Polizeibericht 131217 u.a.

Erstellt: Mittwoch, 13. Dezember 2017

(poli). Baden-Württemberg wird in den kommenden beiden Jahren jeweils 325'000 Euro zusätzlich bereitstellen, um weitere Maßnahmen des Aktionsplans "Gegen Gewalt an Frauen" umzusetzen. Darüber hinaus soll auch die wichtige Arbeit der Frauen- und Kinderschutzhäuser durch das Ministerium für Soziales und Integration jährlich mit zusätzlichen 100'000 Euro unterstützt werden, kündigte Staatssekretärin Bärbl Mielich an. Sie sieht die Bekämpfung von Gewalt gegen Frauen als gesamtgesellschaftliche Aufgabe.

Gewalt gegen Frauen ist auf allen Gesellschaftsebenen weitverbreitet. Jede geschlechtsspezifische Gewalttat, die einer Frau physischen, sexuellen, psychologischen oder wirtschaftlichen Schaden oder Leid zufügt, oder zufügen kann, sowie jede Androhung einer solchen Tat - inklusive Nötigung und willkürlichen Freiheitsentzug - stellt eine Menschenrechtsverletzung und eine Form von Diskriminierung dar. "Mit den Mitteln bauen wir die Gewaltprävention im Land aus und setzen damit ein starkes Signal gegen Gewalt an Frauen", sagte Staatssekretärin Bärbl Mielich. Gewalt gegen Frauen hat viele Gesichter. Übergriffe finden jeden Tag und in allen Lebensbereichen statt - am Arbeitsplatz, in der Freizeit oder in der Partnerschaft. Sie ziehen sich durch alle Schichten der Gesellschaft, unabhängig von Bildungsniveau, Einkommen oder sozialer Herkunft der Beteiligten. Es ist leider eine traurige Wirklichkeit, dass jede vierte Frau im Laufe ihres Lebens Gewalt durch den eigenen Partner erlebt.  Um Frauen wirksam vor häuslicher Gewalt zu schützen und gewaltbetroffene Frauen bestmöglich zu unterstützen, braucht es auch ein Umdenken in der Gesellschaft. "Jede dritte Frau erlebt mindestens einmal in ihrem Leben körperliche oder sexualisierte Gewalt, die Dunkelziffer ist erschreckend hoch. Das können und dürfen wir nicht hinnehmen. Wir setzen deshalb unsere klare Linie zur Bekämpfung von Gewalt gegen Frauen konsequent fort", verspricht die Staatssekretärin. [siehe auch ⇒ GEWALT GEGEN FRAUEN]

Baden-Baden -

Anfang kommenden Jahres werden die ersten möglichen Opfer eines Schwimmlehrers befragt, der des schweren Kindesmissbrauchs verdächtigt wird (wir berichteten). Die fünf- bis siebenjährigen Mädchen werden von Ermittlungsrichtern in Anwesenheit ihrer Eltern vernommen, teilt der Baden-Badener Staatsanwalt Michael Klose mit. Der Verdächtige hatte in mehreren Schwimmschulen in verschiedenen badischen Orten in den vergangenen Jahren Hunderte Kinder unterrichtet. Die mutmaßlichen Taten könnten zwischen Oktober 2015 und Juni 2017 begangen worden sein. Die Polizei hatte an alle Eltern ein Schreiben mit der Aufforderung gesandt sich zu melden, falls sie oder ihre Kinder Hinweise auf strafbare Handlungen geben könnten. Nach Kloses Worten setzen sich die Beamten zudem mit allen potenziell Betroffenen in Verbindung. Wie viele Kinder betroffen sind, ist nach Auskunft Kloses noch nicht geklärt. "Ein Geständnis würde das Verfahren massiv erleichtern", so Klose. Damit die Fristen zur U-Haft eingehalten werden können, strebt die Staatsanwaltschaft an, den Fall bis März zur Anklage zu bringen. Die Ermittlungen würden frühestens Mitte Januar abgeschlossen. 

Baden-Baden - Baumpflege im Bereich Friedrichsbad

Das städtische Fachgebiet Park und Garten führt am Freitag, 15. Dezember, Baumpflegemaßnahmen im Bereich des Friedrichbads durch. Dabei handelt es sich um drei Bäume, bei denen Schnittarbeiten in der Krone durchgeführt werden, um die Verkehrssicherheit zu wahren.

Baden-Baden - Michaelstunnel gesperrt

Wegen der sechsten Zwischenreinigung ist der Michaelstunnel von Mittwoch, 20. Dezember, 21.30 Uhr, bis Donnerstag, 21. Dezember, 5.30 Uhr (also über Nacht) voll gesperrt. Die Stadtverwaltung bittet um Beachtung.

Bühl - Nach Unfall geflüchtet

Am Mittwochmorgen kollidierte zwischen 9 Uhr und 10:45 Uhr ein Unbekannter beim Ein- oder Ausparken mit dem Heck eines VW. Ohne sich um den entstandenen Schaden von etwa 1'000 Euro an dem geparkten weißen Polo zu kümmern, entfernte sich der Verursacher im Anschluss von dem Parkplatz am Klinikum in der Robert-Bosch-Straße. Zeugen, die sachdienliche Hinweise zu dem Flüchtigen oder dessen Fahrzeug geben können, werden gebeten, sich mit den ermittelnden Beamten des Polizeireviers Bühl unter der Telefonnummer 07223 99097-0 in Verbindung zu setzen. 

Bühl - Eigentümer gesucht

Beamte des Polizeireviers Bühl haben im Zuge von Ermittlungen ein mutmaßlich vor geraumer Zeit entwendetes Herrenrad aufgefunden und sichergestellt. Nun sind sie auf der Suche nach dem Eigentümer des Fahrrads der Marke "Heros" (Foto). Wer Hinweise zu der Herkunft des Zweirads geben kann wird gebeten, sich mit den Beamten unter der Telefonnummer: 07223 99097-0 in Verbindung zu setzen.

Gernsbach - Bauzaun umgeweht

Windböen haben in der Nacht auf Dienstag einen Bauzaun in der Amtsstraße bei der Zehntscheuer zum Umstürzen gebracht. Hierbei wurde ein auf dem öffentlichen Parkplatz abgestellter KIA in Mitleidenschaft gezogen. An dem Wagen ist nun ein Schaden in Höhe von etwa 500 Euro zu beklagen. Hinweise auf ein Verschulden Dritter liegen nicht vor. 

Muggensturm - Mit Kran aus Graben gezogen

Eine betagte Dame hat sich am Dienstagmorgen während ihrer Fahrt auf der L 67 möglicherweise von einer umgestürzten Tasche im Fußraum der Beifahrerseite ablenken lassen und kam hierdurch nach rechts von der Fahrbahn ab. Die 82-jährige Nissan-Lenkerin rutschte gegen 9.45 Uhr unweit des Sportplatzes eine stark abfallende Böschung nach unten und blieb in der Senke stecken. Zur Bergung des Wagens musste der Abschleppdienst mit einem Kranwagen anrücken. Der Sachschaden hält sich nach derzeitigen Erkenntnissen in Grenzen. Verletzungen trug die Seniorin keine davon. 

Rastatt - Kollision nach Fahrstreifenwechsel

Am Dienstagabend wollte ein 73-jähriger Opel-Fahrer vom linken auf den rechten Fahrstreifen des Ludwigrings wechseln. Dabei kam es gegen 18 Uhr zur Kollision mit einem daneben befindlichen Seat eines 44-Jährigen. Der Sachschaden an den Fahrzeugen wird auf etwa 4'000 Euro taxiert. Verletzt wurde niemand. 

Rastatt - Mit Baum kollidiert

Nach ersten Erkenntnissen dürfte eine die Straße querende Katze zu einem Verkehrsunfall am Dienstagnachmittag geführt haben. Ein 69-jähriger BMW-Fahrer war kurz nach 16 Uhr auf der Fährstraße unterwegs, als er dem kreuzenden Vierbeiner auswich, hierbei von der Straße abkam und mit einem Baum kollidierte. An seinem Wagen entstand so ein Schaden von rund 4'000 Euro. Der Mann blieb unverletzt.  

Rastatt - Kaiserallee halbseitig gesperrt

Wegen Mobilkranarbeiten wird die Kaiserallee in Höhe Europäischer Hof am Donnerstag, 14. Dezember, von 7 bis 16 Uhr, und am Freitag, 15. Dezember, von 7 bis 12 Uhr, halbseitig für den Verkehr gesperrt. In der Zeit vom 18. bis 22. Dezember finden je nach Witterung an wenigen Tagen nochmals Sperrungen statt. Fußgänger können den Bereich auf der gegenüberliegenden Seite passieren.

Rastatt - Kaiser-Baustelle hat Weihnachtspause

Zur Weihnachtszeit wird es auch auf der Kaiser-Baustelle ruhiger: Voraussichtlich ab Freitag, 22. Dezember, ist erst einmal eine kurze Weihnachtspause angesagt. Bis es soweit ist, werden weiterhin fleißig schwergewichtige Betonrohre für den Stauraumkanal verlegt - mehr als 30 sind es im aktuellen Bauabschnitt. 13 Tonnen wiegt ein solches Rohr. Daher fährt im dreitägigen Rhythmus ein großer Kran auf die Baustelle und hievt die Betonrohre über die Baugrube. Während es bei den Bauarbeiten am Stauraumkanal gut vorangeht, verzögern sich die Pflasterarbeiten am nördlichen Gehweg. Geplant war, sie noch vor Weihnachten fertigzustellen. Der Wintereinbruch macht diesem Vorhaben aber einen Strich durch die Rechnung. Erst wenn die Wetterlage stabiler ist, kann es weitergehen. Dem Wetter beziehungsweise heftigem Wind geschuldet ist es auch, dass die Bauzaunbanner inklusive  Weihnachtsbanner zumindest an der Nordseite der Kaiser-Baustelle entfernt werden mussten. Wenn die Wetterprognosen es zulassen, werden sie aber wieder aufgehängt. Im neuen Jahr nehmen die Bauarbeiten wieder volle Fahrt auf: Die Verlegung der Pflastersteine steht dann an und voraussichtlich ab Februar werden die ersten Platanen an ihrem neuen Standort in der obere Kaiserstraße eingepflanzt. 

Rastatt - Sicherheitskonzept für Weihnachten und Silvester

Um die Verkehrssicherheit zu erhöhen, werden an Weihnachten und Silvester an der Herrenstraße Blinklichter aufgestellt. Autofahrer können querende Fußgänger dadurch besser erkennen. Ferner weist die Stadtverwaltung darauf hin, dass die Schiffstraße seit 2016 als verkehrsberuhigter Bereich ausgewiesen ist und appelliert daher an alle Verkehrsteilnehmer, Schrittgeschwindigkeit einzuhalten und besonders auf die Sicherheit der Fußgänger zu achten. Damit die Innenstadt weitestgehend sauber bleibt, werden an den traditionellen Treffpunkten in der Innenstadt Glascontainer aufgestellt. Zudem werden die Straßen an Weihnachten, Silvester und Neujahr gereinigt. 

BAB 5 - Mutmaßlicher Verkehrsrowdy nach Fahndung gestellt

Wegen der mutmaßlich rücksichtslosen und gefährlichen Fahrweise eines anderen Verkehrsteilnehmers wählte am Dienstag eine Autofahrerin den Polizeinotruf. Die Anruferin war gegen 13 Uhr auf der A 5 kurz vor der Anschlussstelle Lahr in Richtung Norden unterwegs, als sie eigenen Angaben zufolge vom Fahrer eines weißen Mercedes genötigt wurde. Einer Streife des Verkehrskommissariats Offenburg fiel das gesuchte hochmotorisierte Sportcabriolet im Zuge einer sofortigen Fahndung an der Anschlussstelle Offenburg auf. Der 60-jährige Lenker wurde daraufhin einer Kontrolle unterzogen. Ein Strafverfahren wegen Nötigung im Straßenverkehr wurde eingeleitet. Die Ermittler bitten Zeugen des angeblich gefährlichen Fahrmanövers, sich unter der Telefonnummer: 0781 21-4200 zu melden. 

LKR Karlsruhe - Glätteunfälle

Am Mittwochmorgen ereigneten sich vier Glätteunfälle, bei denen glücklicherweise niemand verletzt wurde. Gegen 5.30 Uhr landete ein Autofahrer, der von der Bundesstraße 35 aus Richtung Germersheim auf die Bundesstraße 36 fahren wollte, in der Leitplanke. Gegen 5.50 Uhr rutschte ein Pkw-Lenker zwischen Friedrichtal und Linkenheim aufgrund glatter Fahrbahn in den Graben. Zwei weitere Fahrzeugführer rutschten aufgrund Eisglätte auf der Bundesstraße 36 in die Leiplanken. Über die Höhe des Sachschadens ist noch nichts bekannt.  

Karlsruhe - Schwerverletzt und unbekleidet aufgefunden

Mit schweren Verletzungen und unbekleidet ist am Dienstag gegen 20.45 Uhr vor einem Gebäude der in der Moltkestraße gelegenen Fachhochschule ein 26 Jahre alter Mann aufgefunden worden. Derzeit ist für die Polizei noch unklar, wie es zu den Verletzungen kam, weshalb die Kriminalpolizei die weiteren Ermittlungen übernommen hat. Eine zunächst angenommene Lebensgefahr bestehe nach Auskunft der Ärzte inzwischen wohl nicht mehr. Möglicherweise ist der 26-Jährige unter Alkohol- und möglicher Drogeneinwirkung durch ein Sturzgeschehen verletzt worden. Bisherigen Ermittlungen zufolge könnte der aus der russischen Föderation stammende Mann in der Zeit zwischen 19.30 Uhr und 20.45 Uhr bereits nackt im Bereich der Viktoria-/Rheinhold-Frankstraße beziehungsweise Adenauerring unterwegs gewesen sein.  Wer hierzu sachdienliche Angaben machen kann wird gebeten, sich mit dem Kriminaldauerdienst unter 0721/939-5555 in Verbindung zu setzen. 

Karlsruhe - Uneinsichtiger Alkoholisierter

Einen uneinsichtigen erheblich alkoholisierten 36-Jährigen musste die Polizei Dienstagnacht in Gewahrsam nehmen. Zunächst fuhren gegen 22.30 Uhr zwei Streifenwagen wegen eines Einbruchalarms zu einer Baustelle in der Hennebergstraße. Dort feierten Bauarbeiter vorweihnachtlich und hatten den Alarm ausgelöst. Die Feier wurde beendet. Der 36-Jährige kam schwankend und lallend an einen Streifenwagen und sagte den Beamten, dass er jetzt nach Hause gehen wolle. Er ging zu einem wenige Meter entfernten Pkw, stieg ein und startete den Motor. Die Polizisten konnten ein Wegfahren verhindern. Darüber war der Mann erbost und machte seinem Ärger lautstark Luft. Da er sich nicht beruhigen wollte und seine Personalien nicht angab wurde er auf die Wache gebracht. Dort konnten seine Personalien festgestellt werden. Er musste seinen Rausch in einer Gewahrsamszelle ausschlafen. 

Durlach - Radfahrerin bei Zusammenstoß mit Fußgängerin verletzt

Eine 70-jährige Radfahrerin ist am Dienstag in der Durlacher Seboldstraße bei einem Zusammenstoß mit einer 15-jährigen Fußgängerin schwer verletzt worden. Nach den bisherigen Ermittlungen der Verkehrspolizei befuhr die 70-Jährige gegen 16.00 Uhr den verkehrsberuhigten Bereich der Seboldstraße in Fahrtrichtung Pfinzstraße. Zeitgleich trat die 15-Jährige von dem Verbindungsweg "An der Stadtmauer", hinter einem geparkten Kastenwagen auf die Straße, um die Seboldstraße zu überqueren. Beim Erkennen der Radfahrerin lief sie schneller, um dieser auszuweichen. Auch die Radfahrerin beabsichtigte die Fußgängerin zu umfahren. Diese blieb allerdings an der Handtasche der Fußgängerin hängen, weshalb sie zu Fall kam. Beim Sturz auf die Fahrbahn zog sich die 70-Jährige eine Kopfverletzung zu. Sie wurde von Rettungskräften zunächst vor Ort versorgt und anschließend zur stationären Behandlung ins Krankenhaus gebracht. 

  (Quelle: Polizeipräsidien Karlsruhe+Offenburg/LKA/DRK/FFW/THW/BKA/IM.bw/StVw/GBA/destatis/DBT/H I N)