Europäische Kulturtage

Erstellt: Dienstag, 17. April 2018

Karlsruhe (proh). Im Rahmen der 24. EUROPÄISCHEN KULTURTAGE beschäftigen sich Karlsruher sowie internationale Künstlerinnen und Künstler vom 20. April bis 5. Mai 2018 in Ausstellungen, Filmen, Konzerten, Literatur, öffentlicher Kunst, Schauspiel, Oper und Musical, Vorträgen und Diskussionen sowie pädagogischen Angeboten mit dem Thema "Umbrüche, Aufbrüche: Gleiche Rechte für alle". Das Publikum ist eingeladen, in über 80 Veranstaltungen gesellschaftliche, künstlerische, wissenschaftliche und politische Um- und Aufbrüche damals und heute in den Blick zu nehmen.

Vor einem Vierteljahrhundert sah manch einer das "Ende der Geschichte" gekommen, einem Zeitalter jenseits von Furcht, von Ost-West- oder Nord-Süd-Konflikten, einer Epoche der Freiheit in alle Richtungen. Heute wird keiner bestreiten, dass wir mitten in Umbrüchen und Aufbrüchen stecken. Gleiche Rechte für alle – das ist für die einen eine Frage, für die anderen eine Feststellung, für dritte eine noch immer unerfüllte Forderung. Es ist nicht selbstverständlich, allen die gleichen Menschenrechte zuzusprechen.

Mit der Proklamation der Menschenrechte als Naturrecht Ende des 18. Jahrhunderts in Amerika und Frankreich wurde unausgesprochen definiert, wer nicht dazugehören sollte: Juden, Frauen, Schwarze …  und noch immer sind wir unterwegs zur vollen Gleichberechtigung aller gesellschaftlicher Gruppen und Geschlechter. Als gesellschaftspolitisches Festival vieler Kulturinstitutionen der Stadt gemeinsam mit dem STAATSTHEATER, beziehen die 24. EUROPÄISCHEN KULTURTAGE zu Geschichte und Gegenwart künstlerisch Stellung.

Vor 200 Jahren, 1818, trat die badische Verfassung in Kraft, 1848/49 erschütterte Europa eine demokratische Revolution, die Baden 1849 für eine sehr kurze Zeit eine erste Republik brachte. Die Revolution von 1918 mündete in die Weimarer Republik, in der erstmals Frauen die volle politische Gleichberechtigung erhielten.

1948 nahm der parlamentarische Rat seine Arbeit auf, um das Grundgesetz zu erarbeiten, in dem Frauen die volle politische, gesellschaftliche und wirtschaftliche Gleichberechtigung zugesichert wurde. Am 10. Dezember 1948 verkündeten die Vereinten Nationen die "Allgemeine Erklärung der Menschenrechte". 1968 kam es in vielen Ländern zu Unruhen, in denen eine junge Generation neue Werte definierte, mehr soziale Gerechtigkeit forderte und sich gegen Diskriminierung und Ausgrenzung bestimmter Gruppen wehrte.  

Europäische Kulturtage Karlsruhe starten mit Dreiklang

Im Rahmen der EKT:2018 beschäftigen sich Kunst- und Kulturschaffende vom 20. April bis 5. Mai 2018 in Ausstellungen, Filmen, Konzerten, Literatur, öffentlicher Kunst, Schauspiel, Oper und Musical, Vorträgen und Diskussionen sowie pädagogischen Angeboten mit dem Thema "Umbrüche, Aufbrüche: Gleiche Rechte für alle". Das Publikum ist eingeladen, in über 80 Veranstaltungen gesellschaftliche, künstlerische, wissenschaftliche und politische Um- und Aufbrüche damals und heute in den Blick zu nehmen.

"34 Kultureinrichtungen, Gruppen und Einzelinitiativen bringen ihre Ideen in das Programm dieser Europäischen Kulturtage ein und beleuchten das Thema aus ihrer jeweils eigenen Perspektive. Dadurch entsteht ein vielfältiger und spannender Programmbogen", so Kulturamtsleiterin Dr. Susanne Asche.

Zu den Vorstellungen des STAATSTHEATERS kommt eine Vielzahl weiterer Veranstaltungen von Karlsruher Institutionen, die vom Kulturamt der Stadt koordiniert werden. "Die EUROPÄISCHEN KULTURTAGE sind ein starkes Bekenntnis für Demokratie und Menschenrechte als Frieden stiftendes Element für Europa. Die Kultur kann dazu einen großen Beitrag leisten", betont Bürgermeister Dr. Albert Käuflein.  

"Die Freiheit der Kunst ist der Lackmus-Test für das Funktionieren einer Demokratie. Die Vielfalt der Kultur, die wir mit diesen Kulturtagen präsentieren, steht für unsere pluralistische Gesellschaft", sagt Generalintendant Peter Spuhler.   Am Freitag, 20. April, startet das Festival in einem Dreiklang von Badischem Landesmuseum, Rathaus und Staatstheater Karlsruhe.

Schwerpunkt der 16 Festivaltage sind Frauenrechte, die 68er-Bewegung sowie der Widerstand in Diktaturen gestern und heute. Dabei rücken die verschiedenen Jahrestage von Revolutionen und Revolten in den Fokus, derer 2018 gedacht wird: die Märzrevolution von 1848, die Novemberrevolution 1918, aber auch die Revolten der 68er-Bewegung. Dabei sind die EUROPÄISCHEN KULTURTAGE 2018 ein Plädoyer für eine weltoffene Gesellschaft.  

Die EUROPÄISCHEN KULTURTAGE werden seit 1983 vom Kulturamt der Stadt Karlsruhe und vom Staatstheater Karlsruhe veranstaltet. Gefördert von Stadt und Land verstehen sie sich als Festival zur Intensivierung eines grenzüberschreitenden Kulturaustausches. Die letzten Kulturtage standen 2016 unter dem Motto  "Wanderungen. Glück | Leid | Fremdheit".

Den Auftakt der Europäischen Kulturtage Karlsruhe (EKT) zum Thema "Umbrüche, Aufbrüche: Gleiche Rechte für alle" markiert am Freitag, 20. April, ein Dreiklang:  Nach der Eröffnung der Ausstellung "Revolution! Für Anfänger*innen" ab 16.45 Uhr im Badischen Landesmuseum sprechen Theresia Bauer, Ministerin für Forschung, Wissenschaft und Kunst Baden-Württemberg, OB Dr. Frank Mentrup und Verfassungsrichterin Prof. Dr. Susanne Baer ab 18 Uhr beim Festakt im Rathaus.

Kulturamtsleiterin Dr. Susanne Asche und Peter Spuhler, Generalintendant des Staatstheaters, stellen anschließend das Festivalprogramm vor. Danach folgen im Staatstheater um 19.30 Uhr das Musical "Hair", um 20 Uhr dann die Uraufführung des Volkstheater-Stücks "Radikale Akte" sowie das Dokumentartheater "Die Ehen unserer Eltern".

Damit Bürgerinnen und Bürger dabei sein können, brauchen sie für den Eröffnungstag Einlasskarten. Die kostenlosen Tickets sind ab Dienstag, 10. April, an der Pforte des Rathauses am Marktplatz sowie an der Kasse des Landesmuseums im Schloss erhältlich - solange der Vorrat reicht. Für die Vorstellungen im Staatstheater gelten die üblichen Preise, Karten gibt es an der Theaterkasse.

Im Rahmen der EKT:2018 beschäftigen sich Kunst- und Kulturschaffende vom 20. April bis 5. Mai in Ausstellungen, Filmen, Konzerten, Literatur, öffentlicher Kunst, Schauspiel, Oper und Musical, Vorträgen und Diskussionen sowie pädagogischen Angeboten mit dem Thema "Umbrüche, Aufbrüche: Gleiche Rechte für alle". Das Publikum ist eingeladen, in über 80 Veranstaltungen gesellschaftliche, künstlerische, wissenschaftliche und politische Um- und Aufbrüche damals und heute in den Blick zu nehmen.

Ab Dienstag, 10. April 2018, sind an der Pforte des Karlsruher Rathauses am Marktplatz sowie an der Museumskasse des Badischen Landesmuseums im Schloss kostenlose Einlasskarten für den Eröffnungstag erhältlich (solange der Vorrat reicht). Karten für die Eröffnungsvorstellungen im Staatstheater Karlsruhe gibt es an der Theaterkasse. Dort gelten die üblichen Preise.

Nach der Öffnung der Ausstellung "Revolution! Für Anfänger*innen" im Schloss ab 16:45 Uhr sprechen Theresia Bauer, Ministerin für Forschung, Wissenschaft und Kunst Baden-Württemberg, Oberbürgermeister Dr. Frank Mentrup und Prof. Dr. Susanne Baer, Richterin des Bundesverfassungsgerichts, beim Festakt im Rathaus (18 Uhr). Kulturamtsleiterin Dr. Susanne Asche und Peter Spuhler, Generalintendant des Staatstheaters, stellen anschließend das Festivalprogramm vor.

Danach folgen im Staatstheater das Musical "Hair" (19:30 Uhr), die Uraufführung des Volkstheater-Stücks "Radikale Akte" (20 Uhr) und das Dokumentartheater "Die Ehen unserer Eltern" (20 Uhr).

Eröffnungsvorstellungen im Staatstheater Karlsruhe

Freitag, 20.04.- 19:00 -20:00

WIR BRECHEN AUF!

Performativ-utopische Präsentation | 

MITTLERES FOYER

EINTRITT FREI

19:30 - 22:00

HAIR

Buch und Texte von Gerome Ragni und James Rado. Musik von Galt MacDermot

37,50 - 11,00 Euro, Fr A, KTG Freitag

GROSSES HAUS | RESTKARTEN/STEHPLÄTZE

19:30 

Einführung

20:00 - ca. 21:30

RADIKALE AKTE

PREMIERE

31,00 - 10,00 Euro

KLEINES HAUS | AUSVERKAUFT

URAUFFÜHRUNG anschließend Premierenfeier und Empfang | Möchten Sie sich auf die Warteliste setzen, schreiben Sie Ihren Wunsch unter Angabe Ihres Namens, Ihrer Telefonnummer und Ihrer vollständigen Adresse bitte per eMAIL an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!. Unser Kartenservice wendet sich an Sie.

20:00 - 22:10

DIE EHEN UNSERER ELTERN

Dokumentartheater von werkgruppe2. URAUFFÜHRUNG anschließend Publikumsgespräch

STUDIO | AUSVERKAUFT

Möchten Sie sich auf die Warteliste setzen, schreiben Sie Ihren Wunsch unter Angabe Ihres Namens, Ihrer Telefonnummer und Ihrer vollständigen Adresse bitte per eMAIL Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!. Unser Kartenservice wendet sich an Sie (15,00 Euro / erm. 7,50 Euro).

22:30 - ca. 00:00

68er PARTY mit der Hair-Band

KLEINES HAUS

EINTRITT FREI

 

(Quelle: EKT18/HIN)