Behinderte am Tisch

Erstellt: Freitag, 10. November 2017

Baden-Baden (proh). Gut besucht war der von der kommunalen Behindertenbeauftragten Beate Wirth einberufene "Runde Tisch für Menschen mit Behinderungen", bei dem viele, ganz unterschiedliche Behindertenorganisationen aber auch einzelne Betroffene vertreten sind. An dem Gesprächskreis nahm auch Oberbürgermeisterin Margret Mergen teil, die einige Ausführungen zu dem inzwischen barrierefrei umgestalteten Bürgerbüro und dem kürzlich erstellten Seniorenwegweiser sowie anderen Planungen machte.

Marcus Walz berichtete über den Integrationsfachdienst mit seiner Geschäftsstelle in Rastatt, der für Schwerbehinderte im Arbeitsleben im Landkreis Rastatt, aber auch im Stadtkreis Baden-Baden zuständig ist. Dabei sei es wichtig, so Walz in seinen Ausführungen, dass der Arbeitsplatz "passt" und auf die Besonderheiten der behinderten Arbeitnehmer eingestellt ist.

Neu eingerichtet werden sollen nach Vorgabe des Bundesteilhabegesetzes ab 1. Januar 2018 die sogenannten Ergänzenden Unabhängigen Teilhabeberatungsstellen (EUTB). Christian Lemcke, Mitglied der Geschäftsführung der Lebenshilfe, berichtete über diese neue Einrichtung, die vom Land gefördert wird, aber für alle noch Neuland ist.

So wird voraussichtlich im Laufe des Monats eine Entscheidung darüber fallen, welche dieser Beratungsstellen im hiesigen Raum dann zugelassen werden. Eine rechtliche Beratung können die EUTB allerdings nicht wahrnehmen. Auch der von Hans Kühn vorgestellte "Augen-Bus", der zur Verbesserung der augenärztlichen Versorgung besonders in den Landkreisen eingerichtet wird, fand großes Interesse der Teilnehmer.

Abschließend gab Iska Dürr, die Leiterin des städtischen Fachbereichs Bildung und Soziales einen kurzen Sachstandsbericht über die vor einiger Zeit neu eingerichtete IBB-Stelle für psychisch Kranke (Informations-, Beratungs- und Beschwerdestelle). "Dieser Runde Tisch ist ein gut aufgestelltes Gremium, in dem Information, aber auch der Austausch unter den Behinderten-Organisationen sehr effizient möglich sind.

Das große Interesse für diesen Gesprächskreis zeigt darüber hinaus, dass die Belange der Menschen mit einer Behinderung eine ganz besondere Bedeutung in unserer Gesellschaft haben", zieht Behindertenbeauftragte Beate Wirth ein durchweg positives Resümee.

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