Erdbeersaison beginnt

Erstellt: Freitag, 05. Mai 2017

(Hero). Anlässlich der Eröffnung der Erdbeersaison in Baden-Württemberg in Lautenbach (Ortenaukreis) hat Staatssekretärin Friedlinde Gurr-Hirsch auf die hervorragende Qualität der Erdbeeren trotz Jahrhundertfrost hingewiesen: "Der Jahrhundertfrost vom April dieses Jahres hat auch die Erdbeerproduzenten im Land teilweise schwer getroffen. Ungefähr die Hälfte der Anbaufläche weist Blütenschäden in unterschiedlichem Maße auf. Das Land wird den betroffenen Betrieben zur Seite stehen. Es geht um die Sicherung der Existenz unserer heimischen Landwirtschaft."

Im Wirtschaftsjahr 2015/16 verzehrten die Deutschen rund 280.000 Tonnen Erdbeeren, einschließlich aller Verarbeitungsformen. Das sind rund 3,4 Kilogramm pro Person – also fast sieben Schälchen à 500 Gramm. Damit rangieren Erdbeeren in der Beliebtheit bei den Deutschen gleich hinter Äpfeln, Bananen, Tafeltrauben und Pfirsichen.

Nach vorläufigen Zahlen des Bundesinformationszentrums Landwirtschaft (BZL) ist der Pro-Kopf-Verbrauch mit rund 3,4 Kilogramm seit fünf Jahren nahezu konstant.  Deutsche Erdbeeren kommen zu 95 Prozent aus dem Freiland  Laut Statistischem Bundesamt bauten 2016 knapp 2.270 Betriebe auf rund 18.000 Hektar in Deutschland Erdbeeren an.

Die meisten Betriebe befinden sich in Baden-Württemberg. Niedersachsen ist im Freilandanbau von Erdbeeren mit rund 23 Prozent der gesamten deutschen Anbaufläche führend.  Nordrhein-Westfalen ist das Bundesland mit der größten Anbaufläche unter begehbarer Schutzabdeckung (rund 279 Hektar). Rund 22,3 Prozent der Betriebe wirtschaften ökologisch auf 3,7 Prozent der Fläche.

"Da die Früchte nicht nachreifen, müssen sie bereits reif gepflückt werden. Die Vermarktungsnorm schreibt ausreichende Reife vor, nur dann weisen die Früchte den typischen Erdbeergeschmack auf. Erdbeeren guter Qualität haben keine weißen Stellen. Sie sehen frisch aus und ihre Oberfläche glänzt. Zur Sicherung gehört aber auch die Solidarität der Verbraucherinnen und Verbraucher."

"Die Ware, die am Markt ist, ist spitze. Deshalb gelte das Motto 'regional ist optimal' gerade auch bei Erdbeeren, bekräftigte die Staatssekretärin im Ministerium für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz, Friedlinde Gurr-Hirsch, anlässlich der Eröffnung der Erdbeersaison in Baden-Württemberg. "Wenn auch der Frost der Erdbeere im Südwesten teilweise arg zugesetzt habe, hätten die Erdbeeren aus Baden-Württemberg insgesamt eine hervorragende Qualität."

"Zum Start der Erdbeersaison in Baden-Württemberg möchten wir die Verbraucherinnen und Verbraucher ermuntern, gezielt heimische Erdbeeren nachzufragen. Dank sonniger Lagen, fruchtbarer Böden und hochqualifizierter Erzeuger bietet das Land ideale Bedingungen für den Anbau von Erdbeeren", betonte Gurr-Hirsch. Rund jede fünfte in Deutschland erzeugte Erdbeere stamme aus Baden-Württemberg.

Mit einer Menge von rund 26.000 Tonnen habe Baden-Württemberg im Jahr 2016 nach Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen bundesweit auf Platz drei der Erdbeer-Erzeuger gelegen. Nach wie vor sei die Erdbeere eine ausgesprochen saisonale Frucht. Wer zur richtigen Zeit auf heimische Ware zurückgreife und auf die teilweise ganzjährig verfügbare Importware verzichte, schone durch die Vermeidung langer Transportwege Klima und Umwelt und unterstütze gezielt unsere bäuerlichen Familienbetriebe.

(Quelle: MLR.bw/estatis/HIN)