilität", der am Donnerstag, 12. Juli, im Beisein von Verkehrsminister Winfried Hermann im Stuttgarter Rathaus unterzeichnet wurde.

Die Baden-Württemberg-Tarif GmbH wird von elf Partnern getragen. Neben den beiden Aufgabenträgern im SPNV - dem Land Baden-Württemberg und dem Verband Region Stuttgart (VRS) - gehören zum Gesellschafterkreis auch die neun Eisenbahnverkehrsunternehmen, die derzeit bzw. in naher Zukunft im Nahverkehr in Baden-Württemberg fahren:

Abellio Rail Baden-Württemberg GmbH

Albtal-Verkehrs-Gesellschaft mbH (AVG)

Bodensee-Oberschwaben-Bahn GmbH & Co. KG (BOB)

DB Regio AG

Go-Ahead Baden-Württemberg GmbH

Rhein-Neckar-Verkehr GmbH (rnv)

SBB GmbH

SWEG Südwestdeutsche Verkehrs-Aktiengesellschaft

Württembergische Eisenbahn-Gesellschaft mbH (WEG).

"Ich freue mich, dass wir heute gemeinsam mit der BW-Tarif-Gesellschaft und den 22 Verkehrsverbünden in Baden-Württemberg einen weiteren Meilenstein für die erfolgreiche Einführung des BW-Tarifs im Dezember erreichen: Statt zwei Tickets nur noch eines zum gleichen Preis. Mit diesem attraktiven ÖPNV-Angebot wollen wir das Um- und Einsteigen erleichtern. Ich danke allen Beteiligten für ihren engagierten Einsatz für dieses so wichtige Mobilitätsprojekt", erklärte Verkehrsminister Winfried Hermann anlässlich der Vertragsunterzeichnung.

Verantwortlich für den neuen Tarif ist die BW-Tarif GmbH, die vom Land Baden-Württemberg und dem Verband Region Stuttgart (VRS) sowie den Eisenbahnverkehrsunternehmen im baden-württembergischen SPNV getragen wird. Die 22 Verkehrsverbünde werden über den heute unterzeichneten Vertrag zur Anschlussmobilität eingebunden.

"Die BW-Tarifgesellschaft bereitet im Moment mit unseren Partnern intensiv den Start des BW-Tarifs im Dezember vor. Der heutige Vertragsschluss bringt uns einen großen Schritt näher an unser gemeinsames Ziel, verbundübergreifende Fahrten mit dem ÖPNV in Baden-Württemberg leichter und damit attraktiver zu machen. Davon profitieren alle Nutzer, besonders auch die im Gelegenheitsverkehr", bemerkte Thomas Balser, Geschäftsführer der BW-Tarif GmbH.

Durch den BW-Tarif werden die verschiedenen bestehenden Tarifangebote im baden-württembergischen ÖPNV noch besser miteinander verzahnt. "Wir freuen uns, dass unseren Fahrgästen mit dem BW-Tarif ab Dezember ein einfaches und kostengünstiges Angebot für Fahrten über mehrere Verbundgebiete hinweg zur Verfügung steht. Innerhalb ihrer Verbünde sind die Kunden dabei weiter mit ihren gewohnten Tarifangeboten unterwegs, die auch nach der Einführung des BW-Tarifs unverändert bestehen bleiben", ergänzte Thomas Hachenberger, Geschäftsführer des Verkehrs- und Tarifverbunds Stuttgart (VVS) stellvertretend für die 22 Verkehrsverbünde in Baden-Württemberg.

Die beliebten Angebote Baden-Württemberg-Ticket, MetropolTagesTicket (Region um Stuttgart) und Regio X-Ticket (Region um Karlsruhe) werden zum 9. Dezember 2018 in den BW-Tarif überführt. Für die Nutzer ändert sich dadurch aber nichts. Die entsprechenden Vertragsdokumente wurden ebenfalls am heutigen 12. Juli unterzeichnet.

In der ersten Stufe ab 9. Dezember 2018 wird der BW-Tarif bei Bahnfahrten automatisch auch das ÖPNV-Ticket am Zielort miteinschließen. Auf diese Weise können Bahn-Fahrgäste am Ankunftsort auch mit Einzel- bzw. Hin- und Rückfahrkarten ohne zusätzliches Verbundticket Busse, Straßen- und Stadtbahnen nutzen. Dies war bisher nur mit dem Baden-Württemberg-Ticket bzw. im Fernverkehr mit dem City-Ticket der DB möglich. Wer also ab dem Tarifstart im Dezember etwa mit der Regionalbahn von Karlsruhe nach Stuttgart fährt, kann ohne zusätzliches Ticket innerhalb Stuttgarts mit Bussen und Bahnen weiterfahren.

In der Zielstufe ab 2021 sollen Fahrgäste landesweit vom Start bis zum Ziel ihrer Fahrt durchgängige Fahrkarten (einschließlich Zeitkarten) über die Grenzen der Verkehrsverbünde hinweg lösen können. Dann gilt für alle Kunden: Ein Ziel, ein Ticket - von jeder ÖPNV-Haltestelle zu jeder anderen im Land. Das Land Baden-Württemberg, die BW-Tarif GmbH und die 22 Verkehrsverbünde haben heute auch eine Absichtserklärung für die Ausgestaltung und Finanzierung dieser Zielstufe unterzeichnet, die die Grundlage für die entsprechende Weiterentwicklung des BW-Tarifs bilden wird.

(Quelle: VM.bw/HIN)