Global und lokal handeln

Erstellt: Donnerstag, 23. November 2017

LKR Karlsruhe | Brusque (joER). Die Übergabe der ersten SMIGHT-Station an die brasilianische Stadt Brusque stand im Mittelpunkt der Delegationsreise aus dem Landkreis Karlsruhe unter Führung von Landrat Dr. Christoph Schnaudigel. Mit solchen LED-Leuchten, die nicht nur Licht spenden, sondern multifunktional auch mit WLAN-Routern für freien Internetempfang, Ladetechnik für Elektrofahrzeuge sowie Messtechnik für Umweltdaten ausgerüstet werden können, sollen Schritt für Schritt veraltete und stromfressende Straßenlaternen an öffentlichen Plätzen und Hauptverkehrskontenpunkten ersetzen. „Die freundschaftlichen Beziehungen zwischen dem Landkreis Karlsruhe und der brasilianischen Stadt Brusque beschränken sich nicht nur auf gegenseitige Besuche und Pflege der gemeinsamen Wurzeln, die auf die badische Auswanderung vor über 150 Jahren zurückgeht“, sagte der Landrat.

Beide Körperschaften arbeiten auch im Rahmen des Bundesprojekts „50 kommunale Klimapartnerschaften“, das unter dem Motto „global denken-lokal handeln“ zu 100 % vom Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung gefördert wird, auf dem Gebiet des Klimaschutzes zusammen.

So sehr sich beide Länder im Positiven ähneln, wie zum Beispiel bei der starken Wirtschaft, so gleichen sich auch die Herausforderungen und Probleme beim Klimawandel: beginnend vom Temperaturanstieg und den damit verbundenen Verschiebungen der Jahreszeiten über die Unwetter- und Hochwassergefahr bis hin zu Auswirkungen für die Landwirtschaft.

Landrat Dr. Christoph Schnaudigel freute sich, mit dem SMIGHT-Projekt, den Startschuss für die weitere Entwicklung zu SMART CITY Brusque geben zu können und damit einen Teil zur „intelligenten Stadt der Zukunft“ beitragen zu können. Besonders stolz war er, dass die innovativen Stationen im Landkreis Karlsruhe konzipiert wurden und dadurch ein Technologie-Transfer stattfindet.

Die Aktivitäten im Bereich der Klimapartnerschaft reichen aber noch weiter und erstrecken sich auf viele Bereiche wie der Umweltbildung, auf einen Austausch beim Hochwasserschutz, Baumpflanzungen oder umweltfreundliche Aktivitäten wie das Stadtradeln.

Eine Woche lang weilte die Delegation, die sich aus Kreisräten, Vertretern des Wirtschaftsministeriums Baden-Württemberg, der Badisch-Südbrasilianischen Gesellschaft, der EnBW, der Herstellerfirma sowie der Gemeinden Karlsdorf-Neuthard und Graben-Neudorf zusammensetzte, im Bundesstaat Santa Catarina.

Auf dem Programm standen u.a. Treffen mit Vertretern der Landesregierung, Besuche bei der Universität UNIFEBE, bei Firmen, Unternehmer- und Industrieverbänden. Feierlich eingeweiht wurde ein Denkmal zur Ehrung der badischen Einwanderer.

Vertreter beider Länder waren sich bei diesem Termin einig, die Partnerschaft weiter auszubauen. Landrat Dr. Christoph Schnaudigel und der mitreisende Bürgermeister Sven Weigt luden deshalb eine Delegation aus Brasilien zu einem Gegenbesuch in den Landkreis Karlsruhe ein.

(Quelle: LanKA)