Pamina "hat offen"

Erstellt: Mittwoch, 02. Mai 2018

(joER). Im "Pamina-Rheinpark", dem 960 Quadratmeter großen "räumlichen Museum" im Dreiländereck Baden-Elsass-Pfalz, laden am kommenden Christi-Himmelfahrtstag, Donnerstag 10. Mai, die Museen wieder zum traditionellen "Tag der offenen Tür" ein. Laut Geschäftsführer Claus Haberecht haben die Verantwortlichen Vorort wieder ein interessantes Programm zusammengestellt. An 17 Stationen rechts und links des Rheins zwischen Rheinzabern im Norden bis nach Gambsheim im Süden können die Besucher die vielfältige Kultur und Natur dieses großen grenzüberschreitenden "Pamina-Rheinpark" kennen lernen.

Die Museen bieten Ausstellungen und teilweise auch Vorführungen an. Darüber hinaus kann man bei  geführten Wanderungen und Radtouren diese einzigartige Landschaft erleben.Alle Stationen und Museen können mühelos mit dem Rad über die gut ausgebauten Fahrradwege auf beiden Seiten des Rheins erreicht werden.  

Neben dem geöffneten "Rheinaue-Museum" in Neuburg wird in Eggenstein-Leopoldshafen ein buntes Animationsprogramm angeboten: eine kombinierte Rad- und Fährführung, Bastelspaß für Kinder, zwei Film-Vorführungen "1818 bändigte Tulla den Rhein" und "Erlebniswelt auf einer kurzen Pamina-Tour" sowie Führungen zum Thema "Tullas Rheinkorrektur und Rheinschifffahrt" und "Schicksal der Donauschwaben – vorher sie kamen und was aus ihnen wurde".

Eingeladen wird zu einem Besuch im Bruthaus des Angelvereins Karlsruhe am Knielinger See. Das Knielinger Museum im Hofgut Maxau bietet Führungen durch das Museum, Vorführungen in der Druckerwerkstatt und im Backhaus an.  Die Besucher können die Ausstellung " Schifffahrts-sammlung mit Sonderausstellung "200 Jahre Rheinregulierung" sowie die Ausstellung historischer landwirtschaftlicher Maschinen besichtigen.

Geöffnet haben das Naturschutzzentrum Karlsruhe-Rappenwört sowie  das Museum zur Siedlungsgeschichte in Rheinstetten-Neuburgweier,  wo die Sonderausstellung "Wirtschaften – Mittelpunkte des Dorflebens" gezeigt wird. Besichtigt kann auch das Flößereimuseum in Steinmauern und die Sonderausstellung "Waschen wie in früherer Zeit".

Eine Führung durch das Museum "mit allen Sinnen" findet im Riedmuseum in Rastatt-Ottersdorf statt. Auch die Rheinpark-Guides sind im Einsatz: um 11 Uhr startet eine geführte Wanderung durch die bemerkenswerte Altaue in Rastatt-Ottersdorf, und um 14 Uhr findet eine geführte Wanderung unter dem Motto "Frühling in den Rastatter Rheinauen" statt. Beide Führungen sind kostenlos.

Geöffnet hat das Museum "Wachthaus im elsässischen Mothern. Vorführungen und Einblicke in das Handwerk der Töpferei bieten zwei Töpfereien in Soufflenheim an. Die Geschichte von Fort-Louis und die Besichtigung des Fort Carré stehen auf dem Programm der Führung, die in Fort-Louis stattfindet. Kostenpflichtige Paddel- und Kajak-Einführungskurse werden am Camping in Roeschwoog angeboten.

In Drusenheim kann man sich bei dem Veranstalter " H2O Passion" kostenpflichtig Kanus ausleihen und einen zweistündigen Ausflug auf der Moder genießen. Das Besucherzentrum der Fischtreppe in Gambsheim bietet Besichtigungen für Erwachsene sowie für Kinder mit einem Audioführer an.  Ein weiterer Höhepunkt der Veranstaltung findet in Seltz statt.

Im Rahmen des Förderprogramms INTERREG-V-Oberrhein wurde ein neuer grenzüberschreitender Rundradweg im südlichen Bereich des Gebiets PAMINA-Rheinpark mit einem eigenen Logo ausgeschildert. Die offizielle Eröffnung dieses grenzüberschreitenden Rundradweges findet um 11 Uhr am Rheinufer in Seltz statt. Die neue Radkarte ist an diesem Tag am Infostand des PAMINA-Rheinparks und des Office de Tourisme du Pays de Seltz-Lauterbourg im Bereich der Fähranlegestelle in Seltz erhältlich.  Zur Überquerung des Rheins stehen die Fähren Drusenheim-Rheinmünster/Greffern, Seltz-Rastatt/Plittersdorf, Neuburg/ Rheinstetten-Neuburgweier und Leimersheim/ Eggenstein-Leopoldshafen zur Verfügung.

Und am Sonntag, 11. März 2018 um 14:00 Uhr: Exkursion zur Geschichte links und rechts des Rheins „Fort Louis und die Moder-Auen“   

Fort Louis – ein Bollwerk an Festung auf der Giessenheimer Rheininsel – befand sich unmittelbar an der Grenze zur Markgrafschaft Baden gegenüber der damaligen Reichsfestung Stollhofen.  Mitten in der von Gottfried Tulla umgestalteten Rheinzone finden wir heute noch die Reste dieser mehrfach zerstörten Festung und Stadt, wobei die Grundrisse noch klar zu erkennen sind.

Über die Geschichte dieses Ortes wird bei der Führung auch der Historiker von Stollhofen, Ernst Gutmann, informieren.  Die Moder, der linksseitige 82 km lange Zufluss des Rheins, der heute hinter der Staustufe Iffezheim in den Rhein mündet, ist ebenso Thema; ursprünglich mündete sie bei Drusenheim in den Rhein. Sie ist auch mit der Geschichte von Fort Louis verbunden und bietet noch interessante Einblicke in die Rheinauen. 

Treffpunkt: um 14:00 Uhr am Parkplatz bei der Staustufe Iffezheim um in Fahrgemeinschaften nach Fort Louis zu kommen. Kostenbeitrag: 5 € pro Person Anmeldung bei Rheinpark-Guide Christel Zorn,  Tel.-Nr. 07841-1378 oder Handy-Nr. 01577-3475 476.

siehe auch ⇒ Grenzübergreifend agieren

(Quelle: PAM.rh/HIN)