Natürlicher Dorfurlaub

Erstellt: Dienstag, 17. Juli 2018

Forbach (pr). Forbach ist eine von 21 ausgewählten Ortschaften, die "natürlichen Dorfurlaub" anbieten dürfen. Die Gemeinde, die sich für das Projekt "NaDu" der Schwarzwald Tourismus GmbH beworben hatte, bekam Anfang Juli den Zuschlag vom Projektbeirat. Zunächst bringt die Teilnahme eine Vor-Ort-Beratung durch die Futour Tourismus Regionalberatung, eine moderierte Auftaktveranstaltung, sowie Beratungs- und Informationsveranstaltungen für Kleinvermieter. Interessierte Vermieter zahlen für die Einzelberatung in der Realisierungsphase 100 Euro. In Forbach ist man davon überzeugt, dass die verhältnismäßig geringe Investition gut angelegt ist. 

"Natürlicher Dorfurlaub" ist ein Angebot für Menschen, die sich nach einer Urlaubsidylle auf dem Land sehnen, vom Abschalten vor der Haustür träumen, mit kurzer Anreise, gesunder Luft und abseits vom Stress. Vom Dorfleben, wie man es sich vorstellt, das es selbst im Schwarzwald und in der Nationalparkregion nicht so häufig gibt.

Forbach mit seinen Ortsteilen hat noch viele Privatvermieter, die sich persönlich um ihre Gäste kümmern, und es hat dörfliche Strukturen in Nahversorgung und Infrastruktur, die es zu stärken gilt. "NaDu" soll dazu beitragen, dass Dörfer und Ortsteile im ländlichen Raum in ihrer Attraktivität für Bürger und Gäste unterstützt und soziale, kulturelle und wirtschaftliche Aspekte vor Ort mobilisiert werden. 

Gefördert wird das Projekt durch eine Sonderzuwendung des auch für Tourismus zuständigen Ministeriums der Justiz und für Europa Baden-Württemberg. Die Mittel gehen zurück auf eine Initiative der CDU-Landtagsfraktion. Tourismusminister Guido Wolf würdigte das Schwarzwälder Projekt als "beispielgebenden Ansatz für eine nachhaltige Tourismus- und Regionalentwicklung". In der konkreten Umsetzung 2019/2020 entstehen der Gemeinde Kosten von 1'000 Euro pro Jahr für Folgeberatung und Vermarktung durch die Schwarzwaldtourismus GmbH. 

Laut Hansjörg Mair, Geschäftsführer der Schwarzwald-Tourismus GmbH, sollen Gemeinden, tourismusrelevante Betriebe und Kleinvermieter in die Lage versetzt werden, ein regionaltypisches Angebot hochwertig und marktgerecht weiter zu entwickeln. In der Presseerklärung zur Vorstellung der insgesamt 21 teilnehmenden Projektorte betont Minister Wolf: "Das Projekt ist hervorragend geeignet, weitere Arbeitsplätze in der Region zu schaffen und regionale Strukturen zu sichern."

(Quelle: StVwRA)