Aktionstag Inklusion

Erstellt: Montag, 07. Mai 2018

Rastatt (proh). Die Sonne strahlte um die Wette mit den freudigen Gesichtern der Mitglieder des Expertenkreises Inklusion, als am vergangenen Samstag, 5. Mai, der Aktionstag Inklusion seine Premiere feierte. Geradezu ansteckend war die unbändige Freude der vielen aktiven Vereine, die den Besucherinnen und Besuchern des Wochenmarkts zeigten, was sie alles zu bieten haben: vom Rolli-Ball-Spiel über Alterssimulationsanzüge hin zu Kunst, Musik und Tanz. Und so feierten alle ein wahres Fest der Inklusion. Ein Projekt ist allerdings noch nicht ganz fertig geworden: das Inklusions-Band.

Ziel der Aktion des Vereins "Kunst & Inklusion" war es, innerhalb von zwei Stunden gemeinsam mit Besuchern und Passanten ein rund 250 Meter langes Inklusions-Band zu gestalten und es vom Rathaus zur Stadtkirche St. Alexander zu spannen.

"Viele Menschen haben mitgemacht und auf das Band geschrieben, was ihnen Inklusion bedeutet. Aber für 250 Meter hat es nicht ganz gereicht", erklärt Margrit Wagner-Körber von der Servicestelle Inklusion. "Deshalb haben wir uns spontan für eine möglichst zeitnahe zweite Aktion entschieden, um bald die Restfläche zu befüllen", kündigt die Koordinatorin des Aktionstags Inklusion an. Alle Beteiligten wird’s freuen, denn das Fazit des Aktionstages fällt durchweg positiv aus.

Für einen beschwingten Auftakt sorgte das Saxophon-Quartett der Städtischen Musikschule. Förmlich von Zuschauerinnen und Zuschauern eingekreist waren danach die Kinder der Kita Pünktchen, die mit ihren niedlichen Tänzen das Publikum bezauberten. In Windeseile zum Spielfeld umfunktioniert war dann der Rathaus-Vorplatz. Beim spannenden Rolli-Ball-Spiel unter der Regie von Trainerin Petra Möller vom Rastatter SC / DJK 2013 zeigten die Rollstuhlfahrer eine beachtliche sportliche Leistung, Teamgeist und natürlich absolute Freude. Von der ließ sich auch Oberbürgermeister Hans Jürgen Pütsch mitreißen und machte kurzerhand mit.

Die Besucherinnen und Besucher des Wochenmarktes hatten beim rund zweistündigen Aktionstag die Wahl zwischen verschiedenen Mitmach- und Informationsangeboten vor dem Historischen Rathaus und der Stadtkirche St. Alexander: eine "Zeitreisen ins Alter" mit Simulationsanzügen und Simulationsbrillen zu fünf verschiedenen Augenerkrankungen des Kreisseniorenrates Rastatt und des Blinden-/Sehbehindertenvereins Südbadens, Angebote des Vereins Volltreffer – Inklusion mit Zukunft, ein Glücksrad der Lebenshilfe Rastatt/Murgtal sowie Informationen des städtischen Seniorenbüros, des Caritasverbandes für den Landkreis Rastatt und des Selbsthilfe-Netzwerkes im Landkreis Rastatt und Stadtkreis Baden-Baden und der Reha-Südwest für Behinderte gGmbH.

Auch wenn das Inklusions-Banner noch nicht ganz fertig geworden ist, empfanden die Mitglieder des Expertenkreises die Aktion als gelungen. Im Sinne eines inklusiven Miteinanders gingen sie mit dem Inklusions-Band ins Marktgeschehen auf viele Menschen zu und suchten offen das Gespräch. Im Dialog erhielten sie ebenso zahlreiche wie bunte Aussagen, was Inklusion für jeden einzelnen bedeutet.

"Für mich war das unvoreingenommene Zugehen auf die Besucherinnen und Besucher des Marktes gelebte Inklusion", beschreibt es Margrit Wagner-Körber. Mit fröhlichen und rhythmischen Liedern setze die Trommelgruppe aus dem Bereich der musikalischen Frühförderung des Familienzentrums Rastatt den Schlusspunkt eines rundum gelungenen Aktionstages.

(Quelle: StVwRA/HIN)