Erstaufnahme schließt

Erstellt: Montag, 17. Dezember 2018

Karlsruhe (proh). Maßgeblich für die im Rahmen der Standortkonzeption des Landes für die Erstaufnahmeeinrichtungen für Flüchtlinge gefassten Entscheidungen sind ein flexibles System, die zurückgehenden Flüchtlingszahlen und die zukünftige Strukturierung der landesweiten Erstunterbringung. Das Land Baden-Württemberg gibt Ende März 2019 die im Jahr 2015 eingerichtete und in der Zeit des Flüchtlingszustroms dringend benötigte Erstaufnahmeeinrichtung für Flüchtlinge in der Kriegsstraße 200 in Karlsruhe auf. In Spitzenzeiten waren hier bis zu 620 Personen untergebracht.

Ausschlaggebend für die Schließung sind nach Angaben des Regierungspräsidiums Karlsruhe vorwiegend wirtschaftliche Gründe. Die mit einer Regelkapazität von 134 Plätzen relativ kleine Erstaufnahmeeinrichtung befindet sich bereits seit Oktober 2016 im sogenannten Stand-by-Betrieb.

Zuletzt diente sie nur noch als Materiallager für die anderen, im Betrieb befindlichen Erstaufnahmeeinrichtungen im Stadtgebiet Karlsruhe. Regierungspräsidentin Kressl äußerte sich erfreut, dass das Gebäude nun für einen anderen Nutzungszweck freigeben werden könne. 

Regierungspräsidentin Nicolette Kressl würdigte das Engagement der Ehrenamtlichen in der Flüchtlingsunterbringung in der Kriegsstraße 200: "Das Regierungspräsidium Karlsruhe ist den Ehrenamtlichen für ihre Unterstützung und ihr großartiges Engagement ganz besonders zu Dank verpflichtet. Sie haben sich mit Herzblut ihrer Arbeit gewidmet und mit ihren vielfältigen Angeboten dazu beigetragen, den Flüchtlingen das Ankommen zu erleichtern und zu einem friedlichen nachbarschaftlichen Miteinander beigetragen."

Sie erinnerte aber auch daran, dass während des aktiven Betriebs der Einrichtung Beeinträchtigungen für die Anwohnerschaft nicht ausblieben: "Es gab den ein oder anderen Konflikt mit betroffenen Bürgerinnen und Bürgern, den wir in den meisten Fällen lösen konnten. Dennoch sind wir froh, dass wir die Kriegsstraße 200 nun für einen anderen Nutzungszweck freigeben können", zeigte sich Regierungspräsidentin Nicolette Kressl erleichtert.

♦ siehe auch: Wer wird das bezahlen?

(Quelle: RPK/HIN)