Bilingual in die Zukunft

Erstellt: Dienstag, 06. März 2018

LKR Rastatt (proh). Die CDU-Landtagsabgeordnete und Bildungspolitikerin Sylvia M. Felder MdL freut sich über die Entscheidung des Kultusministeriums, den Schulversuch bilingualer Züge an Grundschulen in die Regelphase zu überführen. Dies betrifft die Grundschulen Iffezheim und Ottersdorf. In bilingualen, also zweisprachigen Zügen wird ein Teil der Fächer einsprachig auf Französisch unterrichtet. Außerdem erhalten die bilingualen Klassen zusätzlich weitere Wochenstunden Französischunterricht. Der Unterricht wird von Muttersprachlern oder besonders qualifizierten Lehrkräften erteilt.

Erfreuliche Nachrichten aus Stuttgart: Der bilinguale deutsch-französische Zug an der Grundschule Ottersdorf wird in den Regelbetrieb überführt. Diese positive Botschaft teilte Kultusministerin Dr. Susanne Eisenmann dieser Tage Oberbürgermeister Pütsch in einem Schreiben mit.

Bisher wurde der deutsch-französische Zug nur befristet als Schulversuch genehmigt. Die damit verbundene Unsicherheit, ob und wie es weitergeht, ist ab sofort Geschichte. "Das bilinguale Angebot in Otterdorf ist nun dauerhaft verankert, was ich mir schon lange gewünscht habe", freut sich der zuständige Dezernent, Bürgermeister Arne Pfirrmann. 

Französisch zu lernen hat am Schulstandort Rastatt seit jeher einen besonderen Stellenwert. So ist es der Stadt seit vielen Jahren ein Anliegen, den Erwerb der französischen Sprache von klein auf zu fördern. Neben dem bilingualen Zug an der Grundschule Ottersdorf bietet Rastatt unter anderem in den Kindertagesstätten in Wintersdorf und Ottersdorf den Kindern die Möglichkeit, die französische Sprache kennenzulernen.

Außerdem können Schülerinnen und Schüler am Tulla-Gymnasium das Abi-Bac, also das deutsch-französische Abitur, ablegen. Gerade für junge Menschen an der Grenze zu Frankreich eröffne die französische Sprache viele Chancen und Möglichkeiten, findet Bürgermeister Pfirrmann und ergänzt: "Ich sehe darin auch einen kleinen lokalen Beitrag zur deutsch-französischen Freundschaft. Deren Grundlage ist ja gegenseitiges Verständnis und Verstehen. Und das wird durch ein solches Sprachangebot, wie wir es in Rastatt bieten, nachhaltig gefördert."

"Ich freue mich über diese Entscheidung. Das Konzept, Fachunterricht durch qualifizierte Lehrkräfte in der Fremdsprache zu unterrichten, hat sich bewährt. Das ist ein wichtiges Signal für unsere Region, für die der Kontakt nach Frankreich wichtig ist. Damit verbessern sich die Lebens- und Arbeitschancen unserer Kinder", so Sylvia M. Felder. 

(Quelle: KM-KL.bw/HIN)