IHK bekennt sich zur EU

Erstellt: Donnerstag, 11. Januar 2018

Karlsruhe (pr). Ein leidenschaftliches Bekenntnis zu Europa und zur Bedeutung einer starken TechnologieRegion Karlsruhe – es waren zwei Themen, die im Zentrum des Neujahrsempfangs der IHK Karlsruhe standen. "Europa geht uns alle an – privat wie beruflich", zeigte sich IHK-Präsident Wolfgang Grenke vor den rund 1'400 Gästen in der Gartenhalle als überzeugter Europäer. Einem "America first" und einem "China strong" müsse Europa ein "competitive", also seine internationale Wettbewerbsfähigkeit entgegensetzen.

Grenke, der als Vizepräsident seit Jahresbeginn dem neuen Vorstand von Eurochambres, dem europäischen Kammerdachverband, angehört, unterstrich: "Einer America-First-Strategie, den Unsicherheiten im Nahen Osten und in Russland, dem wachsenden wirtschaftlichen Druck aus Asien können wir nur begegnen, wenn wir in Europa unsere Interessen gemeinsam unüberhörbar vertreten".

Ein "selbstsicheres, offensives Europa mit klarer Strategie" forderte auch Christoph Leitl in seiner Grundsatzrede "Warum Europa wichtig ist". Der Präsident von Eurochambres und der Wirtschaftskammer Österreichs weiter: Einem "America first" und einem "China strong" müsse Europa ein "competitive", also seine internationale Wettbewerbsfähigkeit entgegensetzen.

"Geschäftsbeziehungen führen zu Frieden", sei die grundlegende Philosophie der Wirtschaft, so Leitl. Von der neuen österreichischen Regierung erwarte er "die Fortsetzung eines klar pro-europäischen Kurses". Eine Voraussetzung, um sich auf den internationalen Märkten behaupten zu können, sei, "in der Region Hand in Hand zu arbeiten", zeigte sich Grenke überzeugt und bezeichnete die Neuaufstellung der TechnologieRegion Karlsruhe (TRK) als GmbH als "Schritt in die richtige Richtung".

Jetzt solle die TRK ein "Welcome-Center" für Investoren einrichten, in dem sich auswärtige Unternehmen informieren, Partner zusammengebracht und Innovationen gefördert werden könnten. Grenke setzte sich auch für einen zügigen Ausbau der Verkehrsinfrastruktur und grenzüberschreitende Vereinheitlichung von Standards ein.

Mit Blick auf die Havarie im Rastatter Tunnel sagte er: "Zu einem derartigen Kollaps darf es nicht wieder kommen." Eine zentrale Aufgabe auch: Die Talentförderung bereits in der Schule. So präsentierten zwei Abiturienten aus dem Bismarck-Gymnasium das funktionsfähige Testfeld für autonomes Fahren – aus Fischer-Technik. Und auch die Erfolge des IHK-Projekts "Wirtschaft macht Schule" im zehnten Jubiläumsjahr werden deutlich: Eine ehemalige Programmteilnehmerin hat es bis zur Personalverantwortlichen geführt.

(Quelle: IHK/TRK)