Entdecken, was uns verbindet

Erstellt: Freitag, 07. September 2018

(proh). Unter dem Motto 'Entdecken, was uns verbindet' beteiligen sich auch Kirchengemeinden der Evangelischen Landeskirche in Baden am Tag des offenen Denkmals am 9. September 2018. Das diesjährige Motto soll anlässlich des 25-jährigen Jubiläums Brücken schlagen zwischen Baustilen, Kulturen, Regionen und Menschen, so die Deutsche Stiftung Denkmalschutz. Sie koordiniert den Tag des offenen Denkmals seit 1993.

Den zweiten Sonntag im September streichen sich Geschichts- und Architekturfans jedes Jahr im Kalender an, denn da findet der "Tag des offenen Denkmals" statt. Bundesweit öffnen historische Bauten und Stätten ihre Türen, die sonst nicht oder nur teilweise zugänglich sind. Die Deutsche Stiftung Denkmalschutz hat für diese Jahr das Motto "Entdecken, was uns verbindet" ausgegeben.

Dann begeben sich einige Millionen Menschen auf einen Streifzug in die Vergangenheit, besichtigen alte Kirchen und Klöster, Burgruinen, Schlösser, Ausgrabungsstätten, Stadtbefestigungen, Rathäuser, Dorfkerne, Mühlen, historische Eisenbahn- und Industrieanlagen oder einfach nur das unter Denkmalschutz stehende Haus des Nachbarn.

Viele private Eigentümer, ehrenamtliche Helfer und Vereine engagieren sich an diesem Tag und zeigen, wie sie zur Erhaltung von Kulturdenkmalen beitragen. Hauptberufliche Denkmalpfleger nutzen das Forum, um über Probleme und Erfolge ihrer Arbeit zu berichten und um für die Sache der Denkmalpflege zu werben. Archäologen, Restauratoren und Handwerker demonstrieren zudem ihre Arbeitsweisen.

„25 Jahre Tag des offenen Denkmals – dieses Jubiläum steht für ein Vierteljahrhundert intensiven Engagements und Wertschätzung für unsere Kulturdenkmale. Ich danke allen, die auf die Vielfalt unserer Denkmallandschaft und des europäischen Kulturguts aufmerksam machen. Unsere Denkmale erzählen von dem kulturellen Austausch, der Europa über die Ländergrenzen hinweg verbindet. Bei den Veranstaltungen rund um den Tag des offenen Denkmals kann jeder immer wieder neu `Entdecken, was uns verbindet´“, so Schütz.

Besonders die Landesdenkmalpflege trage dazu bei, das reiche Kulturerbe zu bewahren und an künftige Generationen zu vermitteln.  Die feierliche Eröffnungsveranstaltung zum Auftakt des 25-jährigen Jubiläums des Tages des offenen Denkmals findet bereits am Samstag, 8. September, in Freiburg im Breisgau im traditionsreichen Historischen Kaufhaus statt. Um 18 Uhr startet dort die Nacht des offenen Denkmals.

„Ich freue mich, dass mit der Stadt Freiburg für das Europäische Kulturerbejahr 2018 eine Stadt gewonnen werden konnte, in der Europa und die europäischen Verbindungen nicht allein durch den Tourismus und die Nähe zu Frankreich und der Schweiz im täglichen Leben allgegenwärtig sind, sondern auch im vielfältigen Stadtbild in den Kulturdenkmalen lebendig sind“, erläutert Regierungspräsident Wolfgang Reimer und bedankt sich bei den Förderern für die gute Zusammenarbeit. Prof. Dr. Claus Wolf, Präsident des Landesamts für Denkmalpflege im Regierungspräsidium Stuttgart ergänzt: „Für uns ist es eine Premiere: Die Eröffnungsfeier und Nacht des offenen Denkmals finden in diesem Jahr zum ersten Mal in einer baden-württembergischen Großstadt statt.

Mehr als 7'500 historische Baudenkmale, Parks oder archäologische Stätten öffnen ihre Türen. Das teilt die Deutsche Stiftung Denkmalschutz als bundesweite Koordinatorin der Aktion mit. "Dass die Feier zu 25 Jahren Tag des offenen Denkmals in Deutschland mit dem Europäischen Kulturerbejahr 2018 zusammenfällt, kommt wie gerufen", so Dr. Steffen Skudelny, Vorstand der Deutschen Stiftung Denkmalschutz.

"Der Tag des offenen Denkmals hat sich innerhalb von 25 Jahren zur größten Kulturveranstaltung Deutschlands entwickelt. Dies ist der Begeisterung und dem Engagement der vielen Planungspartner zu verdanken: den Denkmaleigentümern, den Denkmalfachleuten, den Gemeinden und Städten und nicht zuletzt der Deutschen Stiftung Denkmalschutz."  

Das Jahresmotto "Entdecken, was uns verbindet" nimmt ausdrücklich Bezug auf das Motto des Kulturerbejahrs "Sharing Heritage". Mit ihren Besuchern gehen die Veranstalter des Tags des offenen Denkmals auf Spurensuche europäischer Einflüsse in deutschen Denkmalen. Dabei verfolgen sie etwa Fragestellungen nach der Herkunft von Handwerkern und Handwerkstechniken, Baumaterialien oder Stilelementen.

Das aktuelle bundesweite Programm ist ab sofort unter www.tag-des-offenen-denkmals.de zu finden. Dort kann man sich alle teilnehmenden Denkmale einer Region anzeigen lassen, nach Denkmalkategorien suchen und über einen Merkzettel persönliche Denkmaltouren zusammenstellen. Die mobile Nutzung unterwegs ermöglicht eine kostenfreie App.

Der Tag des offenen Denkmals ist der deutsche Beitrag zu den European Heritage Days unter der Schirmherrschaft des Europarats. Alle 50 Länder der europäischen Kulturkonvention beteiligen sich im September und Oktober an dem Ereignis. Seit 1993 koordiniert die Deutsche Stiftung Denkmalschutz den Tag des offenen Denkmals in Deutschland.

Ziel des Tags des offenen Denkmals ist es, die Öffentlichkeit für die Bedeutung des kulturellen Erbes zu sensibilisieren und Interesse für die Belange der Denkmalpflege zu wecken. In fachkundigen Führungen berichten Denkmalpfleger*innen an konkreten Beispielen über die Aufgaben und Tätigkeiten der Denkmalpflege. Archäologen*innen, Restauratoren*innen und Handwerker*innen demonstrieren Arbeitsweisen und Techniken und lenken den Blick auf Details, die einem ungeschulten Auge verborgen bleiben. 

Schwerpunktthemen der vergangenen Jahre

2017: Macht und Pracht

2016: Gemeinsam Denkmale erhalten

2015: Handwerk, Technik, Industrie

2014: Farbe

2013: Jenseits des Guten und Schönen: Unbequeme Denkmale?

2012: Holz

2011: Romantik, Realismus, Revolution - Das 19. Jahrhundert

2010: Kultur in Bewegung - Reisen, Handel und Verkehr

2009: Historische Orte des Genusses

2008: Vergangenheit aufgedeckt - Archäologie und Bauforschung

2007: Orte der Einkehr und des Gebetes – Historische Sakralbauten

2006: Rasen, Rosen und Rabatten - Historische Gärten und Parks

2005: Krieg und Frieden

(Quelle: TdD/HIN)