Mitmachen Ehrensache

Erstellt: Montag, 15. Mai 2017

Karlsruhe (pm). „Mitmachen Ehrensache“ (ME) bleibt eine der größten Freiwilligen-Aktionen im Stadt- und Landkreis Karlsruhe. Das ist das Fazit der jüngsten Projektbeiratssitzung. Denn: Bei „Mitmachen Ehrensache“ am 5. Dezember 2016 waren 1.040 Schülerinnen und Schüler aus 56 Schulen im Stadt- und Landkreis dabei. Was die Gesamtzahl der Teilnehmenden angeht, ist das mit Platz drei in Baden-Württemberg ebenfalls eine Spitzenposition. Insgesamt stellten 572 Unternehmen Arbeitsplätze zur Verfügung. Am Ende des Arbeitstages kam ein Gesamtlohn in Höhe von 28.125 Euro zusammen, den die Schülerinnen und Schüler an 19 sozial- karitative Projekte in Karlsruhe und Umgebung aber auch in aller Welt spendeten. Die Auswahl trafen die jeweiligen Schulen.

Der Projektbeiratsvorsitzende Peter Scheuble, gleichzeitig Vorsitzender des Förderkreises, zeigte sich hocherfreut über das große Engagement und die Ergebnisse bei der 12. Auflage des Projekts. „Es ist eine ideale Verbindung von bürgerschaftlichem Engagement durch Jugendliche und Berufsorientierung, denn die Jugendlichen suchen sich ihren Arbeitsplatz an diesem Tag selbst aus“, erläutert Natalie Piekert vom Aktionsbüro Karlsruhe.

Zum dritten Mal waren bei der Aktion im Dezember auch wieder die Inklusiv-Tandems dabei. Hier arbeiten zwei Jugendliche mit und ohne Behinderung gemeinsam bei einem Arbeitgeber. So wie Katja und Kira. Die beiden Mädchen konnten erste Berufserfahrungen bei der b.i.g.-Gruppe in Karlsruhe sammeln. „Wir haben Kopien erstellt und am Nachmittag auch selbst ein kleines Gitter gelötet“, berichtet Kira, die die Carl-Engler-Schule in Karlsruhe besucht.

„Die Idee der Tandems ist so einfach wie genial“, sagt Daniel Koch, Mitarbeiter bei dem Unternehmen. Es sei für alle Menschen wichtig, eine Aufgabe zu haben. Man habe dem Tandem den Bereich der Büroarbeit aber den technischen Bereich näher bringen können. „Beide waren sehr wissbegierig“, betonte Melanie Wolf, die die Schülerinnen am Aktionstag begleitet hat.

In zwei Sensibilisierungsworkshops zum Thema Inklusion in der Berufsorientierung hatte das Projektteam von Mitmachen Ehrensache die Tandems auf den gemeinsamen Arbeitstag vorbereitet. „Wir wollen die Schülerinnen und Schüler gerne mit der Situation vertraut machen“, macht Laila Kolsch vom Aktionsbüro deutlich. Auch ein Nachtreffen kurz vor Weihnachten wurde organisiert – auf Initiative der Tandems mit selbst zubereiteten Leckereien.

Unterstützung erhielten durch Mitmachen Ehrensache unter anderem der Förderverein der Kinderkrebsstation im Städtischen Klinikum, der Förderverein der Kinderklinik, das Kinderhospiz Karlsruhe, der Tafelladen in Bretten, die ökumenische Vesperkirche in Pforzheim, der Ettlinger Frauen- und Familientreff, die Freundschaftsbrücke Nicaragua, die Humanitäre Organisation für partnerschaftliche Entwicklung (hope) oder Unicef Syrien.

(Quelle: stja/HIN)