Weinjahr 2018

Erstellt: Donnerstag, 07. Februar 2019

Baden Weinjahr 2018(Hero). Das Statistische Landesamt ermittelt für das Jahr 2018 eine Weinmosternte von insgesamt 2,6 Millionen Hektolitern (Mill. hl) in Baden-Württemberg. Grundlage für das Ergebnis bilden die Schätzungen der freiwilligen Ernteberichterstatter. Trotz der außergewöhnlichen Hitzeperiode im vergangenen Jahr stellt es das höchste Ernteergebnis der letzten zehn Jahre dar. Privatkellereien und Genossenschaften haben weniger Weinmost zu Prädikatswein ausgebaut als möglich wäre.

Auf einer Ertragsrebfläche von insgesamt 26.000 Hektar (ha) konnte ein Durchschnittsertrag von 100 Hektoliter je Hektar (hl/ha) mit einer durchschnittlichen Qualität von 91 °Oechsle erreicht werden. Im Anbaugebiet Baden wurden auf einer Fläche von 15.000 ha mit einem Ertrag von durchschnittlich 98,3 hl/ha insgesamt 1,5 Mill. hl Weinmost erzeugt.

 In Württemberg lag der Ertrag auf 11.000 ha im Mittel bei 102,2 hl/ha, wodurch ein Gesamtmostertrag von 1,1 Mill. hl erzielt wurde. Im Vergleich zum Vorjahr ist die diesjährige Weinmosternte in Baden um 27,6 % und in Württemberg sogar um 31,7 % höher. Landesweit kommt die Erzeugung von Weißmost auf 1,2 Mill. hl und die von Rotmost auf 1,4 Mill. hl. In Baden wurde anteilsmäßig mehr Weißmost erzeugt (59 % Weiß- und 41 % Rotmost)

.  In Württemberg ist im Vergleich die Rotmostmenge deutlich höher (28 % Weiß- und 72 % Rotmos). Ernteausfälle waren nur aufgrund von regionalen Hagelereignissen zu verzeichnen.

Die Schadauswirkungen der lang andauernden Trockenheit zeigten sich vor allem bei Junganlagen und den Weinbergen, die auf flachgründigen Böden stehen.  Nach den gesetzlichen Regelungen könnten aufgrund der erzielten Ausgangsmostgewichte in Baden-Württemberg 2,4 Mill. hl oder 94 % der anfallenden Weinmostmenge als Prädikatswein ausgebaut werden.

Die verbleibende Erntemenge von 160.000 hl sind für die Erzeugung als Qualitätswein geeignet.  Das tatsächliche Angebot hängt jedoch von der Nachfrage im jeweiligen Preissegment ab. Aufgrund dessen wird von den Privatkellereien und Genossenschaften weniger Weinmost zu Prädikatswein ausgebaut als möglich wäre.

Riesling-Weingut des Jahres aus dem Durbachtal Appenweier

Das Weingut Alexander Laible freut sich über einen Doppelerfolg. Der Jungwinzer wurde zum Riesling-Weingut des Jahres 2019 und mit dem 2017 Riesling trocken Tausend Sterne zum besten Riesling Deutschlands gekrönt. Dieser großartige Erfolg ging erstmals nach Baden. Gerade für Baden als Burgunderland wertet Alexander Laible diese Auszeichnung als besonders.

„Speziell die Ortenau hat damit ihre Rieslingkompetenz zeigen können“, freut sich der Winzer aus dem Durbachtal auch über die Ausstrahlung seines Erfolgs auf das gesamte Anbaugebiet.  Eine 50-köpfige hochkarätig besetzte Jury des Genussmagazins „Selection“ lädt alljährlich Weingüter und Winzergenossenschaften aus allen deutschen Anbaugebieten zu diesem Contest ein.

„Dieser Erfolg ist für mich außergewöhnlich, da unsere Rieslinge eher untypisch sind“, schildert Laible. Sie zeichnen sich durch schönen Körper aus, sind nicht ganz so stählern, wenngleich wild und zupackend, aber vor allem schmeichelhaft für den Gaumen. „Außerdem steht bei uns die Bekömmlichkeit ganz oben auf der Skala“, betont Alexander Laible.  Groß ist die Freude, dass der Riesling trocken Tausend Sterne mit Platz eins siegreich war.

„Er ist eigentlich unser Flitterwochen-Wein“, schmunzelt der Durbacher Winzer und verbindet damit einen besonderen Moment. Heute liefert das Weingut gerade diesen Wein in ein Nobelrestaurant auf der Nordsee-Insel. Mit diesen Auszeichnungen verweist Laible die Rheinhessen, Württemberger, Nahe, Mosel und Pfalz auf die Plätze. „Keine andere Rebsorte hat diese Vielfalt an Aromen und ist so universell einsetzbar“, lobt Alexander Laible den Riesling.  

Beim Jahrgang 2018 gerät der Riesling-Champion ins Schwärmen: „Das Klima des vergangenen Jahres war für alle Rebsorten perfekt.“ Auch wenn er mit den altvorderen Winzern im Tal spricht, so erinnert sich keiner daran, dass es jemals in einem Jahrgang so schöne Trauben gegeben hat. Nun blickt Alexander Laible erwartungsvoll auf die Füllung seiner Weine, die bis in zwei Wochen auf dem Programm steht.  Als Aufsteiger würdigt auch der Feinschmecker das 13 Hektar große Weingut. „Mittlerweile strahlt die gesamte Kollektion“, heißt es. Auch hier ist es der Riesling, der besonders hervorgehoben wird. „Alexander Laible und Riesling: passt!“

(Quelle. STATIS.bw/HIN)