Mit Heimatmedaille geehrt

Erstellt: Freitag, 08. September 2017

Karlsruhe (proh). Finanzstaatssekretärin Gisela Splett hat in Karlsruhe zehn Persönlichkeiten mit der Heimatmedaille Baden-Württemberg ausgezeichnet. Die Bandbreite des Engagements der Geehrten reicht von der Orts- und Regionalgeschichtsforschung über die Landeskultur, die Brauchtumspflege, die Mundart und die Archäologie bis hin zur Integrationsarbeit. Die Übergabe der Heimatmedaillen bildet traditionell den Auftakt der Landesfesttage im Rahmen der Heimattage Baden-Württemberg. In diesem Jahr werden die Heimattage von der Stadt Karlsruhe ausgerichtet.

Heimat ist ein Teil unserer kulturellen Identität. Die Darstellung und Erforschung der historischen und kulturellen Tradition findet im deutschen Südwesten weites Interesse - von Fachwissenschaftlern und Laien - und hat zu wichtigen Ergebnissen geführt. Die Beschäftigung mit dem direkten Lebensumfeld schärft das Bewusstsein für gesamtgesellschaftliche Fragen und macht deren Auswirkungen vor Ort besser nachvollziehbar. 

Mit der Heimatmedaille werden verdiente Bürgerinnen und Bürger geehrt , die sich um die Heimat Baden-Württemberg besonders verdient gemacht haben. Die Verdienste können auch in nicht organisierten Formen ehrenamtlicher Tätigkeiten erbracht worden sein. Die Integrationsarbeit und herausragendes Engagement junger Menschen in der Heimatpflege stellen einen besonderen Schwerpunkt der Arbeit der Landesregierung dar. 

Ziel ist es, die Vielfalt örtlicher und regionaler Traditionen gerade in einem zusammenwachsenden Europa bewusst zu machen. Die Erforschung der Heimat, ihrer Traditionen und gesellschaftlichen Zusammenhänge soll besonders der jungen Generation dabei helfen, in Toleranz die Heimat anderer zu achten.

Für die Verdienste um die Heimat hat Finanzstaatssekretärin Gisela Splett in Karlsruhe zehn Persönlichkeiten mit der Heimatmedaille Baden-Württemberg ausgezeichnet. Die Bandbreite des Engagements der Geehrten ist groß: Sie reicht von der Orts- und Regionalgeschichtsforschung über die Landeskultur, die Brauchtumspflege, die Mundart und die Archäologie bis hin zur Integrationsarbeit.

„Wir haben in Baden-Württemberg eine lebendige und innovative Vereins- und Bürgerkultur“, sagte die Staatssekretärin im Karlsruher Rathaus. „Darauf können wir stolz sein. Ehrenamt und bürgerschaftliches Engagement sind ein Maßstab dafür, wie demokratisch, frei und menschlich eine Gesellschaft ist und wie selbstbewusst die Bürgerinnen und Bürger sind.“

Splett bezeichnete Baden-Württemberg als „zukunftsorientiertes und zugleich traditionsreiches Land“. Beides gehöre zusammen - ebenso wie Weltoffenheit und Heimatliebe, die ebenfalls typisch für den Südwesten seien. Die Trägerinnen und Träger der Heimatmedaille würden mit ihrem Engagement einen wichtigen Beitrag für die kulturelle Identität und den Zusammenhalt in der Gesellschaft leisten.

„Baden-Württemberg ist in unserer globalisierten Welt deshalb so erfolgreich, weil es den Menschen gelingt, die eigene Identität zu wahren und mit anderen Kulturen umzugehen“, stellte die Staatssekretärin fest.

Splett bedauerte, dass unter den zehn Ausgezeichneten in diesem Jahr nur eine Frau sei. Da in den vergangenen Jahren stets mehrere Frauen geehrt wurden, zeigte sie sich zuversichtlich, dass das auch in den kommenden Jahren wieder der Fall sei.

Die Preisträgerin und Preisträger

Die Trägerin und die Träger der Heimatmedaille 2017 sind:

Hartwig Behr, Bad Mergentheim

Najoua Benzarti, Karlsruhe

Reiner Dick, Stutensee

Dieter Eisenhardt, Backnang

Helmut Halbhuber, Uhldingen-Mühlhofen

Dr. Manfred Koch, Karlsruhe

Peter Nagel, Rottenburg am Neckar

Gottfried Rohrer, St. Peter

Gerhard Schilling, Renquishausen

Dr. Günther Wüst, Wiesenbach

Informationen zu den Geehrten HIER.

Die Auswahl der Persönlichkeiten, die die Heimatmedaille erhalten, erfolgt durch den Landesausschuss Heimatpflege Baden-Württemberg. Sie basiert auf den Vorschlägen der Arbeitskreise für Heimatpflege in den Regierungsbezirken, die mit über 200 Mitgliedsvereinen in der Heimat- und Brauchtumspflege zusammenarbeiten.

Mit der Heimatmedaille Baden-Württemberg werden Personen ausgezeichnet, die sich um die Heimat Baden-Württemberg besonders verdient gemacht haben. Die Verdienste können sowohl in organisierten als auch in nicht organisierten Formen ehrenamtlicher Tätigkeit beziehungsweise bürgerschaftlichen Engagements erbracht worden sein. Außer Betracht bleiben berufliche Tätigkeiten sowie ehrenamtliche Tätigkeiten in den Organen der kommunalen Selbstverwaltung.

Die Heimattage werden seit 1978 jedes Jahr vom Land Baden-Württemberg in Kooperation mit einer anderen Kommune veranstaltet. Sie vereinen zahlreiche Veranstaltungen der ausrichtenden Kommune, darunter den großen Landesfestumzug, der traditionell am zweiten Septembersonntag stattfindet. Dieses Jahr ist Karlsruhe Ausrichtungsort. Die Heimattage 2018 finden in Waldkirch statt.

(Quelle: FM.bw/HIN)