Mergen in Baden bei Wien

Erstellt: Montag, 15. Mai 2017

Baden-Baden | Baden (joER). Oberbürgermeisterin Margret Mergen und die Baden-Badener Welterbebeauftragte Lisa Poetschki trafen sich mit Vertretern der weiteren zehn Welterbe-Bewerberstädte im österreichischen Baden bei Wien zu einer Arbeitstagung. Dort tagten vom 10. bis 12. Mai die Bürgermeister der elf herausragendsten Kurstädte Europas (Great Spas of Europe). Gemeinsam werden diese Städte bei der UNESCO für die Anerkennung als Welterbe nominiert. Thema der Tagung waren Zeitplan und Verfahren der Einreichung, sowie die Erörterung gemeinsamer Projekte zur Stärkung von Tourismus und Austausch zwischen den Kandidatenstädten.

Die Great Spas of Europe sind neben Baden-Baden die Städte Baden bei Wien, Bad Ems, Bad Kissingen, Montecatini Terme, Vichy, Spa, Bath, Franzensbad, Marienbad und Karlsbad.   Neben den intensiven Arbeitssitzungen zur Vorbereitung der Nominierung stand ein Informationsabend der Great Spas of Europe im Arnulf Rainer Museum auf dem Programm. Vor zahlreichen Vertretern aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft präsentierten die Great Spas of Europe ihre elf herausragenden Kurstädte, sowie den "Outstanding Universal Value" der Nominierung.

Der sogenannte OUV beschreibt wodurch die elf Städte gemeinsam zur Entwicklung der Weltkultur beigetragen haben.   Die "Great Spas of Europe" sind Kurstädte Mitteleuropas mit herausragender Bedeutung. Sie entwickelten eine Frühform des modernen Tourismus. Alle Städte habeneine besondere Ausformung von Kurstadtstruktur und Architektur. Zudem haben sie eine besondere Bedeutung für den gesellschaftlichen Wandel des 19. Jahrhunderts in Politik, Gesellschaft und Kultur sowie eine besondere medizinhistorische Bedeutung.  

Besonders interessant wurde es, als Toni Crouch, der Welterbemanager der englischen Stadt Bath über die Erfahrungen dieser großen Kurstadt mit dem Weltkulturerbe berichtete. Zuhörende Bürger aus Baden bei Wien zeigten sich begeistert über die Zukunftsperspektiven, die sich für die Stadt im Rahmen der Great Spas of Europe mit der Zuerkennung des Welterbestatus ergeben würden.      

Stefan Szirucsek, Bürgermeister der Stadt Baden bei Wien, fasste am Ende der Tagung seine Eindrücke zusammen: "Die Great Spas of Europe vereinigen die weltweit besten Adressen für Kur und Gesundheit. Das Weltkulturerbe bewirkt eine Besinnung auf die ureigentlichen Stärken dieser Städte: Gesundheit und Entspannung. Für Baden ist diese Kooperation eine einmalige Chance, die Entwicklung des Tourismus auf eine ganz neue Qualitätsebene zu stellen."  

Wie Oberbürgermeisterin Margret Mergen berichtete, ging es bei der Arbeitstagung unter anderem um die Formulierung des umfangreichen und aufwändigen Bewerbungsdokumentes. Weiter gilt es einen Managementplan zu entwickeln, in dem die Bewerberstädte berichten, wie sie mit einem möglichen Welterbetitel umgehen und welche Aktivitäten sie entwickeln.  

Ein weiterer wichtiger Schwerpunkt sei laut Mergen die Öffentlichkeitsarbeit. So solle es eine gemeinsame Homepage geben, aber beispielsweise auch Städtereisen in die anderen Great-Spas-of-Europe-Städte und einiges mehr. Nach wie vor, so Mergen, sehe der Zeitplan vor, die Bewerbung im September bei der UNESCO einzureichen. Das sei aber nur dann möglich, wenn alle beteiligten Städte bis dorthin ihre Hausaufgaben gemacht hätten.

(Quelle: StVwBAD)