Kombibad Workshop

Erstellt: Donnerstag, 09. November 2017

Rastatt (pr). Welche Ideen und Anregungen haben Rastatts Bürgerinnen und Bürger zur Ausgestaltung des geplanten Kombibades? Der vom städtischen Eigenbetrieb Bäder organisierte Workshop am Samstag, 11. November, im Bildungshaus St. Bernhard, An der Ludwigsfeste 50, bietet ausreichend Gelegenheit für Dialog und Diskussion. An sechs moderierten Thementischen werden die in sechs Nutzergruppen eingeteilten Teilnehmerinnen und Teilnehmer Vorschläge sammeln und miteinander diskutieren.

Jährlich zieht es über 230'000  Men­schen in Rastatts Bäder. Das zeigt, wie  beliebt   das   Familienbad Alohra und das Freibad Natura sind.  Doch  beide  sind in die Jahre gekommen: Die beiden städtischen Schwimmbäder Alohra und Natura sind bekanntermaßen seit Jahren in einem maroden Zustand, so dass der Bäderbetrieb nur mit Mühe und erheblichen Kosten aufrechterhalten werden kann.

Der  Sanierungsbedarf    wächst    jährlich,  parallel  dazu  steigen  die  finanziellen Verluste, Tendenz steigend. Seit 2010 sind  die  Stadt  und  der  von  ihr  beauftragte  Betreiber der öffentlichen Bäder – die  Stadtwerke Rastatt – deshalb am Ana­lysieren und Überlegen, wie die Zukunft  der  Bäder  in  Rastatt  langfristig ebenso attraktiv wie sinnvoll gestaltet  werden kann.

In einem Punkt sind sich beide einig: Öffentliche Bäder tragen ent­scheidend zur Lebensqualität einer Kommune bei. Sie erfüllen eine ge­sellschaftspolitische  Aufgabe; Baden ist  ein attraktives  Freizeitvergnügen und Schwimmen hält fit. Zudem kann eine Schwimmausbildung lebensret­tend sein. Um jedoch neben privatwirtschaft­lich organisierten Bädern bestehen zu können, müssen öffentliche Bäder heute auch optisch und von ihren Angeboten her anziehend sein sowie  preislich vergleichsweise günstig.  

Jetzt ist die Zeit reif, eine Entscheidung über die Zukunft der Bäder zu treffen: Inzwischen gerät einerseits die Betriebs­sicherheit der hochgradig  sanierungs ­bedürftigen Einrichtungen zu nehmend in Gefahr: Ersatzteile für bestimmte Anlagen sind nicht mehr lieferbar, die bauliche Substanz ist teilweise an der Grenze. 

Im Oktober 2016 hatte der Gemeinderat deshalb einstimmig bei einer Enthaltung den Grundsatzbeschluss für den Bau eines Kombibades gefasst - als zukunftsfähige Lösung für ein Familienbad in Rastatt. Dem Beschluss vorangegangen waren umfangreiche Gutachten, die eine mögliche Sanierung der beiden Bäder untersucht hatten, und darauf aufbauend die Berechnungen und Empfehlungen des Gutachters Kurt Pelzer von der Deutschen Gesellschaft für das Bäderwesen.

Der Workshop am 11. November beginnt um 10.30 Uhr und wird zwischen 14.00 und 14.30 Uhr beendet sein. Für Verpflegung ist gesorgt. Nach der Begrüßung durch Oberbürgermeister Hans Jürgen Pütsch wird Moderator Frank Ulmer, bekannt aus den Rastatter Jugendbeteiligungs-Workshops im vergangenen Jahr, den Ablauf der Veranstaltung erläutern, bevor es an die Kreativarbeit an den Thementischen geht.

Gegen 13 Uhr treffen sich die Arbeitsgruppen zur Vorstellung der Ergebnisse und zur Abschlussdiskussion im Plenum. Wer sich bisher nicht angemeldet hat zum Workshop, aber spontan Lust hätte teilzunehmen: es gibt noch freie Plätze. Einfach vorbeikommen und sich vor Ort anmelden.

siehe auch: 

  • Badefreuden garantiert

    Grundsatzbeschluss den Weg freigemacht - anstelle der schwer sanierungsbedürftigen Bäder Alohra und Natura - den Bau eines Kombibads. Das Entwurfskonzept des neu zu planenden Schwimmbades in Rastatt sieht eine Symbiose aus Bestand und Neubau vor.

(Quelle: StVwRA/HIN)