Tag des Ehrenamtes

Erstellt: Freitag, 30. November 2018

Linkenheim-Hochstetten (proh). Anlässlich des Tages des Ehrenamtes wurden Ehrenamtliche, die Schicksal anderer zur eigenen Sache machten, von Ministerpräsident Winfried Kretschmann für besonderes Engagement mit dem Verdienstorden der Bundesrepublik Deutschland ausgezeichnet. Darunter auch Christa Jung-Wittiger, die in ihrer Heimatgemeinde Linkenheim-Hochstetten das Zusammenleben aktiv mitgestaltete und immer noch mit ihrem Engagement in hohem Maße zu einem von Respekt getragenen sozialen Miteinander beiträgt.

"Eine funktionierende Demokratie und eine solidarische Gesellschaft brauchen Pflege und diese muss aus der Mitte der Gesellschaft, von den Bürgerinnen und Bürgern selbst kommen. Der Staat kann nur ermutigen und für die richtigen Rahmenbedingungen sorgen", sagte Ministerpräsident Winfried Kretschmann bei der Überreichung des Verdienstkreuzes am Bande an 20 Bürgerinnen und Bürger anlässlich des Tages des Ehrenamtes am Samstag.

Über 30 Millionen Menschen sind in Deutschland freiwillig aktiv. Sie alle tragen dazu bei, das Leben in unserer Gesellschaft besser, gerechter und demokratischer zu gestalten. Das Bundesnetzwerk Bürgerschaftliches Engagements (BBE) veranstaltet jedes Jahr die Woche des bürgerschaftlichen Engagements - die inzwischen bundesweit größte Freiwilligenoffensive - um das Engagement dieser Menschen hervorzuheben und zu würdigen. 

Der Tag des Ehrenamtes (International Volunteer Day for Economic and Social Development, IVD) ist ein jährlich am 5. Dezember abgehaltener Gedenk- und Aktionstag zur Anerkennung und Förderung ehrenamtlichen Engagements. Er wurde 1985 von den Vereinten Nationen beschlossen. Ehrenamt und Freiwilligenarbeit liegen nahe beieinander und man findet sie in allen Kulturen und Religionen.

Das Engagement dieser Leute hilft das Leben vieler Unterprivilegierter zu erleichtern oder zu verbessern. Sie setzen sich für Schwache ein, leisten Entwicklungs- und Aufbauarbeit, kämpfen für mehr Umweltschutz oder gegen die Armut der Ärmsten. Vieles wäre ohne Freiwilligenarbeit nicht möglich. "Mitverantwortlichkeit macht das bloße Nebeneinander zum Miteinander und hält eine Gesellschaft zusammen", so Kretschmann.

Hört man Freiwilligenarbeit, denkt man meist an die Dritte Welt, aber man muss nicht weit gehen, um auf Menschen, die im Ehrenamt viel leisten zu treffen: Auch hier in Deutschland findet man sie, die ohne großes Aufheben Freiwilligenarbeit leisten: In Kirchen, in Sozialstationen und auch in den Vereinen. Das Vereinswesen und der Breitensport wären ohne Ehrenämter nicht möglich. Ihr Lohn ist ein Danke und das Gefühl, etwas Sinnvolles geleistet zu haben.

"Die Ehrenamtlichen machen das Schicksal der Anderen zu ihrer eigenen Sache. Sie nehmen Anteil und übernehmen Mitverantwortung", betonte der Ministerpräsident. Das sei mehr als nur gutes Bürgertum, es sei Menschlichkeit. "Besonders jetzt, da wir es mit fundamentalen Umbrüchen wie Klimawandel, Migration, Digitalisierung und Globalisierung zu tun haben, verdunkelt und verstellt die Angst ums Eigene oftmals den Blick fürs Gemeinsame", erklärte Kretschmann.

Den Ehrenamtlichen sei es jedoch nicht gleichgültig, wie wir miteinander leben: "Mit dem Mitgefühl, der Kraft und den Gedanken, die Sie einbringen, schaffen Sie Verlässlichkeit für uns alle und bereichern unsere Gemeinschaft. Ich danke Ihnen für das, was Sie unserem Land und seinen Menschen Gutes getan haben", unterstrich Ministerpräsident Kretschmann bei der Verleihung des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland.  

Auch Christa Jung-Wittiger, Oberstudienrätin i.R., wurde mit dem Verdienstorden für ihr Engagement geehrt. Sie hat sich über 40 Jahre lang ehrenamtlich in der Kommunalpolitik, in kirchlich-sozialen und bildungspolitischen Bereichen engagiert. 15 Jahre lang gehörte sie dem Gemeinderat von Linkenheim-Hochstetten an und war ebenso lange im Vorstand der Frauen-Union Karlsruhe-Land aktiv, bevor sie den Ortsverband der CDU in Linkenheim-Hochstetten mitbegründete, dessen stellvertretende Vorsitzende sie 12 Jahre lang war.

Sie ließ nichts unversucht, junge Frauen für Kommunalpolitik zu interessieren und sie zu ermutigen, sich für ihre Anliegen in der Gesellschaft stark zu machen. In der heutigen 'Arbeitsgemeinschaft Frauen Karlsruhe-Land e.V.' übernahm Christa Jung-Wittiger 2011 das Amt der Vorsitzenden und brachte sich mit neuen Ideen zur Vernetzung der Frauenaktivitäten ein.

Zudem unterstützte sie in Linkenheim-Hochstetten bis vor kurzem ihren Ehemann ehrenamtlich bei der Leitung der vhs-Außenstelle. Sie vernetzte die im Arbeitskreis für Integration tätigen Ehrenamtlichen und gehörte über drei Amtsperioden dem Pfarrgemeinderat an. Nicht zu vergessenes, dass sie Beisitzerin des Gesangvereins 'Einigkeit Hochstetten' ist. In ihrer Heimatgemeinde gestaltet Christa Jung-Wittinger weiterhin das Zusammenleben aktiv mit und trägt mit ihrem Engagement in hohem Maße zu einem von Respekt getragenen sozialen Miteinander bei.

(Quelle: IM.bw/HIN)