112. Geburtstag eines Wohltäters

Erstellt: Freitag, 10. November 2017

Bruchsal (proh). Der 1974 verstorbene Unternehmer Julius Itzel hatte in seinen letzten Lebensjahren, die von schwerer Krankheit geprägt waren, eine sozial-caritative Stiftung gegründet. Auch heute noch unterstützt diese Stiftung schwache und hilfsbedürftige Mitglieder der Gesellschaft – Kinder, Alte, Kranke, Opfer von Katastrophen sowie Tiere in Not. In Bruchsal unter anderem in dem nach dem Stifter benannten Julius ItzelHaus für wohnungslose Menschen. Hierhin lud der Caritasverband Bruchsal zu einer besinnlichen Feierstunde mit Andacht, um den guten Taten und dem Geburtstag des Stifters zu gedenken. Zahlreiche Freunde, Unterstützer und Partner des Julius ItzelHauses waren dem Ruf der Caritas gefolgt und fanden sich zur Geburtstagsfeier für den Wohltäter ein – "denn wenn es ihn nicht gegeben hätte, gäbe es die Stiftung und auch dieses Haus nicht", wie die Vorstandsvorsitzende des Caritasverbandes Bruchsal, Sabina Stemann-Fuchs, in ihrer Begrüßung feststellte. 

In der Andacht zog Albert Wild, Mitglied der Itzel-Stiftung, Parallelen von der Legende des Heiligen Martin, dessen Todestag sich am 11. November jährt und an dessen Pilgerroute das ItzelHaus liegt, zum Leben von Julius Itzel, der ebenfalls am 11. November 112 Jahre alt geworden wäre. Beide seien in ihrem Leben zu dem Punkt gekommen, an dem sie für sich erkannt haben: "Jetzt muss ich etwas tun, jetzt kann ich nicht mehr einfach wegschauen, jetzt muss ich teilen." Sich daran ein Beispiel nehmen und dort zu helfen, wo Hilfe benötigt wird, sei gerade in der heutigen Zeit wichtig, waren sich alle Redner einig. 

So hat sich über die Jahre ein lebendiges Netzwerk rund um die Einrichtung gebildet, das mit einer großen Bandbreite an Hilfsangeboten den Menschen, die im Julius ItzelHaus Unterstützung und Rat suchen, zur Seite steht. Und dass diese die Hilfe zu schätzen wissen, drückten Bewohner und Ehemalige in kleinen, sehr persönlichen Beiträgen im Rahmen der Feierstunde auf besonders emotionale Weise aus.

"Ich bin sehr dankbar für alles, was hier getan wird", sagte Wolfgang Brückner, der seit drei Jahren im Julius ItzelHaus lebt. Auch Lukas Schiestel, ein ehemaliger Bewohner drückte seinen Dank aus: "Ich war nur wenige Monate hier und habe dank der tollen Unterstützung wieder eine Wohnung gefunden. Ich bin sehr dankbar dafür, was die Mitarbeiter hier im Julius Itzel Haus für mich getan haben".

Nach einer Vorstellung der Person Julius Itzel und einer kleinen Einführung in die Geschichte und Entstehung des Julius ItzelHauses durch Dekan Walter Schmitt, überreichte Barbara Gitzinger die Plakette "Via Sancti Martini" als Zeichen dafür, dass die Einrichtung ein "Ort des Teilens" am europäischen Martinsweg ist und auch Pilger jederzeit einlädt, hier Station zu machen. Mit Kaffee, Kuchen und Häppchen klang eine schöne Geburtstagsfeier bei vielen guten Gesprächen aus.

(Quelle: GMX)