200 Jahre Fahrrad-tRADition

Erstellt: Freitag, 22. Dezember 2017

(Hero). "Das Radjubiläum 2017 hat unsere Erwartungen deutlich übertroffen", bilanzierte Verkehrsminister Winfried Hermann MdL das Fahrradjubiläumsjahr 2017. "Die Gesamtschau der Aktivitäten und der Geschichten rund ums Fahrrad ist überwältigend – sowohl in ihrer Vielzahl als auch in ihrem Reichtum an kreativer Leidenschaft. Das Jubiläumsjahr hat gezeigt: Das Fahrrad liegt voll im Trend und die Menschen in Baden-Württemberg sind stolz auf ‚ihre‘ Erfindung. Ich bin mir daher sicher, dass 2017 ein Meilenstein auf dem Weg zu einer echten RadKULTUR in Baden-Württemberg ist und freue mich auf die Zukunft."

2017 hat das Rad, genauer die Laufmaschine von Karls Drais, die als Urform des heutigen Fahrrads gilt, seinen runden Geburtstag gefeiert. "Die Erfindung der Laufmaschine vor 200 Jahren war der Urknall der individuellen Mobilität. Hierauf bauten viele weitere Innovationen und Entwicklung auf, bis zur Fahrradvielfalt von heute. Wir in Baden-Württemberg sind daher natürlich stolz darauf, dass dies nicht irgendwo, sondern bei uns stattgefunden hat und feiern dies gebührend", sagte Ministerpräsident Winfried Kretschmann

In vielen Aktionen und Veranstaltungen konnte es zeigen, was es drauf hat: Über 200 Aktionen, Shows, Festivals, Stadtfeste, Wettbewerbe, eine Roadshow, ein Musical, Ausstellungen und Konferenzen haben das Fahrrad in den Mittelpunkt gestellt.

Der Impuls des Landes wurde von Politik und Verwaltung, Medien und Kultur, Institutionen und Öffentlichkeit und nicht zuletzt von Bürgerinnen und Bürgern im ganzen Land aufgegriffen. Dabei stand nicht nur die historische Geschichte von Karl Drais und seiner Laufmaschine im Mittelpunkt, sondern auch die heutige und zukünftige Bedeutung des Fahrrads als modernes Verkehrsmittel. "Nachhaltige Mobilität in allen seinen Formen wird von der Bevölkerung als Leistung der Verkehrspolitik erwartet," so Hermann.

An zahlreichen Aktionen rund ums Fahrradjubiläum war das Land direkt beteiligt:    

  1. Die Große Landesausstellung "2 Räder – 200 Jahre. Freiherr von Drais und die Geschichte des Fahrrads" im Technoseum Mannheim war eine der erfolgreichsten ihrer Geschichte und fand breite internationale Beachtung.
  2. Der Nationalen Radverkehrskongress fand im April 2017 anlässlich des Fahrrad-Jubiläums erstmals in Baden-Württemberg statt. Die Veranstaltung in Mannheim war mit über 800 Fachleuten die bisher größte ihrer Art.
  3. In Karlsruhe war das Fahrrad zentraler Bestandteil der HeimattageBaden-Württemberg.
  4. Den Sommer über tourte eine interaktive Ausstellung auf E-Lastenrädern durch ganz Baden-Württemberg.
  5. Der "Bundesweite Vorlesetag" stand unter dem Motto "200 Jahre Fahrrad".
  6. Die "Stallwächterparty", das politische Sommerfest des Landes in Berlin, stand 2017 ganz im Zeichen des Fahrrads.
  7. Am 12. Juni 2017, dem eigentlichen Geburtstag des Fahrrads, feierte das Land eine große Jubiläumsfeier mit über 300 geladenen Gästen in Mannheim.

Doch nicht nur die gesamte Landesregierung hatte dem Fahrrad 2017 ein Denkmal gesetzt. Im ganzen Land und auch über die Landesgrenzen hinaus wurde die baden-württembergische Erfindung geehrt. So wurden beispielsweise auch Sonderbriefmarken gedruckt und Sondermünzen geprägt. Eine besonders große Öffentlichkeit erreichten die kommunalen Veranstaltungen – allen voran in den Städten Mannheim und Karlsruhe.

Mannheim inszenierte das ganze Jahr über mit "Monnem Bike" den Facettenreichtum des Fahrrads.

Karlsruhe zelebrierte das Fahrrad unter dem Motto "Ganz schön Drais".

Etliche weitere Kommunen im ganzen Land boten rund um das Thema Fahrrad zahlreiche Aktionen an, die von den Städten, von Vereinen und Verbänden vor Ort initiiert wurden.  Auch auf der Seite der Kulturschaffenden diente das Fahrrad als Inspiration: In Mannheim gab es beispielsweise ein Drais-Musical, mehrere Bücher wurden im Rahmen des Radjubiläums herausgegeben und eine Reihe von Museen entwickelten Rad-Ausstellungen und erstmals wurde die Stadt Mannheim mit der Landesauszeichnung "Fahrradfreundliche Kommune" ausgezeichnet.

"Das Zertifikat "Fahrradfreundliche Kommune" lässt sich nicht mit einzelnen Aktionen verdienen. Es erfordert ein mehrjähriges systematisches Engagement. Die prämierten Städte zeichnen sich durch gleichermaßen erfolgreiche wie nachhaltige Radverkehrspolitik aus. Die Radverkehrspolitik basiert hier jeweils auf einer konzeptionellen Grundlage mit klaren Zielen und einer systematischen Umsetzung", so Minister Hermann während der Verleihung in Rastatt.  

Neu ausgezeichnet als "Fahrradfreundliche Kommune" wurde die Stadt Mannheim, die nicht nur den Ausbau des Radverkehrsnetzes vorangetrieben, sondern auch besonders bei der Kommunikation Maßstäbe gesetzt hat. Hierbei spielt insbesondere das große Engagement der Stadt bei der der 200-Jahrfeier des Fahrrades eine entscheidende Rolle. "In diesem Jahr hat Mannheim sich als Geburtsstadt des Fahrrades gefeiert. 200 Jahre nach der Erfindung des Fahrrades in Mannheim erhält die Stadt heute die begehrte Landesauszeichnung", so Minister Hermann.  

Mannheims Bürgermeisterin Felicitas Kubala sagte dazu: "Die Auszeichnung als fahrradfreundliche Kommune ist für Mannheim eine große Ehre und Belohnung zugleich. Das bald endende Jubiläumsjahr zu 200-Jahre Fahrrad wurde in Mannheim mit vielen Aktionen und Veranstaltungen sehr erfolgreich begangen und liefert einen hoffnungsvollen Ausblick in die Zukunft. Es ist spürbar, dass die Erfindung von Karl Drais in allen denkbaren Facetten in unserer Stadt gelebt und weitergetragen wird." 

(Quelle: VM.bw/HIN)