Rotarier mit Blühstreifen

Erstellt: Mittwoch, 25. Juli 2018

Bühl (proh). Es ist eine Oase aus Menschenhand - zumindest für die Vögel, Insekten und Schmetterlinge. Der Rotary Club Achern-Bühl hat zwischen der Rheinstraße und der Friedolin-Stiegler-Straße einen Blühstreifen angelegt, um die biologische Vielfalt zu fördern. Denn für Insekten sind diese Blüten Nahrung. Und Insekten, so der eindringliche Appell von Initiator Dr. med. Christian Gospos, Jahrgang 1945, gibt es immer weniger. Seit dem Ruhestand kümmert er sich um Natur- und Tierschutz. Um die Artenvielfalt zu erhalten, setzt er sich für eine Verbesserung der Lebensgrundlage der Vogelwelt ein.

Zusammen mit seinen Clubfreunden setzt sich Christian Gospos seit mehreren Jahren aktiv für den Naturschutz ein. So wurde auch die Jahreskampagne "Every Rotarian Plant One Tree" von RI-Präsident Ian Riseley mit Begeisterung aufgenommen und der Club pflanzte neue Bäume für Bühl. Mit dem Anlegen und Pflegen von Blühstreifen ist mehr Arbeit verbunden, die der Club jedoch gerne in Kauf nimmt. Rund 300 Quadratmeter konnten aktuell auf Flächen der Gemeinde eingerichtet werden.

In Deutschland greifen mittlerweile immer mehr Rotarier Mutter Natur unter die Arme. Denn gerade dicht bebaute Gebiete nehmen immer mehr Lebensraum von Tieren und Pflanzen ein. Über einfache Maßnahmen, wie z.B. das Pflanzen von Blühstreifen, kann hier Nachbarin Natur im direkten Wohnumfeld des Menschen geholfen werden. So legte z.B. der RC Achern-Bühl am 19. März nach Vorlage des Projekts "Bunte Meter für Deutschland" des Naturschutzbunds Deutschland e.V. (NABU) gut 300 Quadratmeter Lebensraum für Insekten und Vögel an.

"In und mit der Gemeinschaft können viele Ziele besser erreicht werden", weiß Christian Gospos aus Erfahrung. Und dass sein Club seine Initiativen unterstützt, motiviert ihn weiter zu neuen Ideen. Der Rotary Club Achern-Bühl hat zwischen der Rheinstraße und der Friedolin-Stiegler-Straße einen Blühstreifen angelegt, um die biologische Vielfalt zu fördern. Denn für Insekten sind diese Blüten Nahrung. Und Insekten, so der eindringliche Appell von Initiator Christian Gospos, gibt es immer weniger.  

"Die große Bedeutung der Tiere für uns Menschen ist immer noch zu wenig bekannt", bedauert auch Club-Präsident Wolfgang Reik. Dabei seien die Landwirtschaft und die Nahrungsproduktion abhängig von Insekten, die wiederum bestimmte Nahrungspflanzen dringend benötigen. "Es geht um nichts weniger als um unsere Ernährungsgrundlage", betont Gospos, dass das Thema alle angehe.

Zur Verbesserung der biologischen Artenvielfalt können Blühstreifen als sogenannte "grüne Trittsteine" beitragen, denn Insekten brauchen kurze Distanzen von 100 bis 300 Meter von Blüte zu Blüte. "Je mehr dieser "grünen Trittsteine" angelegt werden, umso besser für die Natur", erklärt Gospos.  Mit Hilfe der Stadt und des Bauhofs, für dessen intensiven und fachkundigen Einsatz Gospos ausdrücklich dankte, hat sich letztendlich "eine enorme Artenvielfalt in unserem Blühstreifen durchgesetzt", konstatiert er.

Dabei sei der konkurrierende Vorbewuchs für den breit aufgestellten Samen mit 30 verschiedenen Samensorten enorm gewesen. Gründliches, fachmännisches, zigfaches Jäten und Bewässern war deshalb erforderlich. "Ohne die tatkräftige Hilfe vieler helfender Hände aus unserem rotarischen Freundeskreis wäre die Anlage des Blühstreifens nicht möglich gewesen", erklärte Gospos. Rund ein Drittel der Vereinsmitglieder habe sich an dem Pilotprojekt beteiligt - als erstes Projekt dieser Art wurde das Bühler Vorhaben im Rotarier-Magazin für Deutschland und Österreich vorgestellt.    

Auf viele Nachahmer setzt der Verein auch in der Region. "Wir wollen die Menschen bewegen, dass sie ähnliches machen", denkt Gospos an Naturschutzgruppen oder auch Vereine. Das "Blühstreifenprojekt" sei ein Projekt, an dem sich jeder Bürger beteiligen könne. So bietet nicht nur der eigene Garten die Möglichkeit, selbst zu handeln. Auch die Balkongärtner sind gefragt. "Es geht darum, dass wir für unsere Insekten und Vögel in unserem Siedlungsbereichen Ersatzlebensraum schaffen können für den Verlust des angestammten Lebensraums in Offenlandgebiet", erklärt Gospos.

"Es ist ein Bewusstseinswandel notwendig", meint auch Oberbürgermeister Hubert Schnurr, "daran arbeiten wir". Das "Blühstreifenprojekt" passe hervorragend zum Grundsatzbeschluss der Stadt zur Biodiversität. Schönheit müsse man auch aus Sicht des Insektenauges definieren, verwies Schnurr darauf, dass nicht überall ein englischer Rasen wachsen sollte. An einem weiteren Renaturierungsprojekt, "Natur nah dran", ist die Stadt Bühl seit 2015 beteiligt.

"Die große Bedeutung der Tiere für uns Menschen ist immer noch zu wenig bekannt", bedauert Club-Präsident Wolfgang Reik. Dabei seien die Landwirtschaft und die Nahrungsproduktion abhängig von Insekten, die wiederum bestimmte Nahrungspflanzen dringend benötigen. "Es geht um nichts weniger als um unsere Ernährungsgrundlage", betont Gospos, dass das Thema alle angehe. Zur Verbesserung der biologischen Artenvielfalt können Blühstreifen als sogenannte "grüne Trittsteine" beitragen, denn Insekten brauchen kurze Distanzen von 100 bis 300 Meter von Blüte zu Blüte. "Je mehr dieser 'grünen Trittsteine' angelegt werden, umso besser für die Natur", erklärt Gospos. 

Mit Hilfe der Stadt und des Bauhofs, für dessen intensiven und fachkundigen Einsatz Gospos ausdrücklich dankte, hat sich letztendlich "eine enorme Artenvielfalt in unserem Blühstreifen durchgesetzt", konstatiert er. Dabei sei der konkurrierende Vorbewuchs für den breit aufgestellten Samen mit 30 verschiedenen Samensorten enorm gewesen. Gründliches, fachmännisches, zigfaches Jäten und Bewässern war deshalb erforderlich.

"Ohne die tatkräftige Hilfe vieler helfender Hände aus unserem rotarischen Freundeskreis wäre die Anlage des Blühstreifens nicht möglich gewesen", erklärte Gospos. Rund ein Drittel der Vereinsmitglieder habe sich an dem Pilotprojekt beteiligt - als erstes Projekt dieser Art wurde das Bühler Vorhaben im Rotarier-Magazin für Deutschland und Österreich vorgestellt.    

Auf viele Nachahmer setzt der Verein auch in der Region. "Wir wollen die Menschen bewegen, dass sie ähnliches machen", denkt Gospos an Naturschutzgruppen oder auch Vereine. Das "Blühstreifenprojekt" sei ein Projekt, an dem sich jeder Bürger beteiligen könne. So bietet nicht nur der eigene Garten die Möglichkeit, selbst zu handeln. Auch die Balkongärtner sind gefragt. "Es geht darum, dass wir für unsere Insekten und Vögel in unserem Siedlungsbereichen Ersatzlebensraum schaffen können für den Verlust des angestammten Lebensraums in Offenlandgebiet", erklärt Gospos.  

"Es ist ein Bewusstseinswandel notwendig", meint auch Oberbürgermeister Hubert Schnurr, "daran arbeiten wir". Das "Blühstreifenprojekt" passe hervorragend zum Grundsatzbeschluss der Stadt zur Biodiversität. Schönheit müsse man auch aus Sicht des Insektenauges definieren, verwies Schnurr darauf, dass nicht überall ein englischer Rasen wachsen sollte. An einem weiteren Renaturierungsprojekt, "Natur nah dran", ist die Stadt Bühl seit 2015 beteiligt.  BU: Neben OB Hubert Schnurr (Zweiter von links) von links die Rotarier Erik Füssgen, Elisabeth Beerens, Wolfgang Reik, Sabine Gospos und Christian Gospos.

Christian Gospos, RC Achern-Bühl, liefert Interessierten gerne praktische Anregungen, wie Jeder in seinem direkten Umfeld für eine bessere Umwelt sorgen kann - im eigenen Garten oder mit Clubaktionen: eMail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!.

◊ siehe auch: Weidetiere erhalten Lebensräume

(Quelle: RC.a-b/StVwBH/HIN)