Ersatz für die Schiene

Erstellt: Mittwoch, 06. September 2017

Karlsruhe | Rastatt | Baden-Baden (joER). Die Deutsche Bahn AG hatte zusammen mit der Landkreisverwaltung am Mittwoch, 6. September, 18 Uhr, im Landratsamt Rastatt, Kreistagssaal, schwerpunktmäßig über den Schienenersatzverkehr sowie den betroffenen Schienen- und Busverkehr ausführlich informiert. Erfahrungsgemäß ist eine hohe Zahl an Schülern und Pendlern nach den Sommerferien in den Stadtbahnzügen und in den Schwarzwaldbahn-Zügen unterwegs. Im Fokus standen deshalb die konkreten ÖPNV-Angebote und Sonderfahrpläne nach dem 11. September 2017. 

Rechtzeitig zum Ende der baden-württembergischen Sommerferien (am 10. September 2017) haben die DB, die AVG und Südwestbus, ein Tochterunternehmen der DB Regio, das Zugangebot und den Schienenersatzverkehr (SEV) auf der Strecke Karlsruhe-Rastatt–Baden-Baden–Offenburg mit Blick auf die dann höheren Reisendenzahlen angepasst.

Sven Hantel, Konzernbeauftragter für das Land Baden-Württemberg: "Auch nach den Sommerferien stellen wir den Fahrgästen ein zuverlässiges Fahrplanangebot zur Verfügung. Leider müssen wir unseren Kunden aber noch bis zum 7. Oktober Unannehmlichkeiten zumuten - sie müssen früher starten, um rechtzeitig ihre Arbeitsstätten oder Schulen zu erreichen."  

"Die AVG befindet sich in enger Abstimmung mit der Deutschen Bahn, um unseren Fahrgästen angesichts der gegenwärtigen Situation das bestmögliche Fahrtangebot bieten zu können", sagt Ascan Egerer, technischer Geschäftsführer der AVG. Besonderes Augenmerk wurde auf die unterbrochenen Pendlerrelationen im Schienenpersonennahverkehr (SPNV) gelegt.

Erfahrungsgemäß ist eine hohe Zahl an Schülern und Pendlern in den Stadtbahnzügen und in den Schwarzwaldbahn-Zügen unterwegs. Für diese Verbindungen wurden die Buskapazitäten entsprechend angepasst. In Spitzenzeiten sind bis zu 23 Busse im Einsatz. Davon sind die meisten Gelenkbusse mit besonders großem Platzangebot. Eine Mitnahme von Fahrrädern in den Bussen ist jedoch nicht möglich.   

FAHRBAHNKONZEPT

• Karlsruhe◄►Rastatt  

⇒ Fernverkehr  

Zwischen Karlsruhe und Rastatt besteht ein stündliches Angebot mit Fernverkehrszügen. Zum Teil müssen Reisende aus/in Richtung Norden in Karlsruhe Hbf umsteigen.  Kunden mit Nahverkehrsfahrscheinen können die Fernverkehrszüge zwischen Karlsruhe und Rastatt ohne Aufpreis nutzen.  

⇒ Regional- und Stadtbahnverkehr

Die Züge der Schwarzwaldbahn verkehren ergänzend zum bisherigen Angebot ab Montag, 11. September 2017, zwischen 12.00 Uhr und 18.00 Uhr wieder im bekannten 30-Minuten-Takt (montags bis freitags).  Die Stadtbahnen fahren mit den bekannten Linien S 8/S 81 (Murgtalbahn) und S 7/S 71 (nur im Abschnitt Karlsruhe–Rastatt) das komplette Angebot mit zwei bis vier Zügen pro Stunde.  

• Rastatt◄►Baden-Baden

⇒ Schienenersatzverkehr mit Bussen (SEV)  

Die Busse verkehren ab Rastatt und Baden-Baden abgestimmt auf die Ankunfts- und Abfahrtszeiten der Züge zwischen den beiden Bahnhöfen. Hierbei werden auch die Anschlüsse aus verspäteten Zügen aufgenommen und die Kapazitäten flexibel an das Reisendenaufkommen angepasst.  Die Bedienung von Haueneberstein erfolgt ausschließlich durch die BBL-Buslinien 216 nach Baden-Baden und die Linie 243 nach Kuppenheim mit S-Bahn-Anschluss nach Rastatt.  

• Baden-Baden◄►Offenburg (→ Konstanz, → Freiburg/Basel)

⇒ Fernverkehr  

Zwischen Baden-Baden und Basel SBB verkehren IC-Züge im Einstundentakt. Kunden mit Nahverkehrsfahrscheinen können diese Züge ohne Aufpreis zwischen Baden-Baden und Offenburg benutzen.

⇒ Regional- und Stadtbahnverkehr  

Die Züge der Schwarzwaldbahn fahren ergänzend zum bisherigen Angebot ab Montag, 11. September 2017, zwischen 12.00 Uhr und 18.00 Uhr wieder im bekannten 30-Min-Takt (montags bis freitags).  

Die Stadtbahnen verkehren zwischen Baden-Baden und Achern nach regulärem Fahrplanangebot, jedoch nur in Einfachtraktion.

• Schulbusverbindungen in Rastatt ab dem 11. September unverändert  

Der Schienenersatzverkehr zwischen Rastatt und Baden-Baden benutzt den bisherigen Taxisteig direkt vor dem Bahnhofsgebäude und den Bussteig 1, der bisher von der Innenstadtlinie 239 und der Linie 241 in Fahrtrichtung August-Renner-Realschule bedient wurde. Die Innenstadtlinie 239 fährt jetzt am Bussteig 5 und die Linie 241 am Bussteig 4 ab. Bitte die neue Beschilderung beachten (siehe Plan). Die Haltestellenschilder und Abfahrtstafeln der Bussteige sind entsprechend angepasst.  

Die Beförderung der Schülerinnen und Schüler in die weiterführenden Schulen in Rastatt erfolgt wie bisher über die Bussteige 2, 3, 4 und 5. Zur Verdeutlichung der Abfahrtsorte wird die VERA in und an der Fußgängerunterführung Schilder aufhängen. Diese weisen darauf hin, dass die Stadt- und Regionalbusse zu den Schulen von den Bussteigen 2 bis 5 abfahren. Alle Stadtbuslinien und die Regionalbuslinien fahren nach dem gültigen Fahrplan. 

Schüler, die aus oder in Richtung Baden-Baden fahren, müssen einen längeren Anfahrtsweg und eine entsprechend frühere Anreise einplanen. Die Haltestellen am Bahnhofsvorplatz für die Stadtbusse und die Regionalbusse mussten nur in kleinem Umfang verlegt worden.

Schülerinnen und Schüler, die aus oder in Richtung Baden-Baden fahren, müssen einen längeren Anfahrtsweg und eine entsprechend frühere Anreise einplanen.  Generell sollten Schülerinnen, Schüler und Eltern beachten: Wegen des großen Bus- und Fahrgast-Aufkommens durch den Schienenersatzverkehr am Rastatter Bahnhof ist ein erhöhtes Augenmerk auf das Verkehrsgeschehen geboten – zur Sicherheit der Schülerinnen und Schüler. Zur Hilfestellung und Unterstützung bei Fragen stehen am Bahnhof zusätzliche Mitarbeiter der DB Regio, DB Fernverkehr, DB Station und Service, der AVG und der VERA zur Verfügung.

• Schulbusverbindungen in Baden-Baden ab dem 11. September

Zu Beginn des neuen Schuljahres kommt es zu Änderungen beim Ablauf des Busverkehrs am Bahnhof in Oos. Ziel der Maßnahmen ist, unter den aktuellen Umständen sowohl den regulären Buslinienverkehr als auch den Schienenersatzverkehr (SEV) mit Schuljahresbeginn möglichst reibungslos umzusetzen.    

Ab Montagfrüh, 11. September, gibt es daher Änderungen bei den Bussteigen 1a, 1b, 2 und 3: Der Bussteig 1a steht ausschließlich als Abfahrtsstelle des SEV nach Rastatt nach Rastatt zur Verfügung.    

Am Bussteig 1b halten die Linie 205 in Richtung Merkur, die Linien 218 und 243 in Richtung Stadtmitte, die Linie 244 in Richtung Gernsbach und die Linie 245 in Richtung Mummelsee.  

Der Bussteig 2 bleibt Abfahrtsstelle für die nach dem regulären Fahrplan dort abfahrenden Linien.  

Die Linien 201 und 216 Richtung Stadtmitte werden ersatzweise an den Bussteig 3 vor dem Kiosk verlegt.  

Die Beschilderung der Haltestellen wird durch Mitarbeiter der Baden-Baden-Linie angepasst. Zusätzlich Infoaushänge und Wegweisungen werden angebracht.  

Bei den Bussen der Linie 201 ergibt sich eine neue Streckenführung, die in einer Schleife über die Ooser Luisenstraße und Ooser Friedrichsstraße führt.  

Um für Frühpendler den Anschluss Richtung Karlsruhe sicherzustellen, wird ab Montag, 11. September, bis zur Beendigung des SEV ein zusätzlicher Frühkurs um 4.30 Uhr ab Lichtental in Kooperation mit der Deutschen Bahn eingesetzt.  

Dieser Frühkurs bedient alle Haltestellen der Linie 201 und fährt dann vom Bahnhof Baden-Baden direkt weiter als SEV zum Bahnhof Rastatt. Die zusätzliche Fahrt soll während der Sperrung der Rheintalbahn den Anschluss auf den Regionalzug um 5.21 Uhr ab Rastatt Richtung Karlsruhe ermöglichen.  

Auf der Linie 212 zwischen Baden-Baden und Rastatt setzt die Baden-Baden-Linie im morgendlichen Schülerverkehr vorsorglich einen zusätzlichen Verstärkerbus ein. Ansonsten fahren die Busse des Linienverkehrs unverändert nach dem regulären Fahrplan.  

Die von der Sperrung der Rheintalbahn betroffenen Fahrgäste, insbesondere die Schüler und Berufspendler, werden gebeten, die längere Gesamtfahrzeit zu berücksichtigen und eine entsprechend frühere Verbindung einzuplanen. Um die besondere Verkehrssituation organisatorisch abzuwickeln, befindet sich die Baden-Baden-Linie in enger Abstimmung mit der Deutschen Bahn.

• Generell sollte beachtet werden:

Wegen des großen Bus- und Fahrgast-Aufkommens durch den Schienenersatzverkehr am Rastatter Bahnhof ist ein erhöhtes Augenmerk auf das Verkehrsgeschehen geboten – zur Sicherheit der Schülerinnen und Schüler. Sowohl am Bahnhof Baden-Baden als auch am Bahnhof Rastatt stehen den Reisenden zusätzliche Mitarbeiter der Deutschen Bahn und der AVG sowie der VERA (in Rastatt) zur Seite.

Die Bahn empfiehlt mobilitätseingeschränkten Fahrgästen, deren Reise über den gesperrten Streckenabschnitt führt, sich unbedingt vor Fahrtantritt an die Mobilitätszentrale zu wenden. Die DB Mobilitäts-Servicezentrale ist erreichbar unter Telefon 0180 6 512 512 (20 ct/Anruf aus dem Festnetz, Tarif bei Mobilfunk max. 60 ct/Anruf), Telefax 0180 5 159 357 (14 ct/Min. aus dem Festnetz) oder per eMail (Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!).

Um die Auswirkungen für die Kunden zu mildern, hat sich der Personenverkehr der DB zusammen mit dem Karlsruher Verkehrsverbund (KVV) zu folgenden zusätzlichen Kulanzmaßnahmen entschieden: Die Abonnenten von Zeitkarten im Nah- und Fernverkehr erhalten für die Dauer der Sperrung eine 50prozentige Entschädigung. Die DB wird dazu aktiv auf alle betroffenen DB-Abo-Kunden (Fern- und Nahverkehr) zugehen.

Weitere Fragen der Abo-Kunden nimmt das Abocenter (Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!) oder für Bahncard100-Kunden der Comfort-Service (Kontaktdaten auf der Bahncard) entgegen. Pendler, die konkret von der Sperrung betroffen sind und ihr Abo beim KVV abgeschlossen haben, wenden sich bitte direkt an den KVV (Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!). Der KVV bittet die betroffenen Abo-Kunden darum, dies möglichst erst nach Wiederaufnahme des Bahnbetriebs auf der derzeit gesperrten Strecke zu tun.

• Normalität muss warten

Mit dem Schienenersatzverkehr ist es zu sehr angespannten Platzverhältnissen vor dem Bahnhof gekommen. Durch die zwischenzeitliche Verlegung der Taxistände ist zwar eine gewisse Entzerrung am Bahnhofsvorplatz für den Busverkehr erreicht worden. Allerdings häufen sich Klagen wegen der derzeit deutlich knapperen Parkplätze im Bahnhofsbereich. Der städtische Fachbereich Sicherheit und Ordnung ist mit seinen Mitarbeitern täglich vor Ort, um die Situation zu kontrollieren, Verstöße zu ahnden und gegebenenfalls an der einen oder anderen Stelle nachzujustieren.

So sollen in Kürze wieder acht Parkplätze für Pendler freigegeben werden, die in den letzten Wochen für Taxis vorgesehen waren, aber nicht in vollem Umfang benötigt wurden. Ein großes Problem ist nach den Beobachtungen der städtischen Mitarbeiter der Abhol- und Bringverkehr durch Autos. Trotz der engen räumlichen Situation würden sich etliche Autofahrer durchschlängeln, um direkt vor dem Eingang zu parken. Das sei gefährlich und könne sogar ein Verwarnungsgeld oder gar ein Abschleppen nach sich ziehen.

Wer einen freien Parkplatz in der Nähe des Bahnhofs sucht, sollte in keinem Fall den vorderen Bereich der Niederwaldstraße aufsuchen, der ab kommenden Montag Standort für die Busse des Schienenersatzverkehrs ist. Freie Plätze gibt es jedoch in der Regel auf den 33 Stellplätzen in der Rauentaler Straße – Westseite zwischen Alter Bahnhofstraße und Bahnübergang – oder den 29 Stellplätzen in der Bahnhofsanlage am Stadtfriedhof, empfiehlt der Fachbereich Sicherheit und Ordnung.

Alle Parkplatzsuchenden bittet die Stadt Rastatt um Verständnis. Die derzeitig angespannte Situation erfordere von allen Verkehrsteilnehmern Geduld und Flexibilität und mache kleinere Umwege erforderlich. Allerdings sei es ja eine zeitlich befristete Situation. Am 7. Oktober, wenn nach Aussage der Bahn der Schienenverkehr wieder läuft, könne man hoffentlich auch bei den Haltestellen und Stellplätzen zur Normalität zurückkehren, war aus dem Rathaus zu vernehmen.

Normalität erhoffen sich auch die Niederbühler: Für den Bau der zwei geplanten Stahlbetonplatten zur Stabilisierung des Bodens führt derzeit verstärkter LKW-Verkehr durch den Ortsteil. Dies auch durch Straßen, die für den Transport nicht vorgesehen waren. Etliche Anwohner haben sich dieser Tage bei Ortsvorsteher Klaus Föry über die zusätzlichen Belastungen beklagt.

Zum Schutz der Niederbühler Kinder hat die Stadt Rastatt vorsorglich zum Schuljahresbeginn ab kommenden Montag, 11. September, ein LKW-Durchfahrverbot in der Laurentiusstraße verhängt. Die Straße ist Standort einer Grundschule und Kita und überdies als Fahrradstraße stark frequentiert. Die Einhaltung des Verbotes wird durch Mitarbeiter der Stadt kontrolliert.

• Keine Sicherheitsrisiken bei Tunnelunfall

Im Zusammenhang mit dem Unfall beim Tunnelbau für die Rheintalbahn in Rastatt habe es zu keiner Zeit Sicherheitsrisiken für Mitarbeiter oder Anwohner gegeben, machte Dirk Rompf, Vorstandsmitglied der Deutschen Bahn AG, am Dienstag vor dem Verkehrsausschuss deutlich. Schon wenige Minuten, nachdem sich das Gleis um 30 Zentimeter abgesetzt habe, sei die Strecke gesperrt worden.

"Das Sicherheitskonzept hat funktioniert", sagte der Bahn-Vertreter vor den Abgeordneten.  Ziel sei es nun, die Strecke ab dem 7. Oktober 2017 wieder in Betrieb zu nehmen. Dafür würden hunderte Mitarbeiter "rund um die Uhr arbeiten", sagte Rompf. Er ging auch auf die Kritik daran ein, dass auf den - infolge der Sperrung der insbesondere für den Güterverkehr sehr wichtigen Rheintalbahn - benötigten Ausweichstrecken ebenfalls Baumaßnahmen stattfinden.

Der Bau der beiden 4,3 Kilometer langen Tunnelröhren, so Rompf, habe den Betrieb auf der Rheintalbahn nicht eingeschränkt, da er unterhalb der Strecke stattfinde. Man habe daher Baumaßnahmen - etwa auf der Gäubahn, die als Ausweichstrecke in Frage komme - für unproblematisch erachtet. 

Die Bewehrungsarbeiten in der Baugrube sind abgeschlossen. In dem Bereich der Rheintalbahn über der Oströhre des Rastatter Tunnels fließt Beton: Für die Herstellung der rund 100 Meter langen, über zehn Meter breiten und einen Meter dicken Betonplatte werden rund 1.100 Kubikmeter Beton benötigt. Das entspricht rund 130 Lkw-Ladungen. Die Betonplatte soll den Bereich über der am 12. August beschädigten östlichen Tunnelröhre absichern.

Aktuell befindet sich Tunnelvortriebsmaschine Sibylla-Augusta rund 800 Meter von der Rheintalbahn entfernt und wird diese in den nächsten zwei bis drei Monaten erreichen. Um bei der zweiten Unterquerung der Rheintalbahn zusätzlich abgesichert zu sein, haben sich die Projektverantwortlichen entschlossen, eine zweite Betonplatte zur weiteren Stabilisierung des Bodens zu bauen.

Parallel zur Herstellung der ersten Platte läuft demnach die Vorbereitung zur Errichtung einer zweiten Platte als zusätzliche Absicherung für die nicht beschädigte Weströhre. Die Gesamtherstellung der zweiten Betonplatte benötigt weniger Zeit, da hier u.a. das Erdreich nicht verdichtet wird und auch maßgebliche Teile des Planungsprozesses nicht erneut durchlaufen werden müssen. 

Voraussichtlich bis 12. September erfolgt in dem Abschnitt über der künftigen Weströhre der Rückbau von Schotter und Bodenaushub. Anschließend wird die zweite Betonplatte hergestellt. Nach der Aushärtung werden Oberbau, Schotter, Gleise als auch Oberleitung wieder hergestellt und die Tunnelvortriebsarbeiten in der Weströhre gehen weiter.

Die zweite Röhre wird rund 150 Meter nördlich von der ersten die Schienenstrecke unterqueren. Eine ähnlich dimensionierte zweite Betonplatte sichert dann die Gleise der Rheintalbahn auch in diesem Bereich zusätzlich ab. Da der Bau des zweiten Betonbodens parallel zu den schon laufenden Arbeiten der ersten Platte erfolgt, hat das keine Auswirkung auf den Zeitplan:

Die Bewehrungsarbeiten für die erste Betonplatte schreiten zügig voran. Die Platte schützt künftig den Schadensbereich auf der Rheintalbahn über der östlichen Tunnelröhre. Am 7. September 2017 soll sie betoniert werden.

Wo künftig die Weströhre des Tunnels Rastatt unter der Rheintalbahn verläuft, wird ebenfalls eine Betonplatte zur Stabilisierung eingebaut. Dafür wurden bereits die Oberleitung, Gleise und Schwellen zurückgebaut. Der Abschnitt befindet sich nördlich der derzeit im Bereich der Oströhre laufenden Arbeiten.

• Entschuldigungsaktion nach Zugausfällen und -verspätungen

DB Regio Baden-Württemberg setzt wie angekündigt eine unbürokratische Kulanzregelung für Jahreskarteninhaber auf den Linien der Franken-, Rems-, Filstalbahn und am Hochrhein um. „Auf diesen Linien waren unsere Abo-Kunden im Regionalverkehr in den letzten Monaten immer wieder von Beeinträchtigungen betroffen“, sagt David Weltzien, Vorsitzender der Regionalleitung der DB Regio Baden-Württemberg. „Für die entstandenen Unannehmlichkeiten bitten wir unsere Fahrgäste um Entschuldigung und zahlen ihnen einen Monatsbeitrag ihres Jahresabos zurück.“

Wegen der Qualitätsprobleme auf den genannten Linien im Regionalverkehr hatten der Verkehrsminister des Landes Baden-Württemberg und der Vorstand Personenverkehr der DB AG im Juli einen 10-Punkte-Aktionsplan zur nachhaltigen Verbesserung der Qualität beschlossen. Ein Bestandteil des Aktionsplans ist eine Kulanzregelung für Jahreskarteninhaber auf den im ersten Halbjahr 2017 stark betroffenen Linien.

Ab sofort können sich Jahreskarteninhaber der vier Relationen, die keine Mobilitätsalternative mit der S-Bahn oder dem Fernverkehr haben, für die Rückerstattung registrieren. Inhaber einer BahnCard 100 erhalten einen Pauschalbetrag in Höhe von 75 Euro für die zweite Klasse und 125 Euro für die erste Klasse. Senioren- und Semestertickets werden im Rahmen der Aktion nicht berücksichtigt.

Der Weg zur Auszahlung ist einfach - betroffene Fahrgäste können sich auf folgender Homepage bis zum 15. November 2017 registrieren unter www.bahn.de/entschuldigungsaktion und erhalten u.U. nach Prüfung der Daten - innerhalb von 14 Tagen einen Monatsbeitrag ihres Abos auf ihr Konto überwiesen.

Informationen unter

Telefon: 0711 65 22 26 67 (Montag bis Freitag von 8.00 bis 17.00 Uhr)

eMail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

• siehe auch:

  1. Rastatter Bahnhof entdecken
  2. Tunnelpanne im Griff?

(Quelle: DB.bw/HIN)