Wie schmeckt's regional?

Erstellt: Dienstag, 16. Mai 2017

Round TableKarlsruhe (proh). Im ersten Quartal 2017 kann der Tourismus in Karlsruhe eine positive Bilanz verbuchen, wie beim 11. RoundTableGespräch 'Tourismus Karlsruhe' bekannt gegeben wurde: Die Gästeankünfte stiegen im Vergleich zum Vorjahr um 5,7 Prozent auf 144'400 und die Übernachtungen verzeichneten einen Zuwachs von 7,1 Prozent auf 252'600. Besonders erfreulich sind Zuwächse bei den Gästen aus dem Ausland. Hier konnten die Ankünfte um 5,5 Prozent auf 28'000 gesteigert werden, die Übernachtungen nahmen sogar um 11,2 Prozent auf 56'500 zu.

"Der Aufschwung der vergangenen Jahre hält nicht nur an, wir können ihn sogar noch übertreffen", sagt Klaus Hoffmann, Geschäftsführer der KTG Karlsruhe Tourismus GmbH, zufrieden. Fazit des 11. Round Table Tourismus Karlsruhe: Kulinarik ist ein wichtiger Faktor für den Tourismus  Die Bedeutung des Themas Kulinarik als wichtiger Teil des Urlaubs- und Ausflugserlebnisses nimmt zu. Darin waren sich alle Teilnehmer des 11. Round Table Tourismus am 15. Mai 2017 im Schlosshotel Karlsruhe einig.

„Diesen Erfolg führen wir vor allem auf die Kooperationen im Auslandsmarketing mit unseren Partnern wie der Schwarzwald Tourismus GmbH zurück“, erläutert Klaus Hoffmannund  führte mit den Worten „Wussten Sie, wie Karlsruhe schmeckt?“ in die Wechselwirkung von Kulinarik und Tourismus ein. Dabei gehe es keineswegs nur um das klassische Diner im 5-Sterne-Restaurant, so Klaus Hoffmann.

„Kulinarik ist heutzutage vielmehr mit dem Genuss-Motiv verbunden. Das heißt, dass der Reisende das Gefühl haben muss, etwas Schönes, etwas Besonderes zu erleben. Das kann das Entdecken von regionalen Spezialitäten in einem einfachen Gasthof sein, eine Weinprobe im Staatsweingut Karlsruhe-Durlach, ein Schoko-Seminar beim ZUCKERBECKER oder auch der Besuch eines Wochenmarktes mit vielen neuen Genusserlebnissen.“  

Beinahe 30 % der Urlaubsausgaben werden für Speisen und Getränke aufgewendet, ergab eine Studie des Europäischen Tourismus Instituts, dabei verstärkt die anhaltende Globalisierung den Trend zur Regionalität. Diese Entwicklung konnte auch Regina Autenrieth von der DEHOGA Tourismus Baden-Württemberg GmbH in ihrem Impulsreferat bestätigen. Als Projektleiterin der Aktion „Schmeck den Süden“ wirbt sie für hochwertigen regionalen Genuss und Gastronomie-Kultur im Genießerland Baden-Württemberg.

Regionale Produkte mit höchster Qualität senden eine klare und glaubwürdige Werbebotschaft an die Gäste und steigern gleichzeitig die touristische Attraktivität, so ihr Fazit. Daher appellierte Klaus Hoffmann gemeinsam mit Waldemar Fretz, dem Vorsitzenden der DEHOGA-Kreisstelle Karlsruhe, an die Teilnehmer aus Gastronomie und Hotellerie, sich Gedanken um die Karlsruher Ess- und Trinkkultur zu machen, um den Gästen ein vielfältiges, genussreiches Erleben zu offerieren. Dies sei besonders wichtig im Hinblick auf die Themenkampagne „Kulinarisches Deutschland“ der Deutschen Zentrale für Tourismus (DZT): Diese fokussiert 2018 ihre weltweiten Marketing- und  Vertriebsaktivitäten, um Gäste einzuladen, Deutschland mit Genuss zu entdecken.  

(Quelle: TOURI.ka/HIN)