Radfernfahrt Alleenstraße

Erstellt: Montag, 11. Juni 2018

Karlsruhe (proh). 1'900 Kilometer fahren der BUND und Radsportler*innen für den Schutz von Alleen. Im Endspurt führt die Tour durch Baden-Württemberg. Auf der Radfernfahrt des Bundes für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) "Deutsche Alleenstraße", die von Rügen bis an den Bodensee führt, erreicht die Radgruppe am Dienstag, 12. Juni, das Etappenziel Karlsruhe. In Karlsruhe empfängt Bürgermeister Klaus Stapf die Radsportlerinnen und Radsportler am 12. Juni um 16.30 Uhr auf dem Marktplatz vor dem Rathaus. 

Ab 12. Juni führt die Tour vier Tage durch Baden-Württemberg.  Stuttgart. Mit einer 15-tägigen Radfernfahrt entlang der Deutschen Alleenstraße machen BUND und Radsportler*innen für den Schutz von Alleen aufmerksam. Die Teams fahren seit dem 1. Juni von Rügen bis zum Bodensee. Über weite Strecken hat Deutschlands längste Kulturstraße große Lücken. Der BUND fordert diese Lücken zu schließen. An jeder Etappe werden daher bei der Ankunft Bäume gepflanzt. Im Endspurt führt die Tour durch Baden-Württemberg.

„Alleen bekommen noch zu wenig Aufmerksamkeit. Viele dieser wunderschönen und wichtigen Alleen sind Straßen zum Opfer gefallen. Sicherheit auf den Fahrbahnen bekommen wir nicht durch das Fällen von Bäumen, sondern durch vorsichtigeres Autofahren. Mit der Aktion schärft der BUND das Bewusstsein vor allem im Autoland Baden-Württemberg“, sagt Brigitte Dahlbender, Landesvorsitzende des BUND Baden-Württemberg. Alleen und Baumreihen an Straßen sind nicht nur schön, sondern sie bieten auch Lebensraum für Vögel, Fledermäuse und Insekten. 

Die Sportler*innen fahren in 15 Etappen durch die Bundesländer Mecklenburg-Vorpommern, Brandenburg, Sachsen Anhalt, Niedersachen, Thüringen, Bayern, Hessen, Rheinland-Pfalz und Baden-Württemberg. Beim Zieleinlauf in den Etappenstädten pflanzen sie Bäume. In Baden-Württemberg kommen die Radler durch fünf Städte. Die erste Etappe im Südwesten ist am 12. Juni Karlsruhe. Weitere Etappen sind Horb (13. Juni), Riedlingen (14. Juni) und Ravensburg (15. Juni). Das Ziel erreichen die Natruschützer*innen am 15. Juni in Reichenau.  

„Die Deutsche Alleenstraße verbindet das ganze Land und steht exemplarisch für viele der ‚grünen Tunnel‘. Sie ist deshalb ganz besonders geeignet, auf den unschätzbaren Wert der Alleen als Natur- und Kulturerbe hinzuweisen und für den Schutz und die Neuanpflanzungen von Alleen bei Behörden und Politikern zu werben“, sagt Katharina Dujesiefken, Referentin für Baum- und Alleenschutz beim BUND Mecklenburg-Vorpommern und Organisatorin der Tour. Während der Fahrt wird ein Streckentagebuch erstellt und mit aktuellem Bild- und Filmmaterial von der Tour berichtet. 

Die „Deutsche Alleenstraße“ führt mit insgesamt 2'900 Kilometern durch die schönsten Regionen Deutschlands. Zum Schutz dieses einzigartigen Kulturgutes gründeten sich im Jahre 1992 die „Arbeitsgemeinschaft Deutsche Alleenstraße“. 1993 wurde das erste Teilstück von Sellin bis nach Rheinsberg in Brandenburg eingeweiht. Das 25-jährige Jubiläum haben der Radsportverein „Tour d' Allée“ und der BUND Mecklenburg-Vorpommern 2018 zum Anlass genommen, die „Deutsche Alleenstraße“ mit einer besonderen sportlichen Aktion, einer Radfernfahrt entlang dieser längsten Kulturstraße Deutschlands, zu würdigen.

(Quelle: BUND/HIN)