FernsehFilmFestival im Kurhaus

Erstellt: Freitag, 23. November 2018

Baden-Baden (proh). Beim FernsehfilmFestival Baden-Baden (26. bis 30. November) wird Claudia Tronnier mit dem HANS ABICH PREIS ausgezeichnet. "Sie und ihr Redaktionsteam arbeiten unermüdlich an Film-und TV-Projekten, die künstlerisch auffallend und inspirierend, experimentierfreudig und ungewöhnlich sind und die dabei immer wieder neue Formen und ästhetische Möglichkeiten ausschöpfen", so die Jury des Hans Abich Preises in ihrer Begründung. Der Hans Abich Preis ist der Ehrenpreis des Festivals.

Seit zehn Jahren betreut Claudia Tronnier für ZDF/ARTE zahlreiche Fernseh- und Kinoproduktionen und erforscht mit ihrem Team im Formatlabor "Quantum" innovative Fernseh- und Internet-Formate. "Für den filmischen Nachwuchs, aber auch als Impulsgeberin für die deutsche Film- und TV-Landschaft ist sie unverzichtbar" urteilt die Jury.

Der Hans Abich Preis  wird dieses Jahr zum 15. Mal in Erinnerung an den Filmproduzenten, Publizisten und früheren Programmdirektor der ARD und Mitbegründer des Festivals, Hans Abich, verliehen. Das Festival gedenkt dieses Jahr des 100. Geburtstags von Hans Abich. 

So widmet sich die Debatte Fernsehfilm am Donnerstag, den 29. November um 17.45 Uhr unter dem Motto: ABICH 100 ODER DIE VERTRACKTEN 90 MINUTEN einer Bestandsaufnahme der Königsdisziplin des fiktionalen TV-Schaffens. Es diskutieren Alexander Bickel, stellvertretender Leiter der ZDF-Hauptredaktion Fernsehfilm/Serie II, Lucia Eskes, Leitung Grimme-Preis, Lena Krumkamp, Drehbuchautorin, Stefanie Hoster, Deutschlandfunk u. Auswahlkommission der Deutschen Akademie der Darstellenden Künste, Jean-Young Kwak, Redakteurin RTL Fiction, Fridolin Lehmann, Studentenjury 2017 und Michael Polle, X Filme, Produzent u.a. von Babylon (angefragt), Christopher Sassenrath, Produzent, handwritten Pictures u. ehemals Studentenjury und Sascha Schwingel, Leiter Redaktion und Programm, ARD Degeto

Im SERIENTALK am Dienstag, 27. November um 20 Uhr debattieren nach dem Screening von "Labaule & Erben"(SWR), "8 Tage"(SKY) und "Arthurs Gesetz" (TNT) über deutsche Serienproduktionen Benjamin Gutsche, Head-Autor von "Arthurs Gesetz", Richard Kropf, Autor von "Labaule & Erben", Rafael Parente, Autor von "8 Tage" und Kerstin Freels, Redakteurin von "Labaule & Erben".

Im WEBSERIENTALK am Mittwoch, 28. November um 19:45 Uhr, werden nach Unterschieden der Webserien zum Fernsehserienformat gefragt und verschiedene ausgezeichnete Produktionen wie "Druck", "Familie Braun" und "Lampenfieber" gezeigt. Nach einer Keynote von Csongor Dobrotka, Gründer & Festivaldirektor Die Seriale, diskutieren Richard Kropf, Autor von You are wanted (1) und Labaule & Erben, Lasse Scharpen, Produzent von Druck, Bantry Bay Productions GmbH, Claudia Tronnier, Redaktionsleitung "Das kleine Fernsehspiel", ZDF und Anna F. Kohlschütter, Regisseurin von Lampenfieber

Mit einer Premiere geht die ZUKUNFTSWERKSTATT in die 3. Runde: Erstmals wird die Zukunftswerkstatt gemeinsam mit ARRI Media als Entwicklungsworkshop ausgerichtet und widmet sich der Virtual und Augmented Reality. ExpertInnen aus den Bereichen Gamification, 360° VR/AR, Filmproduktion und -postproduktion diskutieren über ihre Erfahrungen und mögliche Zukunftsperspektiven. Bei dem anschließenden Entwicklungsworkshop können FilmemacherInnen ihre aktuellen TV-Projekte zur kreativen AR- und VR-Erweiterung anbieten oder daran mitarbeiten.

Der Drehbuchautor und Regisseur Hans Steinbichler entscheidet als alleiniger MFG-Juror über den diesjährigen Regie-Nachwuchspreis MFG-STAR, der von der Baden- Württembergischen Filmförderung ausgelobt und gestiftet wird. Nominiert sind die vier NachwuchsregisseurInnen : Eva Trobisch mit "Alles ist gut", Felix Hassenfratz mit "Verlorene", Jan Speckenbach mit "Freiheit" und Isa Prahl mit "1000 Arten Regen zu beschreiben".

Das FernsehfilmFestival Baden-Baden jährlich an fünf Tagen

Es ist eine gemeinsame Veranstaltung der Deutschen Akademie der Darstellenden Künste und des Senders 3sat.  An drei Tagen werden 12 Filme öffentlich vorgeführt und unmittelbar anschließend von einer jährlich wechselnden Jury ebenfalls öffentlich diskutiert. Diese wählt am Ende des Festivals den Preisträger für den Fernsehfilmpreis der Deutschen Akademie der Darstellenden Künste und weitere Sonderpreise aus, die bei der festlichen Abschlussveranstaltung vergeben werden.

Parallel zum Festival zeigt 3sat die im Wettbewerb nominierten Filme in seinem Abendprogramm. Die Zuschauer können im Internet unter www.3sat.de oder per Telefon ihren Favoriten wählen. Der 3sat-Zuschauerpreis wird auf der Abschlussveranstaltung des FernsehfilmFestivals Baden-Baden überreicht.  Am letzten Tag des Festivals findet außerdem die Prämierung des MFG-Stars statt.

Der Preis wird einer Nachwuchsregisseurin oder einem Nachwuchsregisseur verliehen, der sein Erstlings- oder Zweitlingswerk in Baden-Baden vorstellt. Die Vorauswahl der noch nicht im Fernsehen ausgestrahlten Filme trifft eine fünfköpfige Jury. Es werden vier Filme ausgewählt, die in Baden-Baden vorgeführt werden. Im Anschluss gibt es jeweils ein Gespräch mit den Regisseurinnen und Regisseuren.  

Die Jurorin oder der Juror ist eine von der Festivalleitung und der Medien- und Filmgesellschaft Baden-Württemberg ausgewählte Person. Die Dotierung (ein Stipendium für einen Aufenthalt in der Villa Aurora in Pacific Palisades, Los Angeles in der Zeit der Oscarverleihung) wird von der Medien- und Filmgesellschaft Baden-Württemberg mbH zur Verfügung gestellt. Der MFG-Star wird ebenfalls am letzten Abend des Festivals bei der Preisverleihung verliehen.

Bei der Zusammensetzung der Jury unter Vorsitz von Prof. Bettina Reitz wird Michael Verhoeven den Platz seiner Frau Senta Berger einnehmen, die leider terminlich verhindert ist.

(Quelle: FFF.bad/HIN)