7 Premieren - 7 Zugaben

Erstellt: Freitag, 30. November 2018

Ettlingen (proh). Sieben Wochen wird die neue Intendantin der Schlossfestspiele Solvejg Bauer in ihrem ersten Ettlinger Sommer mit sieben Premieren und sieben Zugaben füllen – und die erste Premiere wird heute in sieben Monaten über die Bühne gehen. Für diesen Auftakt hat sich die Intendantin, die gleichzeitig auch die Regisseurin ist, Mozarts beliebteste Oper Die Zauberflöte auserkoren. Zudem wird der Chor der Zauberflöte aus Bürgern und Chören der Gegend bestehen. Die musikalische Leitung übernimmt der Dirigent Alois Seidlmeier, seit 2015 Professor an der HfM Karlsruhe.  

Die historische Kulisse des Ettlinger Barockschlosses verspricht einzigartige Theatererlebnisse: Für den jährlichen Festspielsommer von Juni bis August werden Schlosshof, Barocksäle, Salons und die Schlossgartenhalle geöffnet und vielseitig bespielt. Unter der neuen Leitung von Intendantin Solvejg Bauer zeigen Festspielensemble und Gäste professionelle, erstklassige Produktionen. Der facettenreiche Spielplan vereint traditionsreiche, weltbekannte Werke mit  innovativen, experimentellen Formaten aus den Sparten Musical, Schauspiel sowie Theater und Oper für junges Publikum.

Neben der Oper ist der neuen Festspiel-Chefin das Schauspiel ein großes Anliegen und unter ihrer Regie wird es neue Räume beziehen. Endstation Sehnsucht von Tennessee Williams verwandelt die Schlossgartenhalle in eine Arena-Bühne. In maximal fünf Reihen umgeben die 300 Plätze das dramatische Geschehen auf der Bühne und ermöglichen dem Zuschauer somit ein nahezu intimes Theatererlebnis.

Für die Ausstattung ihrer beider Produktionen setzt Bauer auf ein vertrautes Team bestehend aus der Kostümbildnerin Kathrin Engel und dem Bühnenbildner Christian Held. Letzterer fungiert auch seit dieser Saison als neuer Technischer Leiter der Schlossfestspiele und hat sowohl Tribüne, als auch Dachkonstruktion für den perfekten Sommertheatergenuss optimiert: die neue Zuschauertribüne birgt mehr Plätze in gerechter verteilten Kategorien und wird von einem deutlich höher angesetzten Runddach überspannt, welches weder durch Säulen die Szenerie, noch die prunkvolle Schlossfassade verdeckt.  

Doch was wären die Schlossfestspiele ohne ein großes Musical? Der bedeutendste Roman aller Zeiten wird im Broadway-Klassiker Der Mann von La Mancha verhandelt. Auf die Bühne bringen wird Cervantes Don-Quixote-Stoff der junge Musiktheater-Regisseur Felix Seiler, der zuletzt an der komischen Oper Berlin einen fulminanten Erfolg mit dem „Zauberer von Oz“ feierte.

Das künstlerische Team wird vervollständigt durch den amerikanischen Choreografen Danny Costello sowie den Komponisten und Dirigenten Adrian Sieber, dem die musikalische Leitung obliegt. Welche Musical-Stars den Schlosshof beleben werden, bleibt vorerst noch ein Geheimnis.  Einen großen Klassiker bekommen auch die kleinen Zuschauer der Schlossfestspiele geboten.

Der geheime Garten von Frances Hodgson Burnett – den meisten als Autorin des „kleinen Lords“ bekannt – wird als Familienstück ab fünf Jahren inszeniert. Der besondere Clou bei dieser Inszenierung: Kinder spielen für Kinder! Die Rollen der drei Kinder im Stück werden von theaterbegeisterten Jugendlichen gespielt werden, die Ende Januar zum Casting kommen können. Die verantwortungsvolle Aufgabe der Arbeit mit einem Ensemble der besonderen Mischung übernimmt die Regisseurin Catja Baumann, die bereits mannigfaltige Erfahrungen im Kinder- und Jugendtheater, als auch in Bezug auf Bürgertheater hat.  

Die ganz kleinen ab drei Jahren können sich im Schloss vom Magier Colas verzaubern lassen oder werden sogar von ihm in ihrem Kindergarten besucht, denn mit der Kinderoper nach Mozarts Einakter „Bastien und Bastienne“ werden die Schlossfestspiele auch unterwegs sein.  

Wer es etwas ungewöhnlicher und interaktiver mag, der wird sich beim Theaterexperiment Weißes Kaninchen, rotes Kaninchen von Nassim Soleimanpour aufgehoben fühlen - das Stück des Iraners verspricht an jedem Abend ein einzigartiges Erlebnis zu sein. Zu fortgeschrittener Stunde kann man sehr gespannt sein, wie das Geisterschloss von Regiestudierenden der HfM Karlsruhe in Szene gesetzt wird.  

Die Premieren werden durch einen Reigen aus Zugaben abgerundet. Die Schlossfestspiele wandeln in die Stadt hinaus, laden zu Austausch und interessiertem Nachfragen ein und geben der virtuellen Welt mit einem Livestream des YouTube Teams Marmeladenoma und einem Auftritt des iPad Zauberer Simon Pierro beim Sommernachtszauber eine Bühne.

Außerdem darf natürlich auch der lukullische Genuss nicht fehlen: Theater & Kulinarik mit Ensemble-Mitgliedern aller Sparten wird bei den bewährten Partnern der Gastronomie – im Erbprinzen und bei Padellino – geboten.  Sichern Sie sich ab 1. Dezember ihre Tickets für einen magischen Theatersommer - bis zum 27.12. zudem mit 10% Frühbucherrabatt!

(Quelle: StVwETT/HIN)