Coding Culture Hackathon

Erstellt: Donnerstag, 01. Februar 2018

Karlsruhe | Mumbai (proh). ZKM | Karlsruhe ist weltweit als „Exportmaschine“ von Veranstaltungen und Ausstellungen zu digitalen Themen unterwegs – und stärkt dabei das globale Ansehen des Landes Baden-Württemberg und der Stadt Karlsruhe als Motoren des digitalen Wandels. Aktuell bereitet das ZKM eine Auslandstation des überaus erfolgreichen Ausstellungs- und Wissensexperiments Open Codes. Leben in digitalen Welten für das Technologieland Indien vor. Das Ausstellungskonzept wird dafür unter dem Titel 'Open Codes. Digital Culture Techniques' weiterentwickelt.

Im Vorfeld zur Eröffnung der ersten Auslandsstation von „Open Codes“ am 6. April im Goethe-Institut Mumbai findet am 1. und 2. Februar ein sogenannter Hackathon statt, bei dem Kulturinstitutionen mit Open Communities der lokalen Programmier-erszene zusammenarbeiten. Das Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst fördert die Umsetzung des Workshops mit 15.000 Euro. Über die Dauer von zwei Tagen werden experimentelle Apps und Websites für die Vermittlung von Kunst entwickelt und auch Kunstwerke entstehen, die sich im Spannungsfeld von „Code“ und „Kunst“ bewegen.

Im Rahmen ihrer Delegationsreise nach Indien besuchte Staatssekretärin Petra Olschowski den vom ZKM initiierten „Coding Culture-Hackathon“ am Goethe-Institut in Mumbai. In Kooperation mit dem Goethe-Institut findet dieser in Vorbereitung zur Ausstellung „Open Codes. Digital Culture Techniques“ in Mumbai statt. Ziel des Hackathon ist es, etablierte Kulturinstitutionen mit Codern zusammenzubringen, um neue Formen der Kooperation zu erproben. Die Zusammenarbeit des ZKM mit indischen Partnern hat sich im Rahmen der Indien-Delegationsreise unter Leitung von Ministerpräsident Winfried Kretschmann im letzten Jahr heraus ergeben.

„Mit der Ausstellung ‚Open Codes. Leben in digitalen Welten‘ hat das ZKM völlig neue Wege beschritten. Umso mehr freue ich mich, dass die Karlsruher diese großartige Idee nun auch nach Mumbai exportieren“, sagte Staatssekretärin Petra Olschowski. „Mit den Möglichkeiten und Herausforderungen der Digitalisierung sind wir alle weltweit konfrontiert. Dabei geht es auch darum, die Aufgaben der Museen im 21. Jahrhundert neu zu definieren - und zu reflektieren, wie sie sich verändern und öffnen können und müssen, wenn sie nicht ihre Bedeutung verlieren wollen als Orte, an denen künstlerische und gesellschaftliche Fragen verhandelt werden. Der Austausch zwischen Deutschland und dem Technologieland Indien im Projekt ‚Open Codes‘ ist ein großer Erfolg, denn die Zusammenarbeit von Kunstschaffenden und Codern findet in Indien in dieser Form zum ersten Mal statt.“

„Sowohl Künstler als auch Programmierer gestalten die Welt im digitalen 21. Jahrhundert. Mit dem Ausstellungs- und Wissensexperiment ‚Open Codes. Leben in digitalen Welten’ sollen auf der Tiefenebene der Codes, die unsere digitalen Lebenswelten durchziehen, diese beiden kreativen Szenen eine zukunftsorientierte Allianz eingehen. Mit dem Coding Culture-Hackathon in Mumbai wird ein Pop-up-Labor eröffnet, in dem neue digitale Kulturtechniken erprobt werden können“, sagt Christiane Riedel, geschäftsführender Vorstand des ZKM.Die Ausstellung „Open Codes. Leben in digitalen Welten“ im ZKM versteht sich als frei zugängliche Wissensplattform, die einen gesellschaftlichen Raum der Kollaboration ermöglicht – lokal und international, künstlerisch und wissenschaftlich, mit Experten sowie mit Bürgerinnen und Bürgern.

Ausstellungskonzept 'Open Codes. Digital Culture Techniques'

Die Eröffnung findet am 06. April 2018 im Goethe-Institut / Max Mueller Bhavan in Mumbai statt. Die Ausstellung ist für zwei Monate, bis zum 02. Juni 2018, zu erleben. Als Vorbereitung für die Ausstellung organisiert das ZKM den Coding Culture-Hackathon, der am 01. und 02. Februar 2018 ebenfalls im Goethe-Institut Mumbai stattfindet und vom Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst finanziell unterstützt wird.

Der Hackathon zielt darauf ab, etablierte Kulturinstitutionen mit CoderInnen zusammenzubringen, um neue Formen der Kollaboration zu erproben. Damit hat das ZKM erstmals einen Hackathon in Indien initiiert, der Kulturinstitutitionen mit Open Communities der lokalen Programmiererszene zusammenführt. Über die Dauer von zwei Tagen sollen nicht nur experimentelle Apps und Websites für die Vermittlung von Kunst entwickelt werden, sondern auch Kunstwerke entstehen, die sich im Spannungsfeld von „Code“ und „Kunst“ bewegen.

Der Hackathon basiert auf der Idee von „OpenData“ bzw. „OpenGLAM“ (GLAM: Galleries, Libraries, Archives and Museum). Um neue Zielgruppen an die kulturellen Werte und Inhalte der Museen heranzuführen, müssen Daten und Wissen der Museen für alle frei zugänglich sein. Verschiedene Projektteams sollen während des Hackathons kreative digitale Lösungen für die Erweiterung der musealen Angebote entwickeln.

Das ZKM hat mit Unterstützung des Goethe-Instituts Mumbai für den Hackathon renommierte Museen wie das CSMVS (Chhatrapati Shivaji Maharaj Vastu Sangrahalaya, Formerly Prince of Wales Museum of Western India) und das Dr. Bhau Dji LadStadtmuseum in Mumbai gewonnen, die auf dem Weg ins digitale 21. Jahrhundert durch die Initiative des ZKM nun in einen neuen, innovativen Dialog mit Technologie treten.

Wichtiger Kooperationspartner des Hackathons ist zudem das Künstlerkollektiv CAMP (pad.ma / indiancine.ma), das Videosammlungen in Mumbai und in Bangalore in Form einer Open Access-Onlinedatenbank (bereits seit zehn Jahren) zugänglich macht.  Delegationen besuchen Hackathon  Die Delegationen des Landes Baden-Württemberg, unter Leitung von Staatssekretärin Petra Olschowski, sowie der Stadt Karlsruhe, unter Leitung von Oberbürgermeister Dr. Frank Mentrup, werden am 1. Februar 2018 den Hackathon im Goethe-Institut besuchen und Einblicke in die verschiedenen Projekte erhalten.

Der Hackathon am 1. und 2. Februar 2018 ist als Kickoff-Event angelegt: Über zwei Tage erarbeiten verschiedene Projektteams Ideen und Prototypen, die im Anschluss an das Event innerhalb von vier Wochen, bis zum 4. März 2018, zu umsetzbaren Ergebnissen weiterentwickelt werden sollen. Eine Jury, die sich aus VertreterInnen der teilnehmenden Kulturinstitutionen zusammensetzt, wird über die Resultate entscheiden und ein GewinnerInnen-Team auswählen.

Einen Tag nach der Eröffnung der Ausstellung Open Codes. Digital Culture Techniques, am 7. April 2018, werden im Rahmen einer Preisverleihung die GewinnerInnen bekanntgegeben und mit einer Reise nach Karlsruhe ausgezeichnet. Im ZKM treffen die GewinnerInnen während der Gulaschprogrammiernacht (10.–13.5.2018), dem zweitgrößten Hackertreffen Europas, Coder aus der Region und ganz Deutschland. Sie können sich mit den Programmierern vor Ort vernetzen, den IT-Standort Karlsruhe und den „Originalschauplatz“ von Open Codes im ZKM intensiv kennenlernen. 

(Quelle: TRK/zkm/HIN)