Welterbe angestrebt

Erstellt: Mittwoch, 29. November 2017

Baden-Baden (proh). Ein weiterer wichtiger Meilenstein im Rahmen der Welterbebewerbung der "Great Spas of Europe" erreichten die elf bekanntesten Bäderstädte Europas bei einem Treffen in Bad Ems am 28. und 29. November. Der Nominierungsantrag zur Anerkennung als UNESCO Welterbe soll bis 2018 vorgelegt werden. Unter dem Begriff "Great Spas of Europe", übersetzt "Bedeutende Kurstädte Europas", werden Kurstädte verstanden, die im 19. Jahrhundert internationale Bedeutung erlangten. 

Baden-Baden blickt auf eine reiche Kulturgeschichte seit der Antike zurück. Seine Glanzzeit als "Sommerhauptstadt Europas" im 19. Jahrhundert spiegelt sich bis heute im Stadtbild wider. In dieser Zeit zählt Baden-Baden zu den europäischen Kurstädten von Weltgeltung. In dieser Zeit zählte Baden-Baden zu den europäischen Kurstädten von Weltgeltung.

Dies schlug sich unter anderem in seiner spezifischen städtbaulichen Entwicklung nieder, die noch heute als besonderer Stadttypus erfahrbar ist. Ihre Kurtradition und städtebauliche Anlage gelten als repräsentativ für das Phänomen der europäischen Kurstadt und sind bis heute geschlossen in ihrer Struktur und historischen Substanz erhalten. Seit Sommer 2014 steht Baden-Baden gemeinsam mit zehn weiteren europäischen Kurstädten unter dem Titel "Great Spas of Europe" auf der Tentativliste der UNESCO. 

In einer Pressemitteilung heißt es: "Die Oberbürgermeister freuen sich, dass die Vollständigkeitsüberprüfung der Unesco-Bewerbungsunterlagen erfolgreich war und nun das Einreichen der Welterbebewerbung möglich ist.   Die Oberbürgermeister von Baden bei Wien, Spa, Franzensbad, Karlsbad, Marienbad, Vichy, Bad Ems, Bad Kissingen, Baden-Baden, Montecatini Terme und Bath bekräftigten ihre Verpflichtung, das Ziel des Welterbestatuses zu erreichen. Die beteiligten Bäder- und Kurstädte bilden die Spitze der qualitativen europäischen Badeorte, ausgewählt von internationalen Experten."  

Als Vorsitzender der Bürgermeister-Lenkungsgruppe sagte Petr Kulhanek, Oberbürgermeister von Baden-Badens tschechischer Partnerstadt Karlsbad: "Die großen Bäderstädte Europas sind ein einzigartiger Vorstoß für die Unesco von herausragendem universellem Wert. Der Erfolg wird unseren Bürgern und lokalen Gemeinschaften Vorteile bringen. Wir sind uns des Werts unserer Arbeit und der Präsentation der Gruppe berühmter Kurorte sicher und setzen unsere Nominierung mit einem anspruchsvollen und herausfordernden Zeitplan fort."  

"Die großen Bäderstädte Europas sind," so Kulhanek weiter, "ein außergewöhnliches Zeugnis für die Entwicklung der Zivilgesellschaft in ganz Europa, einschließlich bemerkenswerter Architektur, gesunder grüner Umgebungen, wie Parks, Gärten und Wälder, medizinischer Versorgung und Gesundheitsfürsorge, der Verschmelzung sozialer Barrieren und die Schaffung eines modernen europäischen Tourismus."  

Es ist das erste Mal, dass elf Städte der Unesco ein solch kompliziertes Konzept vorschlagen werden. Wegen der Unterschiede in der Gesetzgebung in jedem der sieben teilnehmenden Länder wird nun der Projektzeitplan fortgeführt, um im Jahr 2019 das Einreichen der Bewerbungsunterlagen abschließen zu können. Die Repräsentanten der Bäderorte wissen um den Wert des Welterbe-Statuses für die beteiligten Städte und deren Bürger, die Gastronomie, Hotellerie und Handel sowie letztlich auch für das Gesamtbild, die Identität und das Prestige, das für die Kurstädte herausgestellt wird.  

Aus diesem Status ergeben sich auch wirtschaftliche Vorteile. Die Oberbürgermeister sind sich sicher, dass das Einbeziehen der Bürger in die Bewerbung ein wesentlicher Punkt in diesem komplexen Prozess ist, und haben vor Ort entsprechende Initiativen entwickelt, um das Verständnis und aktive Unterstützung für die Unesco-Bewerbung zu fördern.  

Oberbürgermeisterin Margret Mergen hebt die Bedeutung der gemeinsamen Bewerbung hervor und fügt hinzu: "Wir wollen eine qualitätsvolle und überzeugende Bewerbung aller elf Städte einreichen. Dabei sind die individuellen Stärken und Besonderheiten jeder Stadt herauszuarbeiten."

siehe auch: Mergen in Baden bei Wien Oberbürgermeisterin Margret Mergen und die Baden-Badener Welterbebeauftragte Lisa Poetschki trafen sich mit Vertretern der weiteren Welterbe-Bewerberstädte im österreichischen Baden bei Wien zu einer Arbeitstagung ...
 

(Quelle: StVwBAD/HIN)