Modernes mit Geschichte

Erstellt: Dienstag, 17. Juli 2018

„Modernes mit Historie verbunden“: Rossi-Haus öffnet seine Pforten Rastatt (proh). Zwei Jahre haben die Sanierungsarbeiten gedauert, rund 3,3 Millionen Euro haben sie gekostet, jetzt hat das Rossi-Haus wieder seine Pforten geöffnet. Zur offiziellen Schlüsselübergabe am 16. Juli zeigte sich Oberbürgermeister Hans Jürgen Pütsch begeistert von dem schmucken Gebäude: "Hier wird viel Modernes mit Historie verbunden", befand er, und bescheinigte Siegfried Rastätter, dem Planer und Bauleiter aus dem städtischen Kundenbereich Hochbau, "ausgezeichnete Arbeit".

 

Am 16. Juni 2016 starteten die Bauarbeiten zur Generalsanierung des Rossi-Hauses. Der Zeitplan konnte mit 25 Monaten Bauzeit voll eingehalten werden – und das, obwohl die Schäden am zuletzt in den 1960er Jahren sanierten Gebäude teilweise größer waren, als erwartet, wie Rastätter berichtete. In insgesamt drei Bauabschnitten wurden der offene Innenhof mit Glas überdacht und die durch Regen entstandenen Feuchtigkeitsschäden an den Säulen des Atriums beseitigt.

Innen wurden die Zimmer aufwendig saniert und neue Fenster, Böden, Sanitäranlagen und Küchen eingebaut. Die Zugangswege wurden behindertengerecht gestaltet. Auch die Kosten von rund 3,3 Millionen Euro waren eine Punktlandung. Noch vor einigen Jahren hatte die Stadtverwaltung angesichts klammer Kassen geplant, das Gebäude zu verkaufen. Oberbürgermeister Pütsch ist indes froh, dass es anders kam und das Rossi-Haus in städtischer Hand geblieben ist. Denn, so Pütsch: "Es ist ein Stück Geschichte der Stadt".

Herzstück ist der 130 Quadratmeter große Innenhof mit Sandsteinbelag, der dank Glasüberdachung ganzjährig als Bürgerforum für Veranstaltungen aller Art nutzbar ist. An diesen zentralen Platz gruppieren sich eine Küche, die für Catering zur Verfügung steht, sowie verschiedene Büros und Behinderten-WCs. Im Erdgeschoss werden künftig die Dienstzimmer der städtischen Seniorenarbeit, des Seniorenbüros, des Bündnisses für Familie, der Servicestelle Inklusion und der Geschäftsstelle der Seniorenhilfe Rastatt e. V. beheimatet sein.

Außerdem befindet sich dort der als "Durchgangsraum" konzipierte Schlackenwerther Raum, der eine Dauerausstellung beherbergen wird. In Richtung Schiffstraße ist der Gruppenraum für Seniorinnen und Senioren, der sich an einen kleinen Hof anschmiegt, in dem der Aufzug wartet. Damit wird der barrierefreie Zugang zum Gebäude gewährleistet und es können sowohl die beiden Erdgeschossebenen wie auch das Obergeschoss angefahren werden. Eine Behindertentoilette findet sich sowohl im Erd- als auch im Obergeschoss.

Das Obergeschoss beherbergt die Beletage – und natürlich das Trauzimmer, das über das Treppenhaus und das Foyer erreichbar ist. Im August werden sich dort die ersten Brautpaare das Ja-Wort geben. Daran an grenzt ein großes Besprechungszimmer, der sogenannte "Raum Rossi". Ebenfalls im Obergeschoss befinden sich ein Schulungsraum ("Raum Fano") mit Platz für bis zu 40 Menschen und ausgestattet mit moderner Medientechnik, sowie vier Büros der Verwaltung. Eine kleine Teeküche steht für den Schulungsraum sowie die Mitarbeiter/innen zur Verfügung.

 

Am 30. September wird es eigens für die Bevölkerung einen Tag der offenen Tür mit buntem Programm und Festakt geben. Den Gemeinderat nahm Rastätter schon vorab mit zu einem Rundgang durch das generalsanierte Gebäude und erläuterte die Baumaßnahmen und die künftige Nutzung. 

 (Quelle: StVwRA/HIN)