„Be Smart – Don´t Start“

Erstellt: Dienstag, 13. November 2018

(proh). Bereits zum 22. Mal beginnt am 19. November 2018 der bundesweite Klassenwettbewerb "Be Smart - Don´t Start" für Schülerinnen und Schüler der Klassenstufen 6 bis 8. Unter allen Schulklassen, die während der gesamten Wettbewerbsdauer von sechs Monaten rauchfrei waren, werden attraktive Preise verlost - bundesweiter Hauptpreis ist eine Klassenreise im Wert von 5.000 Euro. Noch bis zum 17. November 2018 können sich Schulklassen für den Wettbewerb registrieren.

Gesundheitsminister Manne Lucha: "Der Trend zum Nichtrauchen bei jungen Menschen hält erfreulicherweise an. Dennoch bleibt die Prävention des Tabakkonsums ein wichtiges Thema, denn die Folgeschäden des Rauchens sind immens. Hinzu kommen neue Produkte wie E-Shishas oder E-Zigaretten, die zwar auf den ersten Blick als cooles Lifestyle-Produkt erscheinen, jedoch keinesfalls unbedenklich für die Gesundheit junger Menschen sind".

Neben dem Bundeswettbewerb schreibt das Land Baden-Württemberg zusätzlich einen Kreativwettbewerb mit weiteren Preisen aus, an dem sich die "Be Smart - Don’t Start"-Klassen mit Beiträgen zum Thema Nichtrauchen beteiligen können. Der Kreativität sind dabei keine Grenzen gesetzt: so können zum Beispiel Projekttage durchgeführt werden, Videos, Songs oder Gedichte zum Nichtrauchen erstellt werden. Die Gewinnerklassen werden zu einer großen Preisverleihung nach Stuttgart eingeladen.

Bei "Be Smart - Don´t Start" handelt es sich um ein nachgewiesen wirksames Präventionsprojekt, dass für alle Schulformen geeignet, einfach umzusetzen ist und für alle Schulklassen kostenfrei zur Verfügung steht. Der Wettbewerb kann zum Anlass genommen werden, das Thema Nichtrauchen im Unterricht aufzugreifen. Zusätzlich werden Materialien für eine vertiefende Auseinandersetzung mit dem Thema bereitgestellt. 

 Be Smart - Don’t Start | Einsendeschluss für eure kreativen Beiträge ist der 3. Mai 2019.

eignet sich hervorragend, um weitere Aktivitäten zum Thema Nichtrauchen und Gesundheitsförderung durchzuführen. Der Kreativität sind dabei keine Grenzen gesetzt: Es können Projekttage durchgeführt werden, Videos, Songs oder Gedichte zum Nichtrauchen erstellt werden, Verantwortliche in Politik, Medien und Gesellschaft angeschrieben und auf das Thema aufmerksam gemacht werden usw.

Die kreativen Aktivitäten sollten das positive Image des Nichtrauchens stärken und Raucher nicht diskriminieren.  Für besonders kreative Aktionen gibt es in vielen Bundesländern Sonderpreise. Diese können auch Klassen erhalten, die aus dem Wettbewerb ausgeschieden sind. Die Ansprechpartnerinnen und Ansprechpartner in eurem Bundesland informieren euch gerne über die konkreten Bedingungen für kreative Projekte.  

Wenn ihr eine kreative Aktion einreichen möchtet, sendet diese direkt an die Ansprechpartner in eurem Bundesland, denn dort werden am Ende des Wettbewerbs auch die Preise für den Kreativwettbewerb vergeben. Der Landesverband des Deutschen Jugendherbergswerks e. V. unterstützt den Kreativwettbewerb zusätzlich mit einem Preis und stellt die Räumlichkeiten für die Veranstaltung zur Verfügung.

Rauchstopp lohnt sich - trotz zusätzlicher Kilos auf der Waage

Wer darüber nachdenkt, mit dem Rauchen aufzuhören, sollte sich von einer möglichen Gewichtszunahme nicht abhalten lassen. Denn obwohl auch Übergewicht mit Gesundheitsrisiken verbunden ist, überwiegt der gesundheitliche Nutzen durch einen Nikotinverzicht noch immer deutlich. Das ist das Ergebnis einer umfangreichen US-Studie, die kürzlich in der renommierten Fachzeitschrift "New England Journal of Medicine" erschienen ist. Die Deutsche Gesellschaft für Innere Medizin e. V. (DGIM) nimmt den Forschungsbericht zum Anlass, einmal mehr auf die Risiken des Tabakkonsums hinzuweisen.

Nikotin dämpft den Appetit und steigert den Grundumsatz – zwei Effekte, die dabei helfen, das Körpergewicht zu reduzieren. Umgekehrt gehört ein gesteigerter Appetit zu den typischen Symptomen des Tabakentzugs. Im Durchschnitt legen Ex-Raucher daher vier bis fünf Kilo zu, wenn sie konsequent auf die Zigarette verzichten. "Lange Zeit war unklar, ob dieser Effekt den Gewinn an Lebenszeit, der durch den Rauchstopp erzielt wird, teilweise wieder zunichte macht", sagt Professor Dr. med. Claus Vogelmeier, Pneumologe und Direktor an der Klinik für Innere Medizin des Universitätsklinikums Marburg. Diese Bedenken könne die aktuelle Studie jedoch zerstreuen.

Die US-Forscher griffen auf die Daten von drei großen Langzeitstudien zurück und konnten darin über 160 000 Teilnehmer identifizieren, für die durchgehende Angaben zu Gewicht, Rauchstatus und Gesundheit vorlagen. In durchschnittlich fast 20, manchmal sogar 30 Jahren der Nachbeobachtung ergab sich ein umfassendes Bild zu den Veränderungen, die ein Rauchstopp im Vergleich zu einer fortgesetzten Raucherroutine mit sich bringt. Der Wermutstropfen zuerst: Eine Gewichtszunahme während des Nikotinentzugs blieb durchaus nicht ohne gesundheitliche Folgen.

Das Risiko, einen Diabetes Typ 2 zu entwickeln, stieg in den ersten fünf bis sieben Jahren nach dem Rauchstopp zunächst an, fiel danach jedoch wieder ab. "Das Diabetes-Risiko stieg dabei umso stärker, je mehr Gewicht die Teilnehmer zulegten", erläutert Vogelmeier, Vorsitzender der DGIM. So waren Menschen, die weniger als fünf Kilo zulegten, von dem Anstieg nahezu ausgenommen. Wer allerdings mehr als zehn Kilo zunahm, hatte ein im Vergleich zu fortgesetzten Rauchern um 60 Prozent erhöhtes Diabetes-Risiko.

Das wichtigste Ziel des Rauchverzichts blieb davon jedoch unberührt: Unabhängig von der Gewichtszunahme lag das Risiko, an einer Herz-Kreislauf-Erkrankung zu sterben, bei allen Ex-Rauchern deutlich niedriger als bei denjenigen Teilnehmern, die weiterhin zur Zigarette griffen. Auch das allgemeine Sterberisiko, in dessen Berechnung auch alle anderen Todesursachen eingingen, wurde durch den Rauchverzicht deutlich gesenkt. "Dieser Effekt stellt sich sehr rasch nach dem Rauchstopp ein und wird in den ersten zehn bis fünfzehn Jahren immer größer", sagt Vogelmeier.

Wie die US-Forscher betonen, lässt sich das deutliche Absinken des Mortalitätsrisikos – oder anders ausgedrückt: der deutliche Gewinn an Lebenszeit – für alle Gewichtsgruppen beobachten. Lediglich bei einer sehr kleinen Zahl von Teilnehmern, die sechs Jahre nach dem Rauchstopp eine sehr starke Gewichtszunahme von mehr als 18 Kilogramm zu verzeichnen hatten, näherte sich das Risiko, an einer Herz-Kreislauf-Erkrankung zu sterben, allmählich wieder dem von Immer-Noch-Rauchern an.

"Als Fazit bleibt festzuhalten: Ein Rauchstopp lohnt sich immer", sagt auch DGIM-Generalsekretär Professor Dr. med. Ulrich R. Fölsch aus Kiel. Dies gelte auch für andere internistische Erkrankungen wie Rheuma und Magen-Darm-Leiden, die bei rauchenden Patienten häufig deutlich stärker ausgeprägt seien. Um den Gesundheitsgewinn auch wirklich auszuschöpfen, sei es aber ratsam, Strategien für einen Rauchstopp ohne massive Gewichtszunahme vorab mit dem behandelnden Arzt zu besprechen.

siehe auch: Rauchen schädigt Gene

(Quelle: SM.bw/DGEM.de/HIN)