Heimattage: ein Erfolg

Erstellt: Dienstag, 29. August 2017

Karlsruhe (proh). Im Rahmen der heutigen Pressekonferenz anlässlich des September-Programms der Heimattage 2017 in Karlsruhe ließ es sich Oberbürgermeister Dr. Frank Mentrup nicht nehmen, den sehr positiven Verlauf der Heimattage besonders hervorzuheben. Bei den einzelnen Formaten konnten immerhin knapp 500'000 Menschen begrüßt werden. Ein klarer Beweis dafür, dass die Heimattage auch in einer Großstadt hervorragend funktionieren können. Allein beim Landesfestumzug am Sonntag, 10. September, werden 90 Gruppen aus ganz Baden-Württemberg aufmarschieren.

Die Heimattage Baden-Württemberg sind eine Veranstaltungsreihe des Landes Baden-Württemberg, die seit 1978 jährlich in einer anderen Stadt oder Region durchgeführt wird. Durch den jährlichen Wechsel wird immer eine andere Region mit ihren Besonderheiten vorgestellt. Die Heimattage wollen das Bewusstsein der Menschen in Baden-Württemberg für ihre Heimat vertiefen und das Wir-Gefühl stärken.

Es sei durchaus ein Wagnis in einer jungen Großstadt wie Karlsruhe die Heimattage auszurichten, bemerkte Karlsruhes Oberbürgermeister Frank Mentrup beim heutigen Pressetermin, doch es habe sich gelohnt. "Man hat das Thema 'Heimat' verankert und auch in der Gesellschaft zur Diskussion gestellt."  

Die Heimattage sprechen alle Bevölkerungsgruppen an: die Menschen, die Baden-Württemberg und den Ort der Heimattage schon immer als ihre Heimat betrachten. Aber auch Neubürgerinnen und Neubürger, die mit den Veranstaltungen der Heimattage dazu motiviert werden sollen, sich mit ihrer neuen Heimat zu identifizieren.  

Martin Wacker, Leiter des ORGA-Teams, zeigte sich zufrieden mit dem bisherigen Ablauf: "Rund 500.000 Menschen haben die bisherigen Programmpunkten besucht - und mit den Landesfesttagen möchten wir die Heimattage zu einem würdigen Abschluss führen."

Los geht es am Samstag, 3. September: auf dem SWR-Familienfest vor dem Karlsruher Schloss kann man einige TV-Moderatoren live bei der Arbeit erleben und aktiv teilhaben. Die Besucher können zum Beispiel um 12.45 Uhr die Kochshow "Kaffee oder Tee" mit Starkoch Rainer Klutsch sowie um 14.20 und 16.15 Uhr die Europa Park Show verfolgen. Als besondere Höhepunkte locken Beatrice Egli um 17.20 Uhr und Max Giesinger um 19 Uhr ihre Fans vor die Bühne.  

Energiegeladen geht es vom Freitag, 8. September, bis Sonntag, 10. September, auf dem Friedrichsplatz zu. Temperamentvolle Balkan-Rhythmen, Salsa, Tango und Tribal Style lassen jedes Tänzerherz höher schlagen und laden, umgeben von einem Lichtermeer, zum FOLKLORIA – 6. Internationale Tanz- und Folklorefestival Karlsruhe ein. Zu sehen sein werden 35 Tanz- und Folkloregruppen aus 20 Nationen auf farbenprächtig illuminierte Bühnen, die Folklore der Extraklasse versprechen.

Als ultimativen Höhepunkt der Heimattage kann man durchaus die Landesfesttagen mit dem Landesfestumzug am Sonntag, 10. September, bei dem 90 Gruppen durch die Innenstadt ziehen werden, ansehen. "Fahnenschwenker, Musik- und Trachtengruppen, Oldtimer, historische Räder, aber auch ein autonomes Auto" verspricht Martin Wacker, Geschäftsführer der veranstaltenden Karlsruher Event GmbH (KEG).

Die Strecke führt vom Schloss über das Bundesverfassungsgericht zur Herrenstraße und in die Erbprinzenstraße. Vorbei am Friedrichsplatz geht es durch die Karl-Friedrich-Straße zum Marktplatz und die Kaiserstraße weiter in Richtung Kronenplatz. Wie Wacker auf der Pressekonferenz  mitteilt, werden sowohl am Schloss, am Friedrichsplatz und auf dem Marktplatz Kommentatoren die einzelnen Gruppen vorstellen.

Im Anschluss an den Landesfestumzug am Sonntag, 10. September, wird der baden-württembergische Ministerpräsident Winfried Kretschmann zusammen mit Oberbürgermeister Dr. Frank Mentrup die Heimattage-Fahne an Roman Götzmann, den Oberbürgermeister von Waldkirch, der Ausrichterstadt der Heimattage 2018, übergeben.  

Weiter geht es am Mittwoch, 27. September, 19 Uhr mit dem Thema "Demokratie ohne Volk – Die Legitimationskrise unseres politischen Systems". Das Cicero-Foyergespräch findet im BGV-Lichthof, Durlacher Allee 56, statt. Die beiden CICERO-Chefredakteure Alexander Marguier und Christoph Schwennicke erörtern  mit dem Präsidenten des Bundesverfassungsgerichts, Professor Dr. Andreas Voßkuhle, das vielschichtige und zeitaktuelle Thema.  

Vom Samstag, 30. September, bis Montag, 02. Oktober, kommen Theater-Freunde beim LAMATHEA – Preisträgerfestival 2017 rund um den Landesamateurtheaterpreis Baden-Württemberg auf ihre Kosten. Im Rahmen des Festivals wird auf verschiedenen Bühnen wie dem Jakobus-Theater in der Fabrik oder dem Theater "Die Käuze" in Karlsruhe preisgekröntes Amateurtheater gezeigt.

Der bundesweit einzige Staatspreis für Amateurtheater wird alle zwei Jahre vom Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst des Landes Baden-Württemberg in sieben Kategorien wie Innenraumtheater oder Theater mit Kindern und Jugendlichen an entsprechende Amateurtheaterensembles verliehen.   Darüber hinaus wird es noch bis in den Herbst hinein zahlreiche weitere Veranstaltungen im Rahmen der Heimattage Baden-Württemberg geben.

"Insgesamt finde ich es bemerkenswert, wie sich die Karlsruher Einrichtungen, Gruppen und auch Einzelpersonen mit dem Heimatbegriff auseinander gesetzt haben und wie stark und engagiert sie sich hier bei den vielen Formaten eingebracht haben", so Wacker abschließend, und "natürlich hoffen wir, dass auch die hochkarätigen Veranstaltungen, die die Heimattage abrunden, ihr Publikum ansprechen werden."

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(Quelle: KEG/HIN)