Nachhaltige Gartenschau

Erstellt: Donnerstag, 31. August 2017

Bad Herrenalb (joER). 346.664 Besucher und eine zukunftsweisende Stadterneuerung - die Gartenschau Bad Herrenalb war in jeder Hinsicht ein Erfolg. Dieses Fazit zogen Landwirtschaftsminister Peter Hauk MdL und Bad Herrenalbs Bürgermeister Norbert Mai am Donnerstag bei der Abschluss-Pressekonferenz im Herrenalber Kurhaus. Bürgermeister Mai erklärte, er sei "sehr, sehr stolz auf die erreichten Besucherzahlen", betonte jedoch, dass sich der Erfolg nicht allein daran messen lasse. 

"Kurz vor Abschluss der Gartenschau kann Bad Herrenalb auf eine positive Bilanz blicken. Das gesteckte Besucherziel wurde übertroffen und die im Kontext der Gartenschau realisierten freiraumplanerischen sowie städtebaulichen Maßnahmen sorgen für neue Akzente im Stadtbild, die der Tourismusstadt auch nachhaltig Schub verleihen werden. Es ist gelungen, zukunftsfähige Infrastrukturen im Sinne einer städtebaulichen Weiterentwicklung zu schaffen, die letztendlich den Menschen in der Kurstadt und der Region grüne Freiräume und angenehme Aufenthaltsräume in einem attraktiven, landschaftlich bezaubernden Umfeld weit über das Durchführungsjahr hinaus bieten. Es freut mich, dass viele der geschaffenen Grün- und Freizeitanlagen erhalten bleiben. Und so kann man eigentlich nur das Fazit ziehen, dass dieses Großprojekt ein Segen für Bad Herrenalb war", sagte der Minister für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz, Peter Hauk, anlässlich der Abschlusspressekonferenz zur Gartenschau 2017 in Bad Herrenalb (Kreis Calw). 

Der Zuspruch, den die Macher zu dem neugestalteten Kurpark und der Kurpromenade erhalten hätten, sei sehr groß gewesen. Auf einer Fläche von rund zehn Hektar gab es viele tolle Beiträge zu bestaunen. Dazu gehörten auch die Ausstellungen im Treffpunkt Baden-Württemberg und der Ausstellungsbeitrag des Forstes. "An 20 Wochenenden gab es ein vielfältiges und gut besuchtes Veranstaltungsprogramm rund um den Forstbeitrag. Im Forstpavillon, in dem der Wald bei Nacht simuliert wurde, bildeten sich immer wieder lange Menschenschlangen aller Altersgruppen, die den nächtlichen Wald mit seinen geheimnisvollen Geräuschen erleben wollten. Auch die Ausstellungen und Veranstaltungen im Treffpunkt Baden-Württemberg erfreuten sich großer Beliebtheit", erklärte der Minister. 

Mit der Gartenschau konnte man die Chance genutzt, die Stadtentwicklung enorm voran zu bringen. "Die Gewinner der Stadterneuerung sind die Bürger von Bad Herrenalb." Minister Peter Hauk legte in seiner Rede den Schwerpunkt auch auf das Gemeinwohl, das einer der Hauptgründe sei, warum die Landesregierung Gartenschauen unterstütze. "Die Rahmenbedingungen für Gartenschauen zu schaffen, ist eine Sache. Am Ende müssen aber die Gemeinden gestalterisch tätig werden. Das ist unter Bürgermeister Mai hervorragend gelungen."

Man habe zukunftsfähige Infrastrukturen geschaffen, die den Menschen in der Kurstadt und der Region grüne Freiräume in einem attraktiven Umfeld weit über das Durchführungsjahr bieten würden. "Und so kann man eigentlich nur das Fazit ziehen, dass dieses Großprojekt ein Segen für Bad Herrenalb war", so Hauk abschließend.    

Reinhold Rau vom Landkreisamt Calw hob die Bedeutung der Gartenschau für die gesamte Region hervor. Diese habe durch das gelungene Projekt erheblich an Bekanntheit gewonnen und werde nachhaltig profitieren. "Dazu beigetragen haben auch die 45 Wechselausstellungen im und am Landkreis Calw Pavillon, die gezeigt haben, wie einzigartig und vielfältig das Angebot aus den Bereichen Sport, Kultur und Gastronomie im Landkreis ist."    

Eine durchweg positive Bilanz zog auch Bernd Hopp, der stellvertretende Vorsitzende vom Gartenschau-Mitveranstalter bwgrün.de und betonte den Anteil der Grünanlagen am Erfolg der Gartenschau. "In den gut besuchten Schaugärten der Albtalgärtner am Treffpunkt Grün konnten sich die Besucher viele Anregungen für den eigenen Garten holen." Als Erfolg wertete Hopp auch das von bwgrün.de organisierte "Grüne Klassenzimmer", in dem Schüler aus ganz Baden-Württemberg Unterricht zu den Themen Umwelt und Natur im Freien erleben konnten.

Die Aufgabe, die Verkaufs- und Besucherzahlen zu verkünden, hatte zum Abschluss der Pressekonferenz die sichtlich zufriedene Gartenschau-Geschäftsführerin Sabine Zenker. Bis einschließlich den 29. August haben wurden 267'896 Tageskarten und 6564 Dauerkarten verkauft. Daraus ergibt sich die Zahl von 346#664 Besuchern." "Wir haben als kleine Kommune dieses Großereignis gestemmt. Das war nur durch die breite Unterstützung und das Engagement unserer Bürger möglich", gibt sich Bürgermeister Mai hoch zufrieden. "Mich hat es begeistert, dass die Bürger die Gartenschau zu ihrer Gartenschau gemacht haben."

Damit liegt die Gartenschau deutlich über den selbstgesteckten Zielen von 150'000 Tageskarten, 2'500 Dauerkarten und 200'000 Besuchern. "Dieses Ergebnis spricht für die gute Arbeit des gesamten Teams", so Sabine Zenker, die sich auch als Stadtkämmerin freuen konnte, bedeuten diese doch Zahlen eine spürbare Entlastung für die Stadtkasse: der Wirtschaftszuschuss der Stadt an die Gartenschau kann nun deutlich geringer ausfallen.

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(Quelle: StVwBaHe/MLR.bw/HIN)