KIT mit Hanselka und Wanner

Erstellt: Montag, 17. September 2018

Karlsruhe (proh). Holger Hanselka steht für weitere sechs Jahre an der Spitze des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT) und Alexander Wanner bleibt Vizepräsident für Lehre und akademische Angelegenheiten des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT). Heute hat der KIT-Senat mit sehr großer Mehrheit das einstimmige Votum des Aufsichtsrates bestätigt. Im Jahr 2015 zeichnete das Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg das Qualitätsentwicklungskonzept des KIT für Promotionsverfahren mit einem 1. Preis aus. 

Der 56-jährige Maschinenbauingenieur Hanselka leitet das KIT seit 2013. In seiner ersten Amtszeit hat er Forschung, Lehre und Innovation strategisch ausgerichtet, das KIT strukturell weiterentwickelt und mit hochkarätigen Berufungen international renommierter Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler sowie wichtigen Kooperationspartnern den Weg für die kommenden Jahre vorgezeichnet. In seiner zweiten Amtszeit will er ‚Die Forschungsuniversität in der Helmholtz-Gemeinschaft‘ in seiner Vorreiterrolle und mit Unterstützung von Bund und Land auf eine neue Stufe heben, um die Synergien der bundesweit einzigartigen Einrichtung vollends auszuschöpfen. 

Die Bundesministerin für Bildung und Forschung Anja Karliczek sagt: „Die Bestätigung von Herrn Professor Hanselka im KIT-Senat für eine weitere Amtszeit als Präsident des KIT ist ein erfreuliches Signal. Mit seiner Persönlichkeit und seiner hervorragenden Expertise in der Hochschul- und Forschungslandschaft ist er ein Gewinn für das KIT. Ich bin davon überzeugt, dass der Bund und die am KIT beteiligten Länder Baden-Württemberg und Bayern gemeinsam mit seiner Person erfolgreich die Weiterentwicklung des KIT in den kommenden Jahren gestalten werden.“

„Ich freue mich sehr, dass der Senat die Wiederwahl für weitere sechs Jahre an der Spitze des KIT bestätigt hat. Damit wird Herr Professor Hanselka seine herausragenden Leistungen als Präsident des KIT fortführen und die Geschicke des KIT über das Jahr 2019 hinaus lenken können. Ein bestimmendes Thema wird dabei die Gestaltung und Vollendung der KIT-Fusion sein. Für die Erfüllung seiner vielfältigen Aufgaben wünsche ich Herrn Professor Hanselka auch weiter viel Erfolg“, sagt die Ministerin für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg, Theresia Bauer.

Die Vorsitzende des Aufsichtsrates Professorin Renate Schubert betont: „Der Aufsichtsrat hat Professor Holger Hanselka einstimmig als Präsidenten des KIT wiedergewählt. Holger Hanselka hat in seiner ersten Amtszeit das KIT in die richtigen strategischen Bahnen gelenkt und weiter zu einer Einheit zusammengeführt. Das sehr gute Abschneiden in der ersten Hürde der Exzellenzstrategie und die hervorragenden Bewertungen in der Programmorientierten Förderung der Helmholtz-Gemeinschaft sind ein Beweis dafür“, so die Aufsichtsratsvorsitzende. „Er ist die Persönlichkeit, um das KIT weiter national und international erfolgreich zu positionieren. Wir freuen uns auf die weitere Zusammenarbeit!“

„Für das Vertrauen des Aufsichtsrats und des KIT-Senats bedanke ich mich“, sagt der Präsident des KIT, Professor Holger Hanselka. „Mein Dank gilt zudem meinen Kolleginnen und Kollegen aus dem Präsidium sowie aus der Wissenschaft und Administration. Die Wiederwahl ist für mich eine Bestätigung, dass wir gemeinsam auf dem richtigen Weg sind“, so Hanselka. „Mit vereinten Kräften werden wir in den kommenden Jahren das KIT als ‚Die Forschungsuniversität in der Helmholtz-Gemeinschaft‘ erfolgreich weiterentwickeln.“

Für die kommende Amtszeit ist Hanselkas Ziel, gemeinsam mit Bund und Land die Möglichkeiten des KIT zu erhöhen, die zur Verfügung gestellten Mitteln zielorientiert für die Wissenschaft einzusetzen. Ein wichtiges Ziel ist dabei die konsequente Möglichkeit des Einbezugs aller Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler in die programmorientierte Forschung in der Helmholtz-Gemeinschaft. In der Lehre soll die flexible Einbindung aller Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler zu gleichen Rahmenbedingungen für die Studierenden im Bundesvergleich hervorragende Betreuungsverhältnisse schaffen. Insgesamt kann so die Innovationskraft des KIT zum Wohle der Gesellschaft gestärkt werden. „Mit Unterstützung der Politik in Bund und Land will ich so die Vorreiterrolle des KIT noch stärker nutzen, um eine einzigartige Umgebung für Forschung, Lehre und Innovation zu schaffen“, betont Präsident Hanselka.

Alexander Wanner bleibt Vizepräsident für Lehre und akademische Angelegenheiten des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT).

Der KIT-Senat hat das Votum des Aufsichtsrates mit sehr großer Mehrheit bestätigt. Das Amt des Vizepräsidenten hat Wanner seit 2013 inne. Schwerpunkte seiner ersten Amtszeit waren bislang die Einführung und Akkreditierung eines Qualitätsmanagementsystems für das Studium sowie die Federführung beim Themenfeld „Lehre“ in der Dachstrategie KIT 2025. 

Die Aufsichtsratsvorsitzende Professorin Renate Schubert begrüßt das Votum des KIT-Senats: „Der Aufsichtsrat hat sich einstimmig für eine zweite Amtszeit von Professor Alexander Wanner als Vizepräsident für Lehre und akademische Angelegenheiten ausgesprochen. Es freut mich, dass Herr Wanner den Ausbau der forschungsorientierten Lehre und die Campusentwicklung am KIT weiter vorantreiben wird.“ 

„Ich freue mich sehr, dass der KIT-Senat die Wahl von Alexander Wanner so klar bestätigt hat. Mit seinem Engagement für das forschungsorientierte Studium am KIT und die Belange unserer Studentinnen und Studenten ist er als Vizepräsident für Lehre und akademische Angelegenheiten ideal. Ich freue mich sehr auf die weitere Zusammenarbeit“, sagt der Präsident des KIT, Professor Holger Hanselka. 

„Die Qualität der akademischen Ausbildung hat am KIT höchsten Stellenwert. Das reicht von der Qualitätssicherung bestehender Lehrveranstaltungen bis zur Entwicklung ganz neuer Angebote und Formate“, so Professor Alexander Wanner. „Dabei ist und bleibt die for  schungsorientierte Lehre Alleinstellungsmerkmal des Studiums am  KIT. Gleichzeitig wollen wir unsere Studentinnen und Studenten motivieren, über die Grenzen des eigenen Fachs zu schauen und Verantwortung in der Gesellschaft zu übernehmen.“

Die Zusammenarbeit mit den Studierenden und Lehrenden erlebe er dabei stets als konstruktiv und fruchtbar. Bei der Ausarbeitung und Umsetzung Dachstrategie KIT 2025 ist Alexander Wanner federführend für die Themenfelder „Lehre“ und „Wissenschaftlicher Nachwuchs“.

Qualität und Weiterentwicklung der Lehre

Ein besonderer Erfolg der vergangenen Jahre war die gelungene Einführung eines Qualitätsmanagementsystems für Lehre und Studium am KIT, das 2014 von einer internationalen Gutachtergruppe akkreditiert wurde. Damit darf das KIT alle eigenen Bachelor- und Masterstudiengänge selbst begutachten und nach gründlicher Prüfung mit einem international anerkannten Gütesiegel ausstatten.

Zur systematischen Weiterentwicklung der Lehre tragen wesentlich auch die erfolgreichen Anträge des KIT in Programmen von Bund und Land bei. Dazu zählt unter anderem der Qualitätspakt Lehre, in dem das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) am KIT aktuell das Programm ForschungLehre-PLUS und das MINT-Kolleg Baden-Württemberg, eine gemeinsame Einrichtung mit der Universität Stuttgart, fördert.

In der Master-Ausbauplanung 2016 des Landes Baden-Württemberg hat das KIT 640 zusätzliche Studienplätze geschaffen und lag mit einem Ausbauanteil von elf Prozent vor allen übrigen Universitäten und Hochschulen des Landes. Im Umgang mit den Qualitätssicherungsmitteln haben das KIT und die Verfasste Studierendenschaft des KIT mit dem „KIT-Qualipakt“ eine in Baden-Württemberg einmalige Vereinbarung getroffen, nach der zunächst bis 2021 Qualitätsicherungsmittel von insgesamt 24,5 Millionen Euro im Einvernehmen mit der Studierendenschaft für Maßnahmen in Studium und Lehre eingesetzt werden.

Stärkere Rolle für Doktorandinnen und Doktoranden

Im Jahr 2015 zeichnete das Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg das Qualitätsentwicklungskonzept des KIT für Promotionsverfahren mit einem 1. Preis aus. Zur weiteren Stärkung seiner Promovierenden hat das KIT Promotionsvereinbarungen eingeführt und an allen KIT-Fakultäten Konvente für Doktorandinnen und Doktoranden eingerichtet. 

Lehramtsstudium am KIT

Auch im Bereich Lehrerbildung gab es erfolgreiche Anträge in Förderprogrammen des Landes, zudem engagiert sich Alexander Wanner in der hochschulübergreifenden „Gemeinsamen Kommission Lehrerbildung Karlsruhe“. Alle bisherigen Staatsexamens-Studiengänge sind am KIT erfolgreich in die Bachelor- und Masterstudiengänge „Lehramt an Gymnasien“ überführt worden.

Schwerpunkte der weiteren Arbeit 

Eine wesentliche Autgabe seiner weiteren Arbeit sieht Alexander Wanner in der Weiterentwicklung der Einheit von Forschung und Lehre am gesamten KIT. Dazu zählt unter anderem eine Lehre-Kultur, die bei einheitlichen, gemeinsamen Grundlagen Raum für Vielfalt lässt. Ein spezieller Fokus soll dabei auf der Rolle von Nachwuchswissenschaftlerinnen und -wissenschaftlern als Lehrenden liegen.

Dazu kommt der kontinuierliche Ausbau der forschungsorientierten Lehre und der Forschungsinfrastrukturen in der Lehre. Mit Blick auf die zukünftigen Studentinnen und Studenten des KIT geht es Wanner vor allem darum, mehr Frauen für ein Studium zu begeistern und Auswahlverfahren qualitätsgesichert weiterzuentwickeln. Zentrales Thema wird die Campusentwicklung bleiben, insbesondere mit Blick auf Lehr- und Lernräume. Zudem wird Wanner die Digitalisierung in Studium und Lehre vorantreiben. Hier geht es unter anderem um die Weiterentwicklung des bereits erfolgreich eingeführten Campusmanagementsystems. 

Der Allgemeine Studierendenausschuss (AStA) am KIT gratuliert Alexander Wanner zu seiner zweiten Amtszeit: „Professor Wanner war für die Verfasste Studierendenschaft immer ein offener und entgegenkommender Ansprechpartner im Präsidium des KIT. Entsprechend sind wir sehr erfreut, dass der Senat Herrn Wanner für eine weitere Amtszeit in dem Ressort Lehre und akademische Angelegenheit das Vertrauen ausspricht", so Thomas Wacker, Referent für Presse und Öffentlichkeitsarbeit im AStA.

Aktuelle Erfolge in Forschung, Lehre und Innovation

Derzeit steht das KIT mit vier Clusteranträgen in der Endrunde der Exzellenzstrategie. Bei der Programmorientierten Förderung der Helmholtz-Gemeinschaft haben über 100 internationale Gutachter das KIT hervorragend bewertet. Auch in Rankings erhält das KIT regelmäßig gute Ergebnisse: So hat es beim jüngsten NTU-Ranking – einer internationalen Rangliste der National Taiwan University (NTU) basierend auf Publikationsdaten – als beste deutsche Universität in den Natur- und Ingenieurwissenschaften abgeschnitten. Im aktuellen Shanghai-Ranking erzielte das KIT Top-Ergebnisse und war in 13 Fächern unter den 100 besten Universitäten der Welt.

Im Gründungsradar des Stifterverbandes liegt das KIT derzeit auf Platz 2 unter den deutschen Universitäten. Strategische Partnerschaften, unter anderem mit Weltfirmen wie ZEISS und Bosch, sorgen dafür, dass Forschungsergebnisse rasch in marktfähige Produkte münden, um Großprojekte der Gesellschaft, wie die Energiewende voranzubringen.

So koordiniert das KIT beispielsweise das Kopernikus-Projekt ENSURE des Bundesministeriums für Bildung und Forschung, um gemeinsam mit Partnern aus der Wirtschaft effiziente und zukunftsweisende Strukturen für die zentrale wie dezentrale Energieversorgung zu entwickeln und zu erproben, um Szenarien für die künftige Energieversorgung aufzuzeigen.

Mit einer aktuellen Drittmittelquote von knapp 40 Prozent des jährlichen Haushaltes von 900 Millionen Euro ist das KIT sehr erfolgreich im Einwerben von Drittmitteln der öffentlichen Hand und aus der Industrie. Im Bund-Länder-Programm zur Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses konnte das KIT erfolgreich neun neue Tenure-Track-Professuren einwerben.

Über Programme wie die Alexander-von-Humboldt-Professur oder die Helmholtz-Rekrutierungsinitiative kamen in den letzten Jahren renommierte Wissenschaftler aus dem Ausland nach Karlsruhe. Heute forschen und lehren am KIT über 1000 ausländische Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler.

(Quelle: kit/HIN)