STUTTGART 21 desaströs

Erstellt: Mittwoch, 29. November 2017

STUTTGART 21 (joER). Verkehrsminister Winfried Hermann hat die Kostensteigerung und weitere Verzögerung bei Stuttgart 21 als erschreckend bezeichnet. Das Land kann und wird sich an zusätzlichen Kosten für das Projekt nicht beteiligen. Die weitere Zeitverzögerung beim Projekt Stuttgart 21 ist nach den Worten von Baden-Württembergs Verkehrsministers Winfried Hermann für alle Projektpartner ein riesiges Problem. Die neuerliche Kostensteigerung ist erschreckend. Das Land Baden-Württemberg beteiligt sich am Bahnprojekt Stuttgart 21 mit 930 Millionen Euro und an der Neubaustrecke Stuttgart-Ulm mit 950 Millionen Euro. Das Land kann und wird sich an zusätzlichen Kosten für S 21 nicht beteiligen.

Dies betonte Verkehrsminister Winfried Hermann mit Blick auf Medienberichte, in denen von einer zusätzlichen Kostensteigerung in Höhe von einer Milliarde Euro sowie einer Verlängerung der Bauzeit bis Ende 2024 die Rede ist. Minister Hermann sagte: „Die neuen Daten zur voraussichtlichen Inbetriebnahme des Tiefbahnhofes und die neuerliche massive Erhöhung der Kosten sind erschreckend.

Sie bestätigen leider Befürchtungen der Vergangenheit, die lange Zeit nicht ernst genommen wurden. Es wird zugleich deutlich, wie wichtig es für das Land ist, dass es bereits 2011 erklärt hatte, sich an weiteren Kosten nicht zu beteiligen. Die dem Land bis heute bekannten Mehrkosten entstammen dem alleinigen Verantwortungsbereich der Deutschen Bahn (DB). In der Folge sind nun Bund und DB in der Pflicht, auch die weiteren Mehrkosten zu tragen.“

Die erneute Kostensteigerung bei Stuttgart 21 kommentiert Brigitte Dahlbender, BUND-Landesvorsitzende, wie folgt:

"Die aktuellen Kosten entsprechen dem, was der BUND schon im Jahr 2008 prognostiziert hatte. Dass die Bahn immer wieder den Artenschutz als Kostentreiber anführt, ist dreist. Die Erfahrungen bei S21 aus den vielen vergangenen Jahren zeigen, dass die Bahn in Naturschutzbelangen schlicht unfähig war, vor allem weil sie nicht rechtzeitig ihre artenschutzrelevanten Untersuchungen und Planungen hinbekam. Die jetzigen Kostensteigerungen liegen daran, dass das Projekt nicht fertiggeplant war und überdimensioniert ist. Alle Vorschläge zur Kosteneinsparung liegen auf dem Tisch. Nun muss die Bahn innehalten und mit den Projektpartnern überlegen, was zu tun ist.“

Hier noch ein Bericht aus dem Jahr 2013:

 (Quelle: NABU/HIN/youtube)