Auswirkung des Brexit

Erstellt: Freitag, 02. März 2018

(Hero). Der Austritt Großbritanniens aus der Europäischen Union wirft auch seine Schatten auf die Einbürgerung britischer Staatsangehöriger in Deutschland. Wie das Landratsamt Rastatt mitteilt, können britische Staatsangehörige als EU-Angehörige bislang eingebürgert werden, ohne die britische Staatsangehörigkeit aufgeben zu müssen.   Das Bundesinnenministerium hat sich nunmehr gegenüber den Einbürgerungsbehörden zur derzeitigen Praxis und den Änderungen ab Austritt geäußert. Solange das Vereinigte Königreich Mitglied der Europäischen Union ist, das heißt, bis zu dem Tag, an dem die Mitgliedschaft in der Europäischen Union endet, werden britische Einbürgerungsbewerber unter Fortbestand der britischen Staatsangehörigkeit eingebürgert. Dabei kommt es auf den Tag der Einbürgerung an, nicht auf den Tag der Antragstellung.  

Nach Vollzug des Austritts aus der EU können britische Staatsangehörige als nicht mehr Unionsbürger grundsätzlich nur eingebürgert werden, wenn sie zuvor die britische Staatsangehörigkeit aufgegeben haben. Großbritannien wird somit anderen Nicht-EU-Staaten, wie etwa der Türkei, Russland oder der Ukraine, gleichgestellt.  Voraussetzung für eine Einbürgerung ist grundsätzlich, dass die Bewerber seit acht Jahren in Deutschland leben, keine Vorstrafen haben, über ausreichendes eigenes Einkommen verfügen und die deutsche Sprache beherrschen. Das Verfahren dauert, wenn alle Nachweise und Dokumente vorliegen, in der Regel etwa sechs Monate. Britische Interessenten sollten diese Dauer berücksichtigen.  Information: Anfragen und Terminvereinbarungen beim Amt für Migration und Integration unter Telefon 07222 381-4390.

(Quelle: Lara)